| Brand in einem Hotel, Moselstraße 27
Mittwoch,dem 11.01.1989 Gegen 09:00 Uhr ist das Feuer unter Kontrolle. Im 5. Obergeschoß befinden sich keine Menschen mehr. Die meisten haben zur Zeit des Brandausbruchs bereits ihre Zimmer verlassen und gehen ihren Tätigkeiten nach. Zwei Gäste können sich selbst über die Treppe in Sicherheit bringen, sie erleiden leichte Rauchvergiftungen und müssen ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Bei den Nachlöscharbeiten wird besonderes Augenmerk auf die verschlossene Notausgangstür gelegt. War die Tür tatsächlich verschlossen oder war sie nur durch die Brandauswirkung stark verformt und ließ sich deshalb nicht Öffnen? Der herbeigeholte Schlüssel paßt nicht mehr ins Schloß der Schließzylinder war zum Teil geschmolzen. Die Tür muß aufgebrochen werden, sie war verschlossen. Der neben der Tür installierte Schlüsselkasten war leer. Ob die drei vom Dach Geretteen den Notausgang noch hätten benutzen könen, ist fraglich. Einer von ihnen ist ein Hausangestellter, er hatte vorher als Nachtportier Dienst. Er war, nachdem über die Haustelefonleitung ein Brand im 5. OG gemeldet wurde, nach oben geeilt, um die Meldung zu überprüfen. Aufgrund der intensiven Brandentwicklung warnte er die restlichen Gäste. Gemeinsam mit den Gästen aus den Zimmern 35 und 36 gelang es ihm nicht mehr, das rettende Treppenhaus zu erreichen: das Feuer hatte inzwischen den gesamten Flur erfaßt. Treppenhaus und der Zugang zur Nottreppe liegen nebeneinander. Schließlich blieb ihnen nur noch die Flucht über das Zimmer 36 zum Dach. Nur dem schnellen Einsatz der DLK-Besatzung ist es zu verdanken, daß keine Menschen größeren Schaden erlitten. Die Personen auf dem Dach waren bereits arg in Bedrängnis und in Panik. Bereits kurze Zeit später waren die Zimmertüren durchgebrannt, die Flammen schlugen aus einigen Dachgauben. Der Brand hatte sich über die Dachluke zum Dachboden ausgebreitet. Er konnte jedoch schnell unter Kontrolle gebracht werden. Eingesetzt waren: 3 HLF, 2 LB, GMW, GSW, AWW, 1 NAW-Polizei, 1 NAW-BF, 1 WL-Küche, 2 RTW, 1 ELW 12 PA Wasserrohrbruch, Praunheimer Weg/Heilmannstraße Dienstag, dem 31.01.1989 Sachschaden in Höhe von mehr als drei Millionen Mark verursachte der Bruch einer Hauptwasserleitung in Frankfurt am Main - Praunheim. Aus bisher noch nicht geklärter Ursache war es zum Bruch einer 800 mm Hauptwasserleitung unter einem Fußweg vor den Wohnhäusern (Wohnblock) Praunheimer Weg 66 - 68 gekommen. Die Haushaltskeller des viergeschossigen Wohnblocks wurden total überflutet und standen ca. 1,80 m unter Wasser. Durch die an der Schadensstelle auftretenden Wassermassen kam es zu einer ca. 50-60 cm hohen Sand- und Schlammansammlung vor den genannten Hauseingängen. Das Wohnhaus des Hausmeisters einer benachbarten Schule wurde unterspült und mußte geräumt werden. Da das Kanalnetz in der Folge des Leitungsbruches ebenfalls überlastet war, ergossen sich die Wassermassen über die Fahrbahn und überfluteten eine Tiefgarage (ca. 80 x 3O m). 45 Personenkraftwagen waren hier abgestellt, teilweise stand das Wasser bis unter die Decke. Da bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte das Garagentor geöffnet war und man davon ausgehen mußte, daß sich eventuell Menschen in der Tiefgarge befanden, mußte die Anlage aus Sicherheitsgründen von Tauchern des Wasserrettungszuges der Berufsfeuerwehr abgesucht werden. Die gesamte Stromversorgung der betroffenen Wohnhäuser und der Tiefgarage war ausgefallen. Ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde das Kellergeschoß einer mehrere 100 Meter entfernt gelegenen Altenwohnanlage. Hier waren einige cbm Wasser durch Rückstau im Kanalnetz in die Kellerräume gelangt. Ingesamt waren 61 Feuerwehrleute eingesetzt, davon 22 Helfer der Freiwilligen Feuerwehren. 23 Lösch- und Sonderfahrzeuge mit mehreren Tragkraftspritzen, Lenzpumpen und E-Tauchpumpen mußten eingesetzt werden, um des Wassers Herr zu werden. Rund 10 Stunden war die Feuerwehr im Einsatz, um die Keller und die Tiefgarage leerzupumpen. Brand in einem Wohnhaus, Fritzlarer Straße 34 Donnerstag, 09.02.1989 Aus bisher ungeklärter Ursache kam es in den frühen Morgenstunden in der Erdgeschoßwohnung zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand, der sich durch die geöffnete Wohnungstür auf den Treppenraum ausdehnte. Bis zum Eintreffen der Berufsfeuerwehr hatte sich ein amerikanisches Ehepaar aus der neben der vom Brand betroffenen Wohnung in Sicherheit gebracht und alarmierte durch Schreien die übrigen Hausbewohner. Durch die Verqualmung des Treppenraumes verschreckt, sprang eine Frau aus dem ersten Stock auf die Straße. Sie zog sich schwere Verletzungen zu. Ihr Mann kletterte an der Dachrinne herunter. Von den Einsatzkräften wurden zunächst vier Personen über Steckleiter aus dem 1. Obergeschoß gerettet. Gleichzeitig wurde von einem