Brand in einem Hotel, Wiesenhüttenstraße 42

Sonntag, dem 24.01.1988

Aus bisher ungeklärter Ursache kam es in dem im 10. Obergeschoß gelegenen Restaurant des Savoy-Hotels zu einem Brand. Aufgrund der Meldungen wurden zunächst die Löschzüge 3 und 6, der Atemschutzzug und der Technische Einsatzleiter alarmiert. Während der Erkundung wurde die Alarmstufe erhöht auf 3. Alarm und der Löschzug 4 sowie ein Großtanklöschfahrzeug nachalarmiert. Der Brand, der sich über das gesamte 10. Obergeschoß ausgedehnt hatte, wurde mit einem C-Rohr über die DLK, einem C-Rohr vom Wandhydranten aus und einem HD-Rohr im Innenangriff bekämpft. Die eingesetzten Trupps waren mit Preßluftatmer ausgerüstet. Gleichzeitig mit der Brandbekämpfung wude eine Überprüfung der stark verqualmten Geschosse unter der Einsatzstelle durchgeführt. Hierbei wurden insgesamt 20 Personen vorübergehend evakuiert. Weitere 2 Personen wurden aus einem zwischen dem 3. und 4. Obergeschoß stehengebliebenen Aufzug befreit.

Der Brandschaden wurde auf mindestens 500.000 DM geschätzt.

Eingesetzt waren:

4 HLF, 3 LB, 1 TROWA, 1 GTLF 6, 1 ELW, GMW, GSW, AWW, GW, Mehrere RTW

7 PA, 2 C-Rohre, 1 HD-Rohr, 1 Gasspürgerät

Droht Person zu springen, Koblenzer Straße 41

Donnerstag, dem 04.02.1988

Eine Stunde lang versuchten Feuerwehr und Polizei, einen Lebensmüden vom Sprung aus dem vierten Stock eines Wohnhauses abzuhalten. Der Mann, der auf dem Fenstersims saß, verlangte mal Brötchen und Kaffee, dann forderte er einen Diplomatenausweis und schließlich wollte er einen Psychiater oder seine Eltern sprechen. Außerdem verbot er alle Aktivitäten der Feuerwehr, so zum Beispiel die Vornahme des Sprungretters. Die Polizei, die die Gespräche mit dem jungen Hann führte, erfüllte ihm die geäußerten Wünsche bzw. sicherte die Erfüllung zu. Als sie nach den Angaben des jungen Mannes die Telefonnummer der Eltern notieren wollte, die Nummer aber nicht richtig verstand, zeigte sich der Hann plötzlich sehr eregt. Ohne Vorwarnung sprang er in die Tiefe. Schwer verletzt wurde er mit einem Notarztwagen in die Universitätsklinik transportiert, wo er noch am späten Abend operiert wurde.

Eingesetzt waren:

