| Wohnungsbrand im Hochhaus
5. Januar 1993 im Sennefelderweg Am Abend des 05.01.93 gingen um 22:45 Uhr ca. 20 Notrufe bei der Einsatzleitstelle aus dem Sennefelder Weg l ein. Alle hatten die Feuermeldung Sennefelder Weg l zum Inhalt. Bei der Liegenschaft handelt es sich um ein Hochhaus mit insgesamt 14 Etagen. Die Wohnung im Hochpaterre brannte beim Eintreffen der ersten Feuer- wehreinheiten bereits in voller Ausdehnung, die Wohnungstür war im oberen Drittel schon durchgebrannt, so daß Flammen und Rauch in den Vorraum schlugen und sich der Rauch von dort über den Treppenraum sowie die Aufzugsschächte im gesamten Haus ausbreitete. Auf diesem Vorraum münden die insgesamt 8 Wohneinheiten in dieser Etage. Eine männliche Person wurde mit brennender Kleidung auf dem Balkon vorgefunden, sie konnte von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden. Eine weibliche Person wurde während der Löscharbeiten in der Wohnung gefunden, auch sie war ihren Verletzungen erlegen. Während der Brandbekämpfung mußte das gesamte Gebäude evakuiert werden. Zur Brandbekämpfung und Menschenrettung waren 2 Löschzüge, der Atem- und Umweltschutzzug, l Krankenbus, l NAW, 5 RTW's mit insgesamt 45 Beamten eingesetzt. Der Schaden wurde auf ca. 1.000.000,-- DM geschätzt. Brandbekämpfung frei Haus 10. Februar 1993 Feuerwache 7 Einen ausgesprochen kurzen Anmarschweg hatten die Männer des Löschzuges 7 am Mittwochnachmittag beim Brand eines Müllfahrzeuges. Die Mitarbeiter der Müllabfuhr lieferten ihnen das Feuer "frei Haus" in den Hof ihrer Feuerwache im Nordwest-Zentrum. Kurz nach 14:00 Uhr bemerkte der Fahrer des Müllfahrzeuges aus Egelsbach, daß seine Ladung in Brand geraten war. Er entschloß sich sofort den Hausmüll direkt zur Feuerwache zu bringen. Dort löste er zwar zunächst ein wenig Überraschung aus, da es auch für altgediente Feuerwehrleute recht ungewöhnlich ist, das Brände zu ihnen kommen und nicht umgekehrt. Dennoch begannen die Wehrmänner unverzüglich mit der Brandbekämpfung. Dabei setzten sie ein Hochdruckrohr ein, womit sie den Brand zunächst oberflächlich ablöschten. Danach begleiteten sie den Müllwagen zur benachbarten Müllverbrennungsanlage, wo der Inhalt abgeladen und nochmal gründlich nachgelöscht wurde, bevor er in die Grube der Anlage gekippt werden konnte. Die 12 Feuerwehrleute waren etwas mehr als eine Stunde mit diesem nicht alltäglichen Einsatz beschäftigt. Durch die besonderen Umstände gab es nur geringen Sachschaden an dem Müllfahrzeug. Freisetzung einer Chemikalie 22. Februar 1993 Stroofstraße Hoechst AG Um 4:44 Uhr fragte der Beamte des Polizeinotrufes bei der Leitfunkstelle Rhein/Main an, ob Erkenntnisse über eine Sperrung der Stroofstraße vorliegen. Die Feuerwehr hatte zu diesem Zeitpunkt keinerlei Kenntnis. Um 4:45 Uhr fragt der Einsatzsachbearbeiter über Direktleitung bei der Werkfeuerwehr Griesheim nach einem eventuellen Einsatz nach. Die Werkfeuerwehr erteilt die Auskunft, daß infolge eines Bedienungsfehler ein Produktaustritt erfolgt sei. Die Frage, ob ein Einsatz der Berufsfeuerwehr erforderlich sei, wurde seitens der Werkfeuerwehr verneint. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse setzt sich die BF selbst ein. Zur Erkundung wird der TE-West und das GMF alarmiert. Um 05:04 Uhr treffen die Fahrzeuge an der Einsatzstelle Stroofstraße ein. Es erfolgt eine Informationssammlung vor Ort über das ausgetretene Produkt. Anhand von Handakten und der Datenbank des Gefahrstoff- messfahrzeuges wurden Informationen über das Produkt eingeholt. Seitens der Werkfeuerwehr ~ Werk Griesheim wurde auf einer Länge von ca. 60 Meter Bindemittel auf die Stroofstraße aufgebracht. Parallel dazu wurden die Kanaleinläufe verschlossen. Im Zuge der weiteren Erkundung wurde erkannt, daß der Uferbereich ebenfalls kontaminiert war. Aus Sicherheitsgründen wurde von der Werkfeuerwehr ein Schlengel ausgebracht, der aufgrund der starken Strömung des Mains jedoch nicht hielt. Bei der Einsatzleitstelle meldete sich über Mobiltelefon die Besatzung eines Frachtschiffes und berichtete über eine Verschmutzung des Schiffes. Der Sachbearbeiter in der Einsatzleitstelle alarmiert daraufhin das FLB. Um 05:41 Uhr wird eine Mitarbeiterin des Umweltamtes erreicht und über den bisherigen Sachstand informiert. Um 05:30 Uhr hatte das FLB den ersten Kontakt mit den Besatzungsmitgliedern der Motorschiffen in der Schleuse Griesheim. Einige Besatzungsmitglieder teilten mit, daß sie sich kurzzeitig unwohl fühlten, mittlerweile aber wieder eine Besserung eingetreten sei. Einen aus Sicherheitsgründen angebotenen Transport in ein Krankenhaus wurde von allen abgelehnt. Auf zwei Schiffen (Tankmotorschiff Thüringen und Motorschiff Donau) wurden starke Verunreinigungen festgestellt. Von der FLB-Besatzung wird die Schleusenanlage auf Verunreinigungen untersucht. Das genaue Ausmaß der Kontamination konnte erst nach Tagesanbruch zweifelsfrei festgestellt werden. Die beiden Schiffe sollen mit Genehmigung der Wasserschutzpolizei und des Wasser- und Schiffahrtsamtes im Hafen der Hoechst AG gereinigt werden. Aufgrund der starken Beaufschlagung entsteht der Verdacht, daß auch Teile der südlichen Mainseite (Schwanheim) betroffen sein könnten. Nach Aussage der Hoechst AG wurde das Gebiet um 06:30 Uhr erkundet, es seien dort keine Schäden bekannt. Aus der Bevölkerung sind bis zum 08:50 Uhr ebenfalls noch keine Hinweise eingegangen. er Einsatzleiter der BF nimmt gegen 09:00 Uhr die Erkundung des Stadtteils Schwanheim vor. Um 09:45 Uhr wird durch diese Erkundung das wahre Ausmaß der Verunreinigung bekannt. Betroffen war der Bereich zwischen Rheinlandstraße und Zur Frankenfurt, Henriette-Fürth-Straße, Harthweg, Sauerackerweg, Bruno-Stürmer- Straße, Ferdinand-Dierichs-Weg bis an den Stadtwald. Es wird bekannt, daß es sich bei dem Stoff um "0-Nitroanisol" handelt. Ab 11:00 Uhr fahren Polizeifahrzeuge durch das betroffene Gebiet und informieren über Lautsprecherdurchsagen die Bevölkerung. Von dem Löschzug 5 und einem Grundausbildungslehrgang der Berufsfeuerwehr werden von der Hoechst AG entworfene Flugblätter verteilt. Gegen Mittag wird eine Techn. Einsatzleitung vor Ort aufgebaut. Nach Absprache mit der Hoechst AG wird als Aufstellungsort die Kreuzung "Rheinlandstraße / Zur Frankenfurt" gewählt. Erste Reinigungsarbeiten durch die Berufsfeuerwehr wurden am Nachmittag in Kindertagesstätten Spielplätzen durchgeführt. Vom Umweltschutzzug wurden Bodenproben in Schrebergärten genommen. In der Leitfunkstelle Rhein/Main wird ab 15:10 Uhr ein Bürgertelefon eingerichtet. In den