unter schwerem Atemschutz vorgehenden Trupp ein HD-Rohr im Innenangriff im Treppenraum und der Wohnung vorgenommen. Ein weiteres C-Rohr war im Außenangriff über das Fenster eingesetzt. Ein drittes C-Rohr wurde zusätzlich zur Brandwohnung vorgenommen. Parallel zu den Brandbekämpfungsmaßnahmen wurden über die Leiterbühnen insgesamt 11 Personen gerettet. Zusätzlich mit schwerem Atemschutz ausgerüstete Rettungstrupps drangen über den Treppenraum in die Wohnungen der Obergeschosse und kontrollierten diese. Im Bereich des 3. Obergeschosses wurden vier Personen bewußtlos aufgefunden. Sie wurden über den Treppenraum gerettet und den anwesenden NAW bzw. RTW übergeben. Während bei drei Personen die Reanimationsmaßnahmen Erfolg hatten, konnte bei einem 12jährigen Jungen nur noch der Tod festgestellt werden. Die reanimierten Personen sowie die vor Eintreffen der Berufsfeuerwehr aus dem ersten Stock gesprungene Frau wurden in bedenklichem Zustand in verschiedene Krankenhäuser transportiert. Die unverletzt geretteten Personen wurden im Krankenbus der Berufsfeuerwehr betreut und ärztlich versorgt. Zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr wurde die Freiwillige Feuerwehr Hausen mit eingesetzt. Der Brandschaden beträgt ca. 400.000 DM. Eingesetzt waren: 2 HLF, 2 LB, 1 TROWA, 2 GTLF, 2 NAW, 4 RTW, 1 KB, WL-Mulde Freiwillige Feuerwehr Hausen 25 PA, 2 C-Rohre, 1 HD-Rohr Brand in einem Wohn- und Geschäftsgebäude, Hochstraße 56 Sonntag, dem 11.06.1989 Vermutlich durch Schweißarbeiten kam es in dem Wohn- und Geschäftsgebäude zu einem ausgedehnten Kellerbrand, der sich über zwei Ebenen ausbreitete. Zunächst bemerkte die Besitzerin einer Modeboutique Rauch in ihrem Geschäft und alarmierte die Berufsfeuerwehr. Bei der Erkundung wurde festgestellt, daß im gesamten Gebäude und insbesondere im Kellerraum Umbauarbeiten stattfinden. Es wurde auch ermittelt, daß einer Heizungsbaufirma bei Schweißarbeiten Isolationsmaterial in Brand geraten war, das aber sofort wieder gelöscht werden konnte. Trotzdem dieser Brand gelöscht wurde, nahm die Verqualmung weiter zu. Die weiteren Erkundungen gestalteten sich sehr schwierig und konnten nur noch unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Unbemerkt von dem ersten Brand waren im Nachbarkeller Kartonagen der Modeboutique in Brand geraten. Unter Verwendung eines C-Rohres konnte dieser Brand rasch gelöscht werden. Die von den Einsatzkräften durchgeführte Erkundung ergab, daß im zweiten Tiefkeller noch ein weiterer Brand wütete. Ein Zugang zu diesem neuen Brandherd war anfänglich nicht möglich. Im Zuge der Umbauarbeiten waren hier neue Wände gemauert worden. Erst über einen zweiten Treppenabgang war es möglich, in den Tiefkeller zu gelangen. Doch schon nach wenigen Metern mußten die Einsatzkräfte halt machen. Die Brandhitze war zu groß, um weiter vorzudringen. Zur Unterstützung wurde ein zweites C-Rohr vorgenommen. Gleichzeitig wurde versucht, einen zweiten Angriffsweg zu finden. Durch das Aufstemmen einiger der neu eingezogenen Wände gelangten die Einsatzkräfte in den Brandraum und konnten mit weiteren zwei C-Rohren die Brandbekämpfung wirksam unterstützen. Durch die nun mögliche Querlüftung und die in Betrieb genommenen Großraumentlüfter konnte eine merkliche Rauchentlastung erreicht werden. Die Brandbekämpfung von nun zwei Seiten her hatte schnell Erfolg und der Brand konnte rasch gelöscht werden. Es brannten ca. 50 Kubikmeter Verpackungs- und Dekorationsmaterial sowie die Weihnachtsdekoration einer Parfümeriekette mit 45 Filialen im Rhein-Main-Gebiet. Der Brandschaden wird auf ca. 300.000 DM geschätzt. Eingesetz waren: 3 HLF, 2 LB, 1 GTLF, 2 ELW, GMW, GSW, AWW, 1 RTW, 1 WL-Rauch und Generatoranhänger 1 WL-Mulde 60 PA , 4 C-Rohre, 1 HD-Rohr Brand in einem Wohnhochhaus, Heilmannstraße 52 Samstag, dem 03.06.1989 In der Frankfurter Nordweststadt kommt es in einem Wohnhochhaus zu einer Explosion mit nachfolgendem Schadenfeuer. Ein Menschenleben, vier Verletzte und ein Sachschaden in Höhe von 500.000 Mark sind zu beklagen. Der Versuch eines Versicherungsbetruges endete mit dem Tod des Brandstifters und der Verhaftung seines Komplizen. Durch die Wucht der Explosion wurden alle acht Wohnungen erheblich beschädigt. Zwei gegenüberliegende Wohnungen brannten vollständig aus. Nach knapp fünf Minuten trifft der Löschzug 7 als erste Einheit an der Einsatzstelle ein. Flammen und starke Rauchentwicklung schlugen ihm auf der Ostseite der Liegenschaft in Höhe des 3. OG entgegen. Anwohner weisen auf den anderen Wohnungsbrand an der Westseite des Gebäudes hin. Bewohner fliehen panikartig aus dem Nordseitig gelegenen Sicherheitstreppenhaus. Zusammen mit dem Zugführer geht ein Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz mit einem C-Rohr zur Menschenrettung in das 3. OG über das Treppenhaus vor. Noch während der ersten Maßnahmen