Bootsbrand im Frankfurt Westhafen

am 07.12.1994

Explosion mit Folgebrand

Um 01.02 Uhr kam es, aus noch unbekannter Ursache, auf einem ca. 10 Meter langen privaten Ausflugsboot im Frankfurter Westhafen zu einer Explosion mit Folgebrand. Der Explosionsknall war bis in die ca. 3 km entfernte Einsatzleitstelle hörbar.

Vom Lagedienstleiter der Einsatzleitstelle wurde aufgrund der zahlreichen Notrufmeldungen das Feuerlöschboot, zwei Löschzüge und der Wasserrettungszug der Berufsfeuerwehr Frankfurt zur Einsatzstelle alarmiert. Zur Brandbekämpfung wurden von den Einsatzkräften von der Uferseite zwei C-Rohre eingesetzt, das Frankfurter Feuerlöschboot unterstützte die Löscharbeiten mit zwei Wasserwerfern. Im Laufe der Löscharbeiten sank das, durch die Explosion stark beschädigte, Boot.

Mehrere Sportboote und ein Bootssteg wurden durch die Explosion und den Folgebrand stark beschädigt. Das Hafenbecken wurde von der Feuerwehr mit einer Ölsperranlage abgesichert um das auslaufende Motoröl aufzufangen. Der Ölfilm wurde mit Bindemittel abgestreut und aufgenommen. Da zunächst nicht geklärt werden konnte, ob sich zum Zeitpunkt der Explosion Personen auf den betroffenen Booten befanden, wurden zwei Notarztwagen und 5 Rettungswagen zur Einsatzstelle entsandt. Parallel zu den LÖscharbeiten wurden vorsorglich Taucher der Berufsfeuerwehr Frankfurt eingesetzt um das Hafenbecken und den Main nach evt. über Bord gegangenen Personen abzusuchen.

Der Sachschaden wurde auf ca. 500.000 DM geschätzt. Es wurden keine verletzten Personen aufgefunden.

Der Einsatz wurde vom Leiter der Berufsfeuerwehr Reinhard Ries geleitet.

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