2 HLF, 2 TROWA, 2 LB, 1 ELW, 1 NAW, 1 RTW

Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus, Burglehen 8

Freitag, dem 19.02.1988

Über die Direktleitung von der Polizei erhielt die Leitfunkstelle Rhein-Main gegen 18:00 Uhr die Meldung "Verdächtiger Rauch, Burglehen 8". Bei der Liegenschaft Burglehen 8 handelt es sich um ein 3geschossiges Wohn- und Geschäftshaus, das innerhalb der historischen Bebauung im Ortskern von Fechenheim liegt. Das Erdgeschoß wird von einer Computerfirma genutzt, im 1. und 2. Obergeschoß befinden sich Wohnungen. Dem zuerst eintreffenden Löschzug 1 bot sich folgende Lage: Das Erdgeschoß stand in hellen Flammen, der Rauch hatte sich in die beiden darüberliegenden Stockwerke ausgebreitet. Drei Bewohner konnten sich über von Nachbarn bereitgestellte Leitern auf einen Anbau des Nachbarhauses in Sichecheit bringen. Von Anwohnern wurden die Einsatzkräfte darauf aufmerksam gemacht, daß sich noch eine Frau mit einem Kleinkind im 1. OG befinde. Unverzüglich drangen zwei Atemschutztrupps mit einem HD-Rohr und einem C-Rohr in das Gebäude ein. Gleichzeitig begann die mittlerweile an der Einsatzstelle eingetroffene Freiwillige Feuerwehr Fechenheim mit einer tragbaren Leiter die Rettung der drei Bewohner vom Anbau des Nachbarhauses. Zwischenzeitlich kämpfte sich ein Atemschutztrupp durch das brennende Treppenhaus zum 1. OG vor. Die vermißte Frau und das Kleinkind wurden im Wohnzimmer bewußtlos aufgefunden, sofort durch das Treppenhaus ins Freie gebracht und dem eingetroffenen Notarztwagen übergeben. Nachforschungen nach weiteren Personen verliefen ergebnislos. Erst jetzt konnten sich die Einsatzkräfte ganz auf die Brandbekämpfung im Erdgeschoß konzentrieren; um 19:50 Uhr kam die Rückmeldung "Feuer aus". Die Geretteten und Verletzten wurden zwar umgehend von Rettungstransportwagen und dem Notarztwagen in verschiedene Krankenhäuser gebracht, dennoch konnte sich das 2 1/2jährige Kleinkind nicht mehr von der erlittenen Rauchvergiftung erholen. Aus der vorgefundenen Lage war zu schließen, daß die Bewohnerin des 1. OG offensichtlich in Panik die Eingangstür ihrer Wohnung offen ließ, nachdem sie das Feuer bemerkte und sich mit dem Kind in die hinteren Räume der Wohnung zurückzog. Dadurcb konnten sich der Rauch und giftige Gase ungehindert in der ganzen Wohnung ausbreiten.

Der Gesamtschaden an Gebäude und Mobiliar wurde auf ca. 300.000 DM geschätzt.

Eingesetzt waren:

2 HLF, 2 LB, 1 TROWA, GMW, GSW, 1 ELW, 5 RTW

1 NAW BF Frankfurt, 1 NAW BF Offenbach

1 C-Rohr, 1 HD-Rohr, 12 PA

FF Fechenheim

Brand in einem Wohnhaus, Elbestraße 14

Mittwoch, dem 06.04.1988

Feuer in einem Wohnhaus, Elbestraße 14, so lautete die Meldung, die um 23:26 Uhr über den Polizei-Notruf zur Einsatzleitstelle weitergegeben wurde. Nach knapp 2 Minuten kam der Löschzug 3 an der Einsatzstelle an. Von dem Zugführer wurde sofort 2. bzw. 3. Alarm ausgelöst. In einem viergeschossigen Wohnhaus mit ausgebautem Dachgeschoß brannte dem ersten Eindruck nach der gesamte Treppenraum oberhalb des 1. Obergeschosses. Durch den starken Brandrauch war den Bewohnern der Obergeschosse der Fluchtweg über die Treppe versperrt. Vier Personen konnten in letzter Sekunde über die Leiterbühne gerettet werden. Für zwei Personen, einer ca. 26jährigen Frau und einem ca. 50jährigen Mann, kam jede Hilfe zu spät. Sie wurden im 4. Obergeschoß aufgefunden. Vermutliche Todesursache: Kohlenmonoxidvergiftung. Gleichzeitig mit der Menschenrettung wurde die Brandbekämpfung eingeleitet und von den nachrückenden Einheiten mit insgesamt 3 C-Rohren durchgeführt. Wie kam es zu diesem Ereignis? Das viergeschossige Wohnhaus, in dessen Erdgeschoß sich ein Nachtlokal befindet, wird als Pension genutzt. Ein im 1. Obergeschoß ausgebrochener Zimmerbrand konnte sich, da die Glasfüllungen der Flurabschlußtüren infolge Brandeinwirkung zerstört wurden, über den Treppenraum (Holztreppe) in die darüberliegenden Obergeschosse ausdehnen und führte so zu Zerstörungen auch in diesen Wohnräumen. Die vier geretteten Personen wurden im Notarztwagen behandelt. Die Brandursachenermittlung der Kriminalpolizei gestaltete sich schwierig. Mit den Aufräumungsarbeiten konnte erst am nächsten Morgen begonnen werden. Als Brandwache blieb ein Hilfeleistungslöschfahrzeug an der Einsatzstelle.