wird der Zugführer von Bewohnern auf einen Schwerstbrandverletzten im Flur des 2. OG hingewiesen. Sofort eingesetzte Kräfte bringen den Verletzten über das Treppenhaus ins Freie, wo sich Rettungssanitäter und der Arzt des NAW seiner annehmen. Nahezu gleichzeitig leitern die DLK 7 im Osten und die ebenfalls eingetroffene LB 4 die Liegenschaft im Westen an. Von beiden Leitern aus werden C-Robre zur Brandbekämpfung im 3. OG gezielt eingesetzt. Lautsprecherdurchsagen beruhigen in zwischen die Hausbewohne und fordern sie auf, in den Wohnungen zu verbleiben und die Fenster wegen der Rauchentwicklung zu schließen. Parallel hierzu kontrolliert die Freiwiilige Feuerwehr Praunheim unter umluftunabhängigem Atemschutz das Treppenhaus und die darüberliegenden Wohnungen. Ein Rollstuhlfahrer muß während der Brandbekämpfungsmaßnahmen im 6. OG betreut werden. Vier Menschen werden mit Fluchthauben aus dem 4. OG über das Treppenhaus gerettet, drei andere erleiden eine Rauchvergiftung. Eine weitere Person wird unverletzt über die LB 7 ebenfalls aus dem 4. OG gerettet. Rückmeldungen der vorgegangenen Einsatzkräfte ergeben, daß sich keine Menschen meh im Brandgeschoß befinden. Um 09:37 Uhr schließlich meldet der Einsatzleiter "Feuer aus". Der Brandverletzte war zwischenzeitlich vom Rettungshubschrauber "Chistoph 2" übernommen und zu einer Spezialklinik nach Köln gebracht worden. Die Überlebenschancen waren gering: 50 bis 60 % der Körperoberfläche waren verbrannt. Eine flüchtig vorgenommene Identifizierung des Verletzten durch Hausbewohner ergab keine Hinweise; niemandem war er bekannt. Polizei und Feuerwehr vermuteten in ihm einen der Wohnungsinhaber. Eine Zuschauerin erlitt beim Anblick des Verletzten einen Schock. Gegen 10:00 Uhr traf die Kriminalpolizei an der Einsatzstelle ein und begann mit ihren Ermittlungen. Montag, der 05.06.1989 Der Brandverletzte erliegt in Köln seinen schweren Verletzungen. Er konnte bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht identifiziett werden. Brandermittlung Noch während der Brandbekämpfung wurde ein Kanister mit Nitroverdünnung gefunden, der Vedachtsmomente auf vorsätzliche Brandstiftung aufkommen ließ. Eine Gasexplosion konnte von Beginn an ausgeschlossen werden, da kein Gasanschluß im Gebäude vorhanden war. Im Laufe des Samstagnachmittags meldete sich der Inhaber der Wobnung, in der die Explosion ihren Anfang nahm, telefonisch bei der Polizei. Nach seinen Angaben verbrachte er einen Wochenendurlaub in der Nähe von Hannover. Zu der verletzten Person konnte er angeblich keine Hinweise geben. Bei der Überprüfung der Angaben stieß die Polizei auf eine erhebliche Menge Wertgegenstände im Fahrzeug des Wohnungsinhabers, die bei einem Kurzurlaub mit Sicherheit nicht gebraucht werden. Auch bei der Durchsuchung der Wohnung des zwischenzeitlich identifizierten Toten fand die Polizei Wertsachen aus der Brandwohnung. Der Verdächtige gestand, seinen Bekannten zum Legen des Brandes und zum Versicherungsbetrug angestiftet zu haben. Eingesetzt waren: 3 HLF, 2 TROWA, GMW, GSW, AWW, 1 ELW, 1 NAW, 2 RTW, 1 RTH, 15 PA, 4 Fluchthauben Freiwillige Feuerwehr Praunheim Brand eines Wohnhauses, Eisenacher Weg 17 Montag, dem 12.06.1989 Am Montag, den 12.06.1989 wurde um 08:21 Uhr die Berufsfeuerwehr Frankfurt über Noruf 112 in den Ortsteil Zeilsheim alarmiert. "Eisenacher Weg 17, brennt Schrank", lautete die Meldung. Vom Einsatzsachbearbeiter der Einsatzleitstelle wurde unmittelbar der zuständige Löschzug 5 alarmiert. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle brannte aber bereits eine Seite des zweigeschossigen Doppelhauses in voller Ausdehnung. Noch während der Vornahme des ersten Rohres durch den mit umluftunabhängigem Atemschutz ausgerüsteten Angriffstrupp meldet eine völlig aufgelöste Bewohnerin beim Zugführer, daß ihre Tochter noch im Gebäude sei. Sofort wird 2. Alarm ausgelöst. Der ohnehin schwach besetzte Löschzug ist für diese Lage personell überfordert. Ohne zu zögern, packen vier Passanten, darunter ein Inspektor-Anwärter der Hoechst-Werkfeuerwehr, mit an. In einem umfassenden Angriff werden insgesamt drei C-Rohre und zwei HD-Rohre eingesetzt. Da zwischenzeitlich der Treppenraum nicht mehr passierbar war, mußten vier Rohre im Außenangriff über Drehleitern und trabare Leitern vorgenommen werden. Die im Innenangriff durchgefübrte Suche nach dem vermißten Kind verläuft negativ. Nachdem sämtliche Räume abgesucht und der Brand bereits unter Kontrolle ist, wird das Kind bei einer Nachbarin unverletzt aufgefunden. Als Brandursache wird angenommen, daß die ältere 12 Jahre alte Tochter der Familie mit einer brennenden Kerze im Wohnzimmer hantiert hatte und dadurch den Brand verursachte. Nach zunächst eigenen und später durch herbeigerufene Nachbarn aber ebenso vergeblichen Löschversucben sowie wegen fehlender bzw. offenstehender Türen