Abendstunden wird ein überarbeitetes Flugblatt von den Einsatzkräften der BF und den mittlerweilen alarmierten Freiwilligen Feuerwehren möglichst durch persönliche Übergabe verteilt. Um 22:30 Uhr wurde die Einsatztätigkeit eingestellt. An diesem Tag waren 50 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren und 63 Beamte der Berufsfeuerwehr Frankfurt im Schadensgebiet im Einsatz. Am 23. Februar 1993 wurden die Arbeiten vom Vortag fortgesetzt. Im bekannten Einsatzbereich (ca. 750.000 m2) wurden mit Äthanol/ Wassergemisch alle sichtbaren Verunreinigungen bis in eine Höhe von 2,50 Meter beseitigt. Gereinigt wurden Spielgeräte, Straßenbeleuchtungsmasten, Zäune, Tore, Treppenstufen, Balkongeländer, Glasflächen, Fensterbänke, Brückengeländer, Leitplanken, Kunst- stoffrasen, Verkehrsschilder, Elektroverteilerkästen, Mülltonnen, Mülleimer, Blumenkästen, Sitzbänke etc. Es kam zu keinerlei Verletzungen von Einsatzkräften. Am Nachmittag erschien eine Hundebesitzerin mit einem großen Bernhardiner. Dieser hatte Verätzungen an den Augen und an der Nase. Mit einem Fahrzeug der Feuerwehr wurde das Tier in eine Tierklinik gebracht und dort stationär aufgenommen. Die Technische Einsatzleitung war an der Kreuzung Rheinlandstraße/Ecke Henriette-Fürth-Straße 2, angrenzend wurde eine "Bürgerberatungsstelle" eingerichtet und mit mehreren Feuerwehrbeamten besetzt. Es stellte sich rasch heraus, daß die Beamten nicht alle Fragen der Bürgerinnen und Bürger in chemiefachlicher Hinsicht gewachsen waren. Es wurde deshalb ständig ein fachkundiger Mitarbeiter der Hoechst AG beigefügt. Die Bürgerberatungsstelle wurde am ersten Tag von ca. 100 Bürgern besucht. Die Einrichtung hat sich bewährt, da sie den sonst üblichen Andrang auf die technische Einsatzleitung vermieden hat. Eingesetzt waren am 23.03.1993 neben 58 Beamten der Berufsfeuerwehr ca. 140 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sowie rund 50 Mitarbeiter der Hoechst AG. Es wurden 190 Einsätze abgewickelt. In dieser Zahl enthalten sind 40 reine Ermittlungen, hier insbesondere die Feststellung vorhandener Schwimmbäder in den Gärten der Wohnhäuser. Über eine Reinigung dieser Anlagen war bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Entscheidung getroffen worden. Während des ganzen Tages war das Feuerlöschboot im Einsatz. Es kontrollierte den Fortgang der Arbeiten an den beiden Motorschiffen und unternahm Such- und Erkundungsfahrten nach weiteren eventuellen Verunreinigungen im Bereich der Schleuse Griesheim und der Schwanheimer Brücke. Um 18:00 Uhr waren die Arbeiten im wesentlichen abgeschlossen. Die Kräfte wurden weitgehend abgezogen. An den folgenden Tagen wurde die Bürgerberatungsstelle weiter aufrecht erhalten. Die Einsätze der Feuerwehr beschränkten sich im wesentlichen auf Serviceleistungen für den Bürger. Es wurden von Kräften der Feuerwehr div. Hilfeleistungen bei Bürgerversammlungen, Verteilung von Flugblättern und Überziehschuhen. Von der Fahrzeugen des Atem- und Umweltschutzzuges wurden in den folgenden Tagen an den verschiedensten Einsatzstellen Messungen durchgeführt . Schwerer Verkehrsunfall 20. März 1993 Eschersheimer Landstraße / Fritz-Tarnow-Straße Eine Frau fuhr mit einem Opel Manta auf der Eschersheimer Land- straße stadteinwärts und wollte