Eingesetzt waren:

5 HLF, 3 LB, 2 ELW, 1 TROWA, 1 GTLF 6, GMW, GSW, AWW, WL-Beta, WL-Küche

14 PA, 3 C-Rohre, 1 Gasspürgerät, 1 NAW, mehrere RTW

Brand eines S-Bahnzuges, Bahnhof Rödelheim

Samstag, dem 16.04.1988

Um 00:31 Uhr wurde die Einsatzleitstelle der BF Frankfurt über Notruf 112 und die Bundesbahndirektion mit folgendem Wortlaut alarmiert: "Bahnhof Rödelheim brennt S-Bahnzug!" Beim Eintreffen der ersten Löscheinheiten brannte der mittlere Waggon bereits in voller Ausdehnung. Unter Einsatz von einem B-, 3 C- und einem Hochdruckrohr konnte der Brand auf den mittleren von den drei Waggons begrenzt werden. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr konnten 20 Personen den Zug unverletzt verlassen. Ein 20jähriger Mann aus Angola, der den Feuerschein as erster entdeckte, geriet in Panik, drückte die Tür auf und sprang aus dem fahrenden Zug. Im Bahnhof Rödelheim versuchte der Zugführer noch, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen - vergebens. Durch den Brand wurden auch Teile des Bahnhofdachs beschädigt. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben als Brandursache vorsätzliche Brandstiftung. Aufgrund von Zeugenaussagen ermittelte die Polizei zwei Schülerinnen als Täter.

Der Gesamtschaden wird von der Bundesbahn auf über zwei Millionen DM geschätzt.

Eingesetzt waren:

3 HLF, 1 TLF, 1 GTLF, RW-S, KW, GMW, GSW, AWW, 1 WL-CO2, 1 ELW

1 NAW, mehrere RRW

FF Rödelheim

Brand in einem Wohnhaus, Jaspertstraße 29

Mittwoch, dem 04.05.1988

In den frühen Morgenstunden kam es in der Erdgeschoßwohnung eines zweigeschossigen Reihenhauses zu einem Schadenfeuer, dem zwei Menschen zum Opfer fielen. Beim Eintreffen des Löschzugs der Feuerwache 2 drang aus den geschlossenen Rolläden der Erdgeschoßwohnung Rauch. Vor Ort weilende Nachbarn teilten den Feuerwehrkräften mit, daß sich in der betreffenden Wohnung eventuell noch Menschen befinden könnten. Nach dem gewaltsamen Öffnen der Wohnungstür drang ein PA-Trupp unter Verwendung eines C-Rohres zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in die Wohnung ein. Im Flur und im Badezimmer wurde je eine leblose weibliche Person vorgefunden. Beide Personen wurden ins Freie getragen und dem zwischenzeitlich eingetroffenen NAW-Arzt übergeben. Für die beiden Frauen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Der NAW-Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Ein weiterer PA-Trupp belüftete den gesamten Treppenraum und brachte eine Frau mit ihren zwei Kleinkindern aus dem 1. Obergeschoß in Sicherheit. Eine RTW-Besatzung brachte die Mutter und ihre zwei Kinder in ein nahegelegenes Krankenhaus. Ein Teil des Brandschuttes wurde ins Freie gebracht und mit einem C-Rohr abgelöscht. Aus Sicherheitsgründen mußte die Gaseinführung im Keller abgesperrt werden. Abschließend wurde die vom Brand betroffene Wohnung gegen Einbrecher provisorisch gesichert. Aufgrund der Brandzehrung im Bereich der Wohnzimmercouch ist anzunehmen, daß die ca. 60jährige Wohnungsinhaberin beim Rauchen eingeschlafen ist und durch herunterfallende Zigarettenglut die Couch in Brand gesetzt wurde. Interessant ist dabei, daß die Brandausbreitung über Tapeten und Hartschaumdeckenplatten, die brennend abtropften, wesentlich intensiviert wurde. Bedingt durch die brennenden Hartschaumdeckenplatten und die Weichschaumauflage in den Polstermöbeln kam es zu einer intensiven Rauchentwicklung, die für die beiden in der Wohnung lebenden Frauen zur tödlichen Falle wurde.