konnte sich der Brand rasch ausdehnen und über das mit Holz verkleidete Treppenhaus auf andere Geschosse übergreifen. Der Brandschaden war jedoch erheblich und wird auf insgesamt 500.000 Mark geschätzt. Eingesetzt waren: 2 HLF, 2 LB, 1 TROWA, GMW, GSW, AWW, 1 NAW, 1 RTW, 1 ELW, 15 PA Brand in der Feuerwache 5, Dürkheimer Straße 1 - 5 Sonntag, dem 16.07.1989 Die Besatzung eines Rettungswagens beobachtete im Vorbeifahren einen ca. 35-40jährigen Mann, der aus einem Erdgeschoßfenster der Feuerwache 5 sprang. Sie alarmierte über Funk die Einsatzleitstelle und und verständigte gleichzeitig die Feuerwache 5. Wie sich später herausstellte, war der Täter auch auf diesem Weg in das Wachgebäude eingedrungen. Der Flur des Wachgebäudes war stark verqualmt, als die Wachbesatzung unsanft über Lautsprecher alarmiert wurde. Im Wachbüro und im Zugfürerbüro brannten die Möbel und die Aktenunterlagen der Feuerwache. Mit einem HD-Rohr, von einem Trupp unter schwerem Atemschutz vorgenommen, wurde der Brand gelöscht. Gleichzeitig wurde eine Überprüfung des gesamten Wachgebäudes eingeleitet. Hierbei wurden im Keller und im Materiallager weitere Brandnester entdeckt. Auch hier mußte ein HD-Rohr mit einem unter schwerem Atemschutz vorgehenden Trupp eingesetzt werden. Der Brandschaden beträgt nach Schätzungen ca. 20.0O00 DM. Eingesetzt waren: 1 Löschzug, 1 ELW, 1 AWW 2 HD-Rohre, 4 PA Ölunfall, Altarm Nidda bei Praunheim Samstag, dem 02.09.1989 Bei unbeaufsichtigten Umfüllarbeiten aus einem Erdtank in einen oberirdisch provisorisch aufgestellten Behelfstank flossen ca. 1.000 Liter Heizöl über die Kanalisation in den Niddaaltarm bei Praunheim. Auf einer Länge von ca. 200 Meter und einer Breite von ca. 10 Meter stand zentimeterdick das Heizöl auf dem Wasser des Altarms. Mit Hilfe von mehreren Schlauchbooten wurden vier Ölsperren gesetzt und die weitere Verbreitung des Öles, insbesondere den Abfluß in die Nidda verhindert. In mühevoller tagelanger Arbeit wurde immer wieder Ölbindemittel aufgebracht und abgeschöpft. Insgesamt war die Berufsfeuerwehr drei Tage im Einsatz. Am Wochenende wurde sie unterstützt durch die Freiwillige Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Eingesetzt waren: BW, TW, 2 HLF, 2 ELW, 1 RW-Öl, 1 KF, WL-Mulde, WL-Ölsperre, WL-Combi, 1 GTLF, 2 GW Freiwillige Feuerwehr Praunheim Freiwillige Feuerwehr Rödelheim Technisches Hilfswerk OV-Frankfurt Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft 4 Ölsperren 6 Schlauchboote 50 Schadstoffässer ca. 1.000 kg Ölbindemittel Brand in einer Sanitärgroßhandel, Eiserne Hand 44 Montag, dem 04.09.1989 Beim Brandobjekt handelte es sich um ein zweigeschossiges Holzfachwerkgebäude, in dem auf vier Seiten eingeschossige, zum Teil seitlich offenen Holzschuppen angebaut waren. Der als Lager einer Sanitärfirma dienende Gesamtkomplex, Größe ca. 35 x 15 Meter, liegt inmitten eines Wohngebiets. Bei Ankunft der ersten Löscheinheiten, in den engen Straßen mußte, um die Einsatzstelle zu erreichen, ein PKW zur Seite gehoben werden, brannte der gesamte Gebäudekomplex bereits in voller Ausdehnung. Ein Übergreifen des Brandes auf Nachbargebäude stand unmittelbar bevor. Das Übergreifen des Brandes wurde durch die Vornahme von einem S-Rohr, einem HD-Rohr und vier C-Rohren wirksam verhindert. Es wurde 3. Alarm ausgelöst. Von den nachfolgenden Einheiten wurde nun ein umfassender Löschangriff eingeleitet. Insgesamt wurden hierzu ein B-Rohr, ein S-Rohr und 14 C-Rohre eingesetzt. Alle Rohre wurden unter schwerem Atemschutz vorgenommen. Die Wasserversorgung wurde in der Rappstrsaße durch das GTLF 6 der Feuerwache 7 und durch das GTLF 10/6 sowie durch das GTLF 6/2 ergänzt. Wegen der sehr starken Rauchentwicklung mußten die Maschinisten zum Teil mit Atemschutz ausgerüstet werden. Der Atemschutzzug führte laufend Messungen der Brandgase durch und versorgte bzw. ergänzte die Atemschutzgeräte für die Einsatzkräfte. Nachdem die angebauten Holzschuppen abgelöscht waren und keine Gefahr der Brandausweitung mehr bestand, wurden die eingelagerten Kunststoffe und Lösungsmittel mit einem umfassenden Schaumangriff abgelöscht. Hierzu wurden zwei S 4-Schaumrohre, ein S 2- und ein M 2-Schaumrohr eingesetzt. Nach zwei Stunden intensivster Brandbekämpfung konnte "Feuer aus" gegeben werden. Während der Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten wurden mehrere Behälter mit Kalkentferner auf Ameisensäurebasis und mehrere Behälter mit Salzsäure gefunden. Die Säure und der Kalkentferner wurden unter Vollschutz in Behälter der Feuerwehr umgefüllt. Die 30 %ige Salzsäure verblieb beim Eigentümer. Die Ausbreitung der Rauchwolke wurde von einem Hubschrauber der Polizei aus beobachtet. Warnungen an die Bevölkerung wegen der hohen Konzentration von gesundheitsschädlichen Brandgasen wurden durch den Hessischen Rundfunk sowie Lautsprecherfahrzeuge der Polizei durchgegeben. An der Einsatzstelle standen ein NAW und fünf RTW in Bereitschaft. Während des Einsatzes wurden zwei Anwohner und ein Polizeibeamter mit Verdacht auf Rauchvergiftung in Krankenhäuser gebracht. Ein Feuerwehrbeamter mußte, nachdem er bereits zu Hause war, ebenfalls mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Aufgrund der schlechten Wasserversorgung in der Anfangsphase wurden drei Wasserwerfer der Polizei mit je 9.000 Liter Wasser alarmiert. Die Fahrzeuge standen an der Einsatzstelle in Bereitschaft. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die späten Nachtstunden hin. Eingesetzt waren: 4 HLF, 2 LB, 1 TROWA, 3 GTLF, GMW, GSW, AWW, 1 WL-Küche, 1 BETA, 1 LMA, 2 ELW, 1 NAW, 1 RTW Freiwillige Feuerwehr Hausen, Enkheim und Niederrad 68 PA, 6 Filtergeräte Gasexplosion, Große Seestraße 2 Mittwoch, dem 06.09.l989 Auströmendes Gas und eine bisher unklare Zündung führten zu einer Explosion im 3. Obergeschoß eines Wohnhauses, bei der zwei junge Frauen in angrenzenden Wohnungen trotz einstürzender Zwischenwände wie durch ein Wunder mit dem Schrecken davonkamen. Durch den Explosiosdruck wurde in der Auslösewohnung die gesamte Außenwand heraussgeschleudert und mehrere Zwischenwände stürzten ein. Die Dachkonstruktion wurde durch die Druckwelle angehoben und aus der Normallage gebracht. Die Dacheindeckung wurde beschädigt. Im 2. Obergeschoß wurden die Türen beschädigt und alle Fensterscheiben zerstört. Als Folge der Explosion kam es zu mehreren Kleinbränden. Mit einem kombinierten Rettungs- und Löschangriff wurden die zwei Frauen, die im 3. Obergeschoß eingeschlossen waren, unverletzt gerettet und mit einem HD-Rohr und einem C-Rohr die Folgebrände gelöscht. Die Gaszufuhr zur Liegenschaft wurde abgespert. Die in den Untergeschossen befindlichen Personen wurden über den Treppenraum ins Freie gebracht. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden umfangreiche Sicherungsarbeiten durchgeführt. Das Dach wurde auf eine Fläche von ca. 25 m2 mit Abdeckplane gesichert. Das Dachgeschoß wurde mittels Stützen abgefangen und die fehlende Außenwand mit Spanplatten gesichert. Abschließend wurde mit Hilfe der Leiterbühne die Außenwand auf lose Teile überprüft. Zur weiteren Ursachenermittlung wurde die Einsatzstelle der Kriminalpolizei übergeben. Weiterhin anwesend waren die Gaswerke und die Bauaufsichtsbehörde. Für die obdachlos gewordenen Personen wurde durch das Sozialamt Ersatzwohnraum bereitgestellt. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen ca. 1 Million DM Einqesetzt waren: 2 HLF, 1 TROWA, 2 LB, GMW, AWW, 2 ELW, 1 RW-S, 1 WL-Rüst, 1 WL-Mulde, 1 NAW, 3 RTW 8 PA, 1 Gasspürgerät Dachstuhlbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus, Sandweg 1 Mittwoch, dem 06.09.1989 Bei Abdichtarbeiten an einem Kupferdach mittels Lötbrenner entzündeten sich Dachpappe, Isoliermaterial und Teile des Sperrholzeinschubes. Der Brand hatte sich bis zum Eintreffen der ersten Löscheinheiten, begünstigt durch die Hohlräume der Hinterlüftung, auf die gesamte Fläche des oberen Flachdaches (ca. 45 Meter x 20 Meter) ausgebreitet. Um an den Brandherd heranzukommen, wurde zum einen die Unterdecke des obersten Geschosses geöffnet und zum anderen die Kupferbahnen der Dachhaut aufgenommen. Hierbei wurden im Innenangriff insgesamt vier C-Rohre unter schwerem Atemschutz und im Außenangriff zunächst je ein Monitor bzw. C-Rohr über Leiterbühne eingesetzt. Bei der Vornahme weiterer Rohre auf das Dach stürzte der Oberlöschmeister Hans Weinrich der Freiwilligen Feuerwehr Bergen vom Überdach in den Innenhof ab. Hierbei zog er sich schwerste Verletzungen zu, denen er kurze Zeit später im Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus erlag. Die C-Rohre im Innenangriff wurden teilweise zurückgenommen. Nach Öffnen der Dachhaut waren noch fünf C-Rohre im Einsatz, die alle wegen der starken Rauchentwicklung unter schwerem Atemschutz eingesetzt waren. Bei den Nachlöscharbeiten, die sich bis in die Nachtstunden hinzogen, verletzten sich zwei Feuerwehrmänner leicht. Der Versuch, den Brand durch Ausfüllen der Dachhohlräume mit Schwerschaum zu löschen, stellte sich als unzweckmäßig heraus und wurde nach kurze Zeit abgebrochen. Die freigelegten Dachkonstruktionen wurden mit Planen gegen Witterungseinflüsse gesichert. Zur Ausleuchtung der Einsatzstelle wurden Einheiten des Technischen Hilfswerks eingesetzt. Der Brandschaden beträgt nach ersten Schätzungen ca. 2 Millionen DM. Eingesetzt waren: 3 HLF, 2 LB, 2 ELW, GSW, AWW, 2 GTLF, 1 WL-Schaum, 2 RW-1, 3 GW, 1 TROWA, 1 NAW, 3 RTW Freiwillige Feuerwehren Bergen, Enkheim, Seckbach 95 PA, 6 C-Rohre, 1 HD-Rohr Gefahrguteinsatz, Bundesbahn-Betriebswerk 2 Donnerstag, dem 28.09.1989 Auf dem Betriebsgelände des BW 2 kam es am 30.08.1989 und am 28.09.1989 zu Gefahrguteinsätzen, an denen jeweils der gleiche Kesselwagen