offenbar in Höhe der Fritz- Tarnow-Straße den Gleiskörper überqueren. Dabei wurde sie von einem Zug der Linie Ul erfaßt, die Richtung Nordweststadt fuhr, und vom Triebwagen gegen die Mauer einer Fußgängerunterführung gedrückt. Das Fahrzeug war mit drei Personen besetzt, der 25jährigen im achten Monat schwangeren Fahrzeugführerin, ein 5 Jahre altes Kind, sowie ein 25jähriger Amerikaner. Das Kind konnte durch ein Rettungsfenster, welches von den Einsatzkräften in das Dach des Pkw's geschnitten wurde, aus dem total zertrüm- merten Kraftfahrzeug befreit werden. Um die beiden Erwachsenen Insassen zu befreien, mußte der U-Bahnzug vom Gleis gehoben werden. Die Fahrerin war in der Zwischenzeit ihren Verletzungen erlegen, so daß der Arzt des Notarztwagens sich auf den mit den unteren Extremitäten eingeklemmten Beifahrer konzentrieren konnte. Erst 45 Minuten nach dem Unfall konnte er befreit werden. Anschließend wurde die tote Frau befreit und mit dem Notarztwagen der Feuerwehr zu einer vorbereiteten Notentbindung gefahren, da versucht werden sollte das Leben des Kindes zu retten. Der Säug- ling kam tot zur Welt. Amtshilfe in Bernburg an der Saale 05. Mai 1993 Neue Bundesländer Bei Schneid- und Trennarbeiten an einem ca. 30 Meter hohen Brückenelement eines Klinkerlagers in der Firma "Schwenk-Zement" in Bernburg/Saale war die Förderbrücke abgestürzt, hatte die Dachkonstruktion aus Stahlträgern mitgerissen und eine Hälfte des Lagergebäudes zum Einsturz gebracht. Dabei wurde ein Arbeiter verschüttet. Seit 12:15 Uhr war die örtliche Feuerwehr im Einsatz. Zu deren Unterstützung wurde gegen 13:00 Uhr durch die Schutzpolizei Sachsen-Anhalt die Berufsfeuerwehr Frankfurt mit dem Verschüttetensuchgerät angefordert. Bei, Eintreff en der BF, Transport erfolgte mit einem privaten Ambulanz-Hubschrauber, um 15:00 Uhr war die verschüttete Person noch nioht gefunden worden, auch die Suche mit Hunden war erfolglos verlaufen. Da der Trümmerkegel zum großen Teil auch aus Zementablagerungen bestand, wurde mit dem .Richtmikrofon des Suchgerätes begonnen die vorhandenen Hohlräume des zusammengestürzten Gebäudeteile abzusuchen. Gleich bei der ersten Suchstelle konnten schwache Kratzgeräusche vernommen werden. Auf ein "Lockklopfen" unsererseits wurde mit Rufen geantwortet, die mit dem Suchgerät wahrgenommen werden konnten. Damit war der verschüttete Arbeiter lebend geortet worden. Nach zwei Stunden weiterer Rettungsarbeiten unter gemeinsamer Leitung der Feuerwehr Bernburg und der Berufsfeuerwehr Frankfurt konnte der 28-jährige verschüttete Arbeiter verletzt aus seiner Zwangslage befreit werden. Taucheinsatz am Hohenwarter Stausee 16. und 17. Juni 1993 Neue Bundesländer Auf Anforderung der Polizeiinspektion Saalfeld wurde die Berufsfeuerwehr Frankfurt um Amtshilfe zur Bergung eines in den Hohenwarter Stausee gestürzten Pkw's mit Fahrer gebeten. Der Pkw war von der Uferstraße abgekommen und über die ca. 8 Meter hohe Böschung in den See gestürzt. Die Unglücksstelle wurde von den Tauchern der Berufsfeuerwehr Gera abgesucht. Deren technische Möglichkeiten reichen jedoch nur bis zu einer Tiefe von 30 Meter. Da die unter Wasser liegende Böschung wesentlich tiefer reicht, wurde die Feuerwehr Frankfurt um Hilfe gebeten. Den Tauchern der Feuerwehr Frankfurt