Der Gesamtschaden wurde von der Feuerwehr auf ca. 100.000 DM geschätzt.

Eingesetzt waren:

3 HLF, 2 LB, 1 TROWA, 1 ELW, GMW, GSW, AWW

1 NAW, 1 RTW

1 C-Rohr, 8 PA

Säureunfall, Ladestraße 1 - 4

Donnerstag, dem 19.05.1988

In den Vormittagsstunden kam es im Hauptgüterbahnhof bei Verladearbeiten zu einem Säureunfall, bei dem neun Bedienstete der Bundesbahn zum Teil erheblich verletzt wurden. Ein Gabelstaplerfahrer hatte beim Umladen von Behältern und Kanistern einen mit Flußsäure gefüllten Behälter so beschädigt, daß der gesamte Inhalt (ca. 35 kg) freigesetzt wurde. Die in unmittelbarer Nähe arbeitenden Bediensteten der Bundesbahn zogen sich durch Einatmen des sich an der Luft bildenden Säurenebels Verätzungen an den Atemwegen zu. Das nach einer Minute Fahrzeit eintreffende Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwache 3 sperrte die Einsatzstelle großräumig ab und leistete den mit Übelkeit und Erbrechen kämpfenden DB-Bediensteten Erste Hilfe. Unter dem Schutz von Säureschutzanzügen wurden zwei Trupps eingesetzt, um den Güterwaggon auszuräumen und die kontaminierten Gegenstände sowie den Waggonboden mit Wasser abzuspülen. Mit den Bindemitteln und Geräten des Wechselladeraufliegers "Gefahrgut" wurde die nun stark verdünnte Flußsäure gebunden und aufgenommen. Aus Sicherheitsgründen war die Stückguthalle während des gesamten Einsatzes geräumt.

Eingesetzt waren:

2 HLF, 1 TROWA, 1 ELW, GMW, GSW, AWW, 1 RW-Öl, WL-Gefahrgut, 1 NAW, 6 RTW

4 Säureschutzanzüge, 8 PA,

Einsatzrevier Ahornstraße

Die Ahornstraße, im Frankfurter Stadtteil Griesheim gelegen, war 1988 mehrfach Einsatzstelle für die Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main. Bei allen Brandeinsätzen war grob fahrlässige bzw. vorsätzliche Brandstiftung ermittelt worden.

Wohnungsbrand, Ahornstraße 05, am 11.01.1988

Beim Trocknen von Brennholz auf einem Ofen kam es zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand im 2. Obergeschoß. Infolge der starken Verqualmung mußten 2 Personen über das Treppenhaus gerettet werden. Mehrere Hunde und Katzen wurden über eine Leiterbühne gerettet. Für 3 Hunde kam jede Hilfe zu spät. Zur Brandbekämpfung wurde 1 HD-Rohr über das Treppenhaus und 1 C-Rohr über die LB vorgenommen. Die vorgehenden Trupps mußten unter umluftunabhängigem Atemschutz eingesetzt werden.

Der Sachschaden wurde auf ca. 100.000 DM geschätzt.