beteiligt war. Am 30.08.1989 kam es an dem mit ca. 43.000 kg Ammoniumsulfid gefüllten Kesselwagen zu Undichtigkeiten an zwei Kugelventilen. Durch die Geruchsbelästigung, Reizung der Augen und oberen Atemwege wurden Bundesbahnbedienstete auf den Schaden aufmerksam und alarmierten die Berufsfeuerwehr. Die Einsatzstelle wurde großräumig abgesperrt. Zwei Trupps, ausgerüstet mit Vollschutzanzügen, dichteten die Kugelventile ab und nahmen gleichzeitig Messungen mit dem Ex-Warngerät und Gasspürgerät vor. Nachdem feststand, daß die Kugelventile dicht sind, wurde der Kesselwagen in einer Sonderfahrt zum ursprünglichen Empfänger gebracht. Zwischenzeitlich wurden insgesamt 18 Bundesbahnbedienstete, die über Unwohlsein klagten, vom Arzt des NAW 6 untersucht. Am 28.09.1989 stand der gleiche Kesselwagen, wiederum mit ca. 43.000 kg Ammoniumsulfid beladen, erneut mit undichten Kugelventilen im Bereich des BW 2. In östlicher Richtung vom Einsatzort klagten Bedienstete über starke Schleimhautreizungen. Messungen mit dem Ex-Warngerät und dem Gasspürgerät ergaben Meßwerte, die im Explosionsbereich lagen bzw. gesundheitsgefährdend waren. Die Einsatzstelle wurde großräumig abgesperrt. Ein Trupp, ausgerüsret mit Vollschutzanzügen, erkundete die undichten Stellen und dichtete diese ab. Hierbei wurde zur Unterstützung ein zweiter, ebenfalls mit Vollschutzanzügen ausgerüsteter Trupp eingesetzt. Wegen der besonderen Umstände wurde die Zentrale Umweltschutz-Gruppe der Polizei eingeschaltet. Diese stellte auch den im Zettelkasten des Kesselwagens befestigten Prüfbericht sicher, nachdem der Kesselwagen zwischen dem 30.08. und dem 28.09.1989 repariert und überprüft worden war. Eingesetzt waren am 30.08.1989: 2 HLF, 1 TROWA, 1 ELW, GMW, GSW, AWW, 1 WL-Gefahrgut, 1 NAW, 1 RTW 6 Vollschutzanzüge, 8 PA Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus, Hanauer Landstraße 46 Donnerstag, dem 05.10.1989 Vermutlich durch vorsätzliche Brandstiftung kam es im 2. Tiefkeller des Wohn- und Geschäftshauses zu einem ausgedehnten Kellerbrand. In den Kellerräumen, die nochmals durch Lattenverschläge aufgeteilt waren, wurden Altakten und Büromöbel gelagert. Die Brandbekämpfung wurde von zwei unter schwerem Atemschutz vorgehenden Trupps mit einem HD-Rohr und einem C-Rohr eingeleitet. Parallel zur Brandbekämpfung wurden beide Treppenräume von Trupps ebenfalls unter schwerem Atemschutz begangen. Durch das Öffnen der Treppenraumfenster und eines Dachausstiegs konnte wirksame Belüftung erzielt werden. Die Hausbewohner wurden angewiesen, in den Wohnungen zu verbleiben und die Türen geschlossen zu halten. Zwei Personen, die sich vermutlicb vor Eintreffen der Berufsfeuerwehr auf das Dach geflüchtet hatten, wurden über eine Leiterbühne gerettet. Weitere Pesonen, die nicht in ihren Wohnungen bleiben wollten, wurden über den Treppenraum in Sicherheit gebracht. Zur Verbesserung der Belüftung der Treppenräume wurden zusätzlich zwei Großraumentlüfter eingesetzt. Alle in Sicherheit gebrachten Personen wurden dem anwesenden NAW-Arzt vorgstellt. Zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr war die Freiwillige Feuerwehr Enkheim eingesetzt, die auch die anschließenden Aufräumungsarbeeiten übernahm. Der Brandschaden beträgt nach ersten Schätzungen ca. 100.000 DM. Eingesetzt waren: 2 HLF, 2 TROWA, 1 LB, GMW, GSW, AWW, 1 ELW Freiwillige Feuerwehr Enkheim 1 HD-Rohr, 1 C-Rohr, 37 PA, 1 Gasspürgerät Brand in einem Autohaus, Mainzer Landstraße 330 Mittoch, dem 0l.11.1989 Im Hauptbetrieb eines Autohauses ist am frühen Mittwochmorgen ein Brand ausgebrochen, der nach Angaben der Firma einen Schaden von mehr als einer Millionen Mark angerichtet hatte. Der Haussmeister bemerkte im Ersatzteillager und den angrenzenden Büros Feuerschein und alarmierte die Feuerwehr. Bei Ankunft der ersten Löscheinheiten brannte ein großer Teil des Ersatzteillagers. Mit zunächst einem C-Rohr im Außenangriff wurde die Brandbekämpfung eingeleitet. Gleichzeitig wurden weitere C-Rohre unter schwerem Atemschutz im Innenangriff vorbereitet und vorgenommen. So wurde wirksam eine weitere Brandausbreitung verhindert. Ein weiteres C-Rohr wurde über die Leiterbühne eingesetzt. Nach ca. 10 Minuten intensiver Brandbekämpfung konnte "Feuer aus" gegeben werden. Im Zuge der Nachlöscharbeiten mußten mehrere Brandnester, insbesondere in der Zwischendecke abgelöscht werden. Wegen der unklaren Brandursache wurde die Kriminalpolizei verständigt. Zwecks Spurensicherung wurden keine weiteren Aufräumungsarbeiten durchgeführt. Der Brand vernichtete einen Großteil des Ersatzteillagers, Verwüstet wurden auch Büroräume samt der EDV-Zerminals. Eingesetzt waren: 3 HLF, 2 LB, 1 TROWA, 1 GTLF, 1 ELW, GMW, GSW, AWW, WL-Rüst, 1 GW 15 PA, 4 C-Rohre, 1 HD-Rohr Brand in einem Industriebetrieb, Wittelsbacherallee 29 Freitag, dem 29.12.1989 Günstige Windverhältnisse