stehen Geräte zur Verfügung, mit denen bis in eine Tiefe von 80 Meter gearbeitet werden kann. Wir erreichten den Unfallort am 16.06.1993 gegen 16:00 Uhr. An diesem Tag wurden zwei Tauchgänge mit dem Helmtauchgerät durch- geführt. Zuerst wurde die Sohle des unterseeischen Abhanges, 58 m Tauchtiefe, abgesucht und dann von dort den Austauchstufen fol- gend zum Ufer hin weitergesucht. Wegen der großen Tiefe und der niedrigen Wassertemperatur mußte ein Kompromiß zwischen der Verweildauer und der Dekompressionszeit gefunden werden. Bei der Tiefe von 58 Meter ergab sich daher eine Verweildauer von 25 Minuten und eine Dekompressionszeit von 50 Minuten. Aus diesem Grund kam der Taucher nach l Stunde 15 Minuten Gesamttauchzeit durchgefroren wieder an Land. Am 17.06.1993 wurden am Vormittag nochmals 2 Tauchgänge mit dem Helmtauchgerät, sowie 3 Tauchgänge mit dem Leichttauchgerät im ufernahen Bereich durchgeführt. Mit dem abgesuchten Gebiet der Taucher aus Gera wurde eine Gesamtfläche von 50 x 70 Meter ohne Erfolg abgesucht. Lediglich ein paar Autoteile sowie Werkzeug, welche auf das versunkene Fahrzeug schließen lassen, wurden 'gefunden. Ein weiteres Suchen auf diese Art ist sehr zeitintensiv und unwirtschaftlich. Es ist anzunehmen, daß der Pkw nicht direkt den unterseeischen Abhang heruntergerutscht, sondern ins Schweben geraten ist. Dadurch ist nicht zu berechnen, in welche Richtung weiterzusuchen wäre. Ein möglicher Erfolg wäre gegeben, wenn die nähere Umgebung mit einem geeigneten Ortungsgerät abgesucht und dann gezielt getaucht wird. Großbrand einer Lagerhalle 13. August 1993 In einem zweigeschossigen Gebäude mit einer Grundfläche von ca. 20 x 35 Meter war eine Versuchsanlage zur Wiederverwertung von Dachpappen und Dichtungsfolien eingerichtet. Während die Maschinen und Apparate im Erdgeschoß installiert waren, wurde das Obergeschoß als Lager für Rohstoff und Verpackungsmaterial genutzt. Erdgeschoß und Obergeschoß standen durch einen ca. 5x10 Meter großen Deckendurchbruch in direkter Verbindung. Der Alarm wurde um 21:45 Uhr in kurzer Zeitfolge durch I-Melder, die Sprinkleranlage sowie einen Druckknopfmelder beim Pförtner an der Werkeinfahrt ausgelöst. Bei Ankunft des Löschzug l hatte sich der Brand auf den Lagerraum im Obergeschoß (ca. 250 qm) und einen Teil des Erdgeschoßes (ca. 100 qm) ausgebreitet. Nach Angaben von Werkangehörigen befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Personen im Gebäude. Noch während der Einleitung der ersten Löschmaßnahmen, stürzte das Dach über dem Lager und große Teile der Außenwand des Obergeschoßes ein. Durch einen umfassenden Außenangriff mit insgesamt 4 C-Rohren, 3 B-Rohren, 4 Monitoren und einem Schaumrohr wurde der Brand unter Kontrolle gebracht und gelöscht. Hierdurch konnte ein Übergreifen auf Nachbargebäude verhindert werden. Das gesamte vom Brand betroffene Gebäude wurde etwa zu einem Drittel zerstört. Abfließendes Löschwasser wurde durch Abschiebern des werksinternen Kanalsystems aufgestaut und durch ein unabhängiges Institut auf Schadstoffe untersucht. Die Brandursache war zunächst ungeklärt. Die Brandursachenermittlung wurde von der Polizei aufgenommen. Der Sachschaden wird auf 2.500.000,- DM beziffert. |
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