Eingesetzt waren:

2 Löschzüge, 1 Atemschutzzug, 1 Einsatzleitwagen sowie die Freiwillige Feuerwehr Griesheim.

Kellerbrand, Ahornstraße 124, am 04.6.1988

Zwei Stunden beschäftigte ein Kellerbrand, der vermutlich vorsätzlich gelegt wurde, die Berufsfeuerwehr. Zur Brandbekämpfung wurde 1 C-Rohr sowie 8 umluftunabhängige Atemschutzgeräte eingesetzt. Durch die Brandeinwirkung wurde die Stromeinführung des Hauses sowie eine Muffe der Gasleitung beschädigt. Die entsprechenden Fachämter waren an der Einsatzstelle. Der Brandrauch wurde mit Hilfe eines Großraumentlüfters entfernt. Aus Sicherheitsgründen wurden die Wohnungen über dem Brandraum kontrolliert.

Der Sachschaden wurde auf ca. 50.000 DM geschätzt.

Eingesetzt waren:

2 Löschzüge, 1 Atemschutzzug, 1 Einsatzleitwagen, 1 Gerätewagen Polo sowie die Freiwillige Feuerwehr Griesheim.

Kellerbrand, Ahonstraße 107, am 24.11.1988

In dem 3geschossigen Wohnhaus kam es infolge vorsätzlicher Brandstiftung zu einem Kellerbrand. Zur Brandbekämpfung wurden 1 HD-Rohr und 2 umluftunabhängige Atemschutzgeräte eingesetzt. Die Hausbewohner wurden beruhigt und konnten in ihren Wohnungen bleiben.

Der Sachschaden wurde auf ca. 50.000 DM geschätzt.

Eingesetzt waren:

1 Löschzug, 1 Atemschutzzug, 1 Einsatzleitwagen sowie die Freiwillige Feuerwehr Griesheim.

Kellerbrand, Ahornstraße 101, am 30.11.1988

In dem 4geschossigen Wohnhaus kam es nach Aussagen der Polizei infolge vorsätzlicher Brandstiftung zu einem Kellerbrand. Als die Berufsfeuerwehr eintraf, standen alle Kellertüren offen. Der Brand wurde mit einem HD-Rohr gelöscht. Die vorgehenden Trupps schützten sich mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten gegen den Brandrauch.

Der Brandschaden wurde auf ca. 50.000 DM geschätzt, da unter anderem die gesamte Elektroinstallation beschädigt wurde.

Eingesetzt waren:

1 Löschzug, 1 Atemschutzzug, 1 Einsatzleitwagen sowie die Freiwillige Feuerwehr Griesheim.

Kellerbrand, Ahonstraße 112, am 10.12.1988

Ein vermutlich vorsätzlich gelegter Kellerbrand beschäftigte die Berufsfeuerwehr am 10.12.1988. Der von Hausbewohnern noch rechtzeitig entdeckte Brand konnte mit einem HD-Rohr und unter Einsatz von 4 umluftunabhängigen Atemschutzgeräten schnell gelöscht werden. Der Brandrauch wurde mit einem Großraumentlüfter entfernt. Der Sachschaden wurde auf ca. 10.000 DM geschätzt.

Eingesetzt waren:

1 Löschzug, 1 Atemschutzzug, 1 Einsatzleitwagen sowie die Freiwillige Feuerwehr Griesheim. Aus Sicherheitsgründen waren 2 Rettungstransportwagen mitalarmiert.

Dachstuhlbrand, Ahornstraße 107, am 30.12.1988

Zum zweiten Mal kam es vermutlich infolge vorsätzlicher Brandstiftung zu einem Schadenfeuer. Diesmal brannte der Dachstuhl auf einer Fläche von über 50 m2. Eine männliche Person konnte in letzter Sekunde mit Rauchvergiftung aus dem Treppenhaus gerettet werden. Zur Brandbekämpfung mußten 2 C-Rohre, 1 HD-Rohr und 6 umluftunabhängige Atemschutzgeräte eingesetzt werden. Die Hausbewohner der oberen Stockwerke wurden zeitweise im Krankenbus untergebracht und betreut.