verhinderten, daß die Bewohner Bornheims und des Nordends in eine Giftgaswolke gerieten, die unter Umständen Gesundheitsschäden hervorgerufen hätte. In einer Fabrikationshalle war es in einem elektrisch beheizbaren Wärmeofen durch ein defektes Thermostat zu einer Überhitzung und Zündung von Epoxidharz gekommen. Es befanden sich ca. 100 kg des Produktes in dem Wärmeofen. Der erste Angriffstrupp unter schwerem Atemschutz leitete mit einem C-Rohr die Brandbekämpfung ein. Da die Sicht und damit auch die Orientirung durch die starke Rauchentwicklung extrem stark beeinträchtigt war, wurde gleichzeitig ein weiterer Trupp unter schwerem Atemschutz damit beauftragt, den Angriffstrupp zu unterstützen und abzusichern. Beim Öffnen des Wärmeofens kam es zu einer gefährlichen Stichflammenbildung, die jedoch ohne weitere Folgen blieb. Der Brand wurde mit dem C-Rohr im Sprühstrahl gelöscht. Da die Lage innerhalb der Fabrikationshalle weiterhin unüberschaubar blieb, wurde aus Sichercheitsgründen ein zweites C-Rohr durch einen Seiteneingang vorgenommen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden auf Veranlassung der Feuerwehr die Bewohner im Bereich der Einsatzstelle über Rundfunkdurchsagen des HR 3 und durch Lautsprecherdurchsagen der Polizei angewiesen, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden ständig Messungen des Atemschutzzuges durchgeführt. Wegen des anfänglich hohen Epichlorhydringehaltes in den Rauchgasen wurden die Nachlösch- und Aufräumungsabeiten unter Vollschutz durchgeführt. Das kontaminierte Wasser wurde mit I-Sauger aufgenommen und zur Entsorgung abtransportiert. Der Brandschaden wird auf insgesamt 10.000 DM geschätzt. Am gleichen Abend und am Tage danach klagten Einsatzkräfte über Unwohlsein, Brechreiz und Hautjucken. Einer nicht erfaßten Anzahl von Anwohnern der Einsatzstelle, die ebenfalls über gesundheitliche Beeinträchtigungen klagten, wurde empfohlen, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Die Einsatzkräfte wurden dem Betriebsäztlichen Dienst 4 gemeldet. Eingesetzt waren: 2 HLF, 2 LB, 1 RW-Öl, GMW, GSW, AWW, ELW, WL-Schaum, WL-Mulde, 1 NAW, 1 RTW 2 Gasspürgeräte, 15 Weithalsfässer, 3 Säureschutzanzüge, 2 Industriesauger 14 PA, 2 C-Rohre Brand in einem Geschäftshaus, Neue Mainzer Straße 57 Mittwoch, dem 20.12.1989 Vermutlich durch eine bei Feierabend nicht gelöschte Kerze eines Adventgesteckes kam es in den im 5. Obergeschoß gelegenen Büroräumen der Deutschen Warentreuhand zu einem Brand. Bis zum Eintreffen der Berufsfeuerwehr hatte sich der Brand über die gesamte Etage ausgebreitet. Zunächst wurde ein HD-Rohr von einem mit Preßluftatmer ausgerüsteten Trupp vorgenommen. Zusätzlich wurde, nachdem die Steigleitung in Betrieb genommen war, ein weiteres C-Rohr vorgenommen und der Brand gelöscht. Zur Kontrolle und Überprüfung der Geschosse wurden weitere Trupps, unter anderm auch unter Atemschutz, eingesetzt. Erheblicher Schaden entstand auch in den Räumen des 6. Obergeschosses durch den Brandrauch. Die verrauchten Büroräume wurden belüftet. Der Brandschaden wird auf insgesamt 500.000 DM geschätzt. Eingesetzt waren: 2 HLF, 2 LB, 1 TROWA, GMW, GSW, AWW, 1 ELW 6 PA, 1 Gasspürgerät, 1 HD-Rohr, 1 C-Rhor Brand in einem Geschäftshaus, Neue Mainzer Straße 1 Mittwoch, dem 20.12.1989 Nach Angaben der ermittelnden Kriminalpolizei wurde der Brand infolge eines Brandanschlages herbeigeführt. Bei dem Brandobjekt handelt es sich um ein Geschäftshochhaus, in dessen Erdgeschoß und Zwischengeschoß das Staatliche Rumänische Reisebüro seine Geschäftsräume unterhält. Bei Eintreffen der Berufsfeuerwehr brannten die Räume im Erd- und Zwischengeschoß in voller Ausdehnung. Auf der Nordseite des Gebäudes bestand die Gefahr eines Flammenüberschlags in das 2. Obergeschoß. Von dem zuerst eintreffenden Löschzug wurde zunächst drei C-Rohre im Außenangriff vorgenommen. Der nachrückende Löschzug nahm weitere C-Rohre, ein B-Rohr und zwei HD-Rohre vor. Mit Hilfe eines über die LB vorgenommenen C-Rohres konnte wirksam ein Flammenüberschlag verhindert werden. Ein weiteres C-Rohr wurde über den Treppenraum in das 1. Obergeschoß vorgenommen. Alle vorgehenden Trupps waren mit Preßluftatmer ausgerüstet. Nach ca. einer Stunde intensiver Brandbekämpfung konnte "Feuer aus" gegeben werden. Nach den Brandbekämpfungsmaßnahmen wurde die gesamte Liegenschaft provisorisch gesichert. Der Brandschaden wird auf insgesamt 5 Millionen DM geschätzt. Eingesetzt waren: 2 HLF, 2 TROWA, 2 LB, 2 ELW, 1 GTLF, GMW, GSW, AWW, 2 RTW, 1 WL-Rüst 15 PA, 8 C-Rohre, 2 HD-Rohre, 1 B-Rohr Brand in einem Fachwerkhaus, Kleine Rittergasse 17 Montag, dem 25.12.1989 Die noch brennenden Kerze eines Adventkranzes waren Ausgangspunk eines Brandes in Alt-Sachsenhausen. Der Brand weitete sich von der Wohnung des 1. Obergeschosses über den Treppenraum zum 2. Obergeschoß und zum Dachgeschoß aus. Unter Einsatz von zwei C-Rohren und einem HD-Rohr wurde der Brand umfassend bekämpft und eine weitere Brandausdehnung auf Nachbargebäude des dicht bebauten Altstadtviertels verhindert. Die eingesetzten Trupps waren mit Preßluftatmer ausgerüstet. Die Bewohner des Gebäudes konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Da das Gebäude unbewohnbar wurde, wurden die Bewohner durch das Sozialamt in einer Notunterkunft untergebracht. Anschließend an die Brandbekämpfungsmaßnahmen wurden die zerstörten Fenster und Türen provisorisch gesichert. Der Brandschaden wird auf ca. 200.000 DM geschätzt. Eingesetzt waren: 2 HLF, 2 TROWA, 2 LB, GMW, GSW, AWW, 1 ELW, 1 RTW 1 LF der Freiwillige Feuerwehr Sachsenhausen Salzsäure ausgeflossen, Hainer Weg 85 Mittwoch, dem 27.12.1989 Infolge eines defekten Ventils an einem Säurelagertank flossen ca. 1.500 Liter 32%ige Salzsäure aus und sammelten sich in einer gekachelten Auffangwanne. Von einem mit Säureschutzanzügen ausgerüsteten Trupp wurde versucht, das defekte Ventil abzudichten. Gleichzeitig wurden Vorbereitungen getroffen, die ausgeflossene Salzsäure umzupumpen. Nachdem das Ventil abgedichtet war, wurde mit Hilfe der Säurepumpe und entsprechendem Schlauchmaterial vom WLA-Gefahrgut die ausgeflossene Salzsäure in den Tank zurückgepumpt. Anschließend wurden die mit Salzsäuredämpfe beaufschlagten Räume mit Sprühstrahl abgespritzt. Das hierbei anfallende Salzsäure-Wassergemisch wurde aufgefangen und von der Fa. Henninger in der betriebseigenen Neutralisationsanlage neutralisiert. Nach Überprüfung der Räume mit Hilfe des Gasspürgerätes wurden die Räume frei gegeben. Eingesetzt waren: 1 HLF, 1 TROWA, 1 RW-Öl, GMW, GSW, AWW, 1 WL-Gefahrgut 1 ELW 3 Säureschutzanzüge, 6 PA, 1 Auffangbehälter, 1 HD-Rohr, 2 Gasspurgeräte PKW im Main, Alte Brücke Sonntag, dem 31.12.1989 Am 31.12.1989 um 02:00 Uhr wurde der Wasserrettungszug der Berufsfeuerwehr Frankfurt mir dem Alarmstichwort "Person von Brücke gesprungen" und nach erneuter Meldung "PKW mit Personen im Main" zur Alten Brücke alarmiert. Die Außentemperatur betrug + 5 Grad C, der Main hatte hohen Wasserstand mit ca. 3, 5 bis 4,0 m/sec. Strömungsgeschwindigkeit. Es war zunächst nicht klar, wieviele PKW und wieviele Menschen in den Main gestürzt waren. Beim Eintreffen des Wasserrettungszuges, der an der Frankfurter Seite unterhalb der Alten Brücke angefahren war, bot sich folgendes Bild: Ein PKW hatte das Brückengeländer der Alten Brücke durchbrochen, war auf auf den vorgebauten Brückenpfeiler aufgeschlagen, in den Main gestürzt und untergegangen. Deutliche Aufschlagspuren auf dem Brückenpfeiler sowie die starke Strömung ließen vermuten, daß der PK# unter den Brückenbogen und zu Tal getrieben worden war. Mit dem Rettungsschnellboot wurden zwei Leichttaucher zur Einsatzstelle unter den Brückenbogen gebracht und dort eingesetzt. Ein weiterer Taucher arbeitete sich vom Ufer der Maininsel in Höhe der vermuteten Aufschlagstelle vor. Die Einsatzstelle wurde von der Brücke aus mit der Flutlichtanlage einer Leiterbühne ausgeleuchtet. Außerdem wurden die Tauchergruppen der Berufsfeuerwehr Offenbach und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft alarmiert. Erst um 03:45 Uhr, also nach etwa 90 Minuten konnte ca. 30 Meter unterhalb des Brückenbogens ein Mann tod von einem Taucher der Berufsfeuerwehr Frankfurt geborgen werden. Die Boote der DLRG suchten mit Stangen den gesunkenen PKW, das Boot der Wasserschutzpolizei setzte sein Echolot ein. Nach fast vier Stunden waren die Taucher am Ende ihrer Kraft, der Einsatz mußte unterbrochen werden. Die Chance, eventuell weitere Insassen noch lebend zu bergen, war zu diesem ZeiLpunkt ohnehin nicht meht gegeben. Gegen 08:30 Uhr wurde die Suche nach dem PKW mit neuen Kräften wieder aufgenommen. Um 09:56 Uhr wurde der PKW auf dem Dach liegend vor dem Brückenpfeiler in ca. 3,5 Meter Tiefe von einem Taucher gefunden, nachdem von dem ebenfalls eingesetzten Polizeihubschrauber Ölspuren vor dem Brückenpfeiler gesichtet worden waren. Bei der Bergung des PKW's wurde festgestellt, daß sich noch eine Person eingeklemmt im Fahrzeug befand. Die Leiche konnte erst nachdem der PKW an Land abgesetzt worden war aus dem völlig zerstörten Fahzzeug geborgen werden. Während dieses Tauchgangs waren sechs Tauchtrupps tatig. Dieser Einsatz stellte extrem hohe Anforderungen an die Taucher. Besonders die starke Strömung, die niedrige Wassertemperatur und die außerordentlich schlechten Sichtverhältnisse verlangten höchste Sorgfalt und besondere körperliche Leistungen. Eingesetzt waren: 2 HLF, 1 ELW, 1 LB, 1 KW 1 Taucherzug BF Frankfurt (BW, TW) 1 Taucherzug BF Offenbach 2 Rettungsboote BF Frankfurt 2 Rettungsboote DLRG 1 Rettungswagen 13 Taucher (in mehreren Tauchgängen) |
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| < zum Jahr 1990 | zum Jahr 1988 > | |||||||