Der Sachschaden wurde auf ca. 100.O00 DM geschätzt.

Eingesetzt waren:

2 Löschzüge, 1 Atemschutzzug, 1 Einsatzleitwagen, 1 WL-Rüst, 1 Großtanklöschfahrzeug 6, 1 Krankenbus sowie die Freiwillige Feuerwehr Griesheim.

Großer Wasserschaden, Zeil 41

Sonntag, dem 31.07.1988

Kurz nach Mitternacht wurde die Berufsfeuerwehr zu einem Wasserschaden gerufen, der von aufmerksamen Spaziergängern entdeckt worden war. Vermutlich als Folge eines Wärmestaus war die vollautomatische Sprühwasserlöschanlage eines im Umbau befindlichen Geschäftshauses ausgelöst worden. Wegen des Umbaues war die Brandmeldeanlage abgeschaltet, so daß der Sprinkleralarm nicht zur Berufsfeuerwehr durchgemeldet wurde. Große Wassermengen konnten ungehindert ausfließen. Als die Einsatzkräfte in dem Gebäude eintrafen, war das Parterre und das Kellergeschoß bereits überflutet. Das Wasser floß die Stufen hinab und suchte sich seinen Weg durch Aufzugsschächte und Betondecken. Die herabregnenden Wassemassen durchnäßten die Kaufhausware, darunter auch teure technische Geräte und Kleidung. Mit mehreren E-Tauchpumpen und 6 Industrie-Saugern wurde in stundenlanger Arbeit das Wasser abgepumpt und in die Kanalisation geleitet.

Nach Angaben der Geschäftshausleitung entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren Millionen DM.

Eingesetzt waren:

3 HLF, 1 ELW, 3 GW mit I-Sauger

Umweltschutz-Einsatz, Weißkichener Weg

Donnerstag, dem 25.08.1988

Auf einer Wiese zwischen Weißkirchen und Niederursel fanden Spaziergänger mehrere stark verbeulte Fässer, deren Inhalt ihnen verdächtig vorkam. Eine vom Atemschutzzug vorgenommen Überprüfung der verschiedenen Fässer ergab, daß hier insgesamt ca. 300 Liter Altöl und ca. 600-700 Liter einer unbekannten Flüssigkeit (vermutlich aromatische Kohlenwasserstoffe aus der Benzinreihe) zu entsorgen waren. Da die Einsatzstelle im erweiterten Wassereinzugsgebiet lag und es nicht auszuschließen war, daß bereits Schadstoffe im Erdreich versickert waren, wurde das Wasserwerk und das Ordnungsamt -Untere Wasserbehörde- verständigt. Mit Hilfe der auf dem Wechselladerauflieger "Gefahrgut" mitgeführten Faßpumpen wurden die Flüssigkeiten in Schadstoffbehälter umgepumpt. Die aufgenommenen Flüssigkeiten und die leeren Blechfässer wurden an Feuerwache 6 zwischengelagert und am nächsten Tag bei der Hessischen Industrie-Müll GmbH entsorgt. Ermittlungen der Zentralen-Umweltschutz-Gruppe der Polizei über die Herkunft der Fässer und des Inhalts blieben erfolglos.

Eingesetzt waren:

1 HLF, 1 ELW, GMW, GSW, WL-Gefahrgut, 1 GW

Gasspürgerät, Ex-Meter, Öl-Nachweispapier, 3 Faßpumpen

Brand in einem Wohnhaus, Höchster Schloßplatz 4

Donnerstag, 13.10.1988

In der Leitfunkstelle Rhein-Main gehen gegen O1:14 Uhr mehrere Notrufe ein und melden "Höchster Schloßplatz 4, Feuer in einer Wohnung, Menschen in Gefahr". Der Einsatzsachbearbeiter in der Einsatzleitstelle alarmiert die Löschzüge 3 und 5, den Atemschutzzug, den Technischen Einsatzleiter West, den Notarztwagen 5 und zwei Rettungswagen. Das Brandobjekt liegt in einem Häuserensemble, dessen Gebäude allesamt als Kulturdenkmäler ausgewiesen sind. Von der Straßenseite ist das Haus nicht einzusehen. Die Bebauung in der Altstadt ist eng und verwinkelt. Die Verbindung der Dächer reicht teilweise in die Nachbargebäude. Die Gebäudetrennung im Dachbereich ist meist nur in Fachwerkausführung erstellt. Teilweise bestehen 1,20 m hohe Durchgänge ins Nachbargebäude, wo sich ausgebaute Räume im Dach befinden. Die Freiflächen vor den Häusern sind als Fußgängerzonen ausgewiesen und können aufgrund der Enge von Feuerwehrfahrzeugen nicht oder nur sehr schwer befahren werden. Poller verhindern teilweise das Durchfahren der engen Gassen. Nach knapp sechs Minuten trifft der Löschzug 5 als erste Einheit an der Einsatzstelle ein. Von den auf der Straße stehenden Anwohnern werden die Einsatzkräfte eingewiesen. Durch einen in der Seitengasse gelegenen Torbogen erreichen sie einen knapp 20 qm großen Innenhof. Flammen schlagen im 1. Obergeschoß aus einem Fenster. Die Brandintensität ist bereits so groß, daß die Flammen an die Dachkanten der angrenzenden dreigeschossigen Gebäude schlagen. Zunächst wird ein Hochdruckrohr im Innenhof und ein C-Rohr übe das Treppenhaus vorgenommen. Der Trupp ist bereits mit umluftunabhängigem Atemschutz ausgerüstet. Ein weiterer Trupp, mit PA ausgerüstet, rettet 13 Personen aus verschiedenen Wohnungen. Die Geretteten werden, mit Fluchthauben geschützt, ins Freie gebracht. Gleichzeitig werden vom Höchster Schloßplatz aus dem Haus 8 über eine dreiteilige Schiebeleiter mehrere Menschen aus dem 2. und 3. Obergeschoß gerettet. Ihnen war der Fluchtweg, der über das Treppenhaus von Haus Nr. 4 führte, durch starke Rauchentwicklung und Brandhitze bereits versperrt.

Die Rettungsaktion wurde von der Besatzung des zwischenzeitlich eingetroffenen Löschzugs 3 wirksam unterstützt. Zur Menschenrettung mußte außerdem die DLK eingesetzt werden. Die Bewohner anderer unmittelbar betroffener Gebäude brachten sich selbst in Sicherheit. Noch während der Rettungsaktion wurden weitere drei C-Rohre vorgenommen. Inzwischen war auch die Brandausbruchstelle in einem Bad des Hauses 4 lokalisiert. Bei der vom Einsatzleiter durchgeführten weiteren Erkundung stellte sich heraus, daß der Brand sich bereits auf das Dachgeschoß ausgedehnt hatte und das Durchbrennen der Dachhaut unmittelbar bevorstand. Aufgrund der weiteren Notrufe und der Rückmeldungen von der Einsatzstelle hatte der Schichtführer in der Einsatzleitstelle dem 3. Alarm entsprechend den Löschzug 4, die Freiwilligen Feuerwehren Nied, Höchst, Griesheim, und Unterliederbach alarmiert. Im Zugang zu der Brandwohnung und in deren Küche hatten sich durch die starke Brandhitze zwei Gaszähler ausgelötet. Die rasante Brandentwicklung, die Ausbreitung des Brandes auf die Nachbargebäude und der zusätzliche Gasbrand veranlaßten den Technischen Einsatzleiter, die Alarmstufe zu erhöhen. Vorsorglich wurde die Räumung aller Nachbarliegenschaften angeordnet. Polizei und Feuerwehr arbeiteten Hand in Hand. Während die Gasbrände schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten, bestand nach wie vor die Gefahr einer größeren Brandausweitung. Die Gaszufuhr zu den brennenden Gaszählern wurde von der Feuerwehr abgeschiebert. Der zwischenzeitlich eingetroffene Gasnotdienst schieberte vorsorglich die Gaszufuhr zu den anderen brandbetroffenen Gebäuden ab.

Wie sich bei der Erkundung ergab, war das vom Brand betroffene Dachgeschoß an drei Seiten mit den Dächern des Nachbargebäudes verbunden. Die Zugänge zu den Dachgeschossen waren durch die verwinkelte Bauweise kaum zu finden. Um an das eigentliche Brandobjekt richtig heranzukommen, mußte der Löschangriff über mehrere Nachbargebäude vorgetragen werden. So mußten zum Beispiel über die Liegenschaften Bolongarostraße 163, 165 und 167 weitere C-Rohre eingesetzt werden. Die DLK 5 wurde mit Wenderohr und Flutlichtanlage zum Ausleuchten der Einsatzstelle von der Bolongarostraße aus, über das Haus Nr. 165 hinweg, eingesetzt.

Besondere Schwierigkeiten bereitete den Einsatzkräften die Unzugänglichkeit zum Dachgeschoß des Brandobjektes. Der eigentliche Zugang über einen Vorraum des Nachbargebäudes war mit altem Hausrat und sonstigem Gerümpel total zugestellt. Der betroffene Dachraum war offensichtlich wegen statischer Mängel nicht genutzt. Die zunächst am Höchster Schloßplatz 8 eingesetzte DLK mußte nach Erledigung ihrer Aufgabe zwischenzeitlich bei Haus 2 und 4 zu Nachlöscharbeiten eingesetzt werden. Insgesamt wurden zur Brandbekämpfung - die zeitweise sehr dramatisch verlief - 12 Rohre und 12 umluftunabhängige Atemschutzgeräte eingesetzt.

Im einzelnen wurden die Rohre wie folgt vorgenommen:

1 C-Rohr Höchster Schloßplatz 8 über Schiebeleiter nach dem 2. Obergeschoß

3 C-Rohre Höchster Schloßplatz 4

3 C-Rohre Bolongarostraße 163 (Eingang Höchster Schloßplatz)

3 C-Rohre Bolongarostraße 165

1 C-Rohr Bolongarostraße 167

Die Anzahl der Rohre resultiert aus dem schwierigen Zugang zum Brandobjekt.

Jedes Fenster bzw. jeder Durchbruch mußte genutzt werden, um an das Brandobjekt heranzukommen. Dabei war der Aktionsradius der einzelnen Rohre äußerst begrenzt. Durch die besondere Bauweise - ineinanderlaufende Dächer, fehlende Brandwände, durchbrochene Wände und Verbindungen in Nachbargebäude - war es besonders wichtig, entsprechende Riegel aufzubauen. In den vier vom Brand betroffenen Gebäuden mußten noch mehrere Stunden Nachlöscharbeiten durchgeführt werden. Obwohl der Dachstuhl des Hauses Schloßplatz 4 auf einer Länge von 15 bis 17 Meter abbrahnte, konnte ein weiteres Übergreifen auf die benachbarten, unter Denkmalschutz stehenden, Gebäude verhindert werden. Die während des Brandes evakuierten Personen, darunter auch mehrere Kinder, wurden vorübergehend im Krankenbus und Betreuungsanhänger der Berufsfeuerwehr untergebracht. Vier Wohnungen, die vom Brand betroffen wurden, sind unbewohnbar. Zwölf Menschen mußten vom Sozialamt anderweitig untergebracht werden. Nach den ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei ist zu vermuten, daß der Brand von einem elektrischen Heizstrahler im Bad der zuerst betroffenen Wohnung ausging. Der 37jährige Wohnungsinhaber eritt Schnittverletzungen, Brandwunden und eine leichte Rauchvergiftung. Daß der Brand trotz zeitweilig dramatischem Verlauf letztendlich doch noch glimpflich ausging, ist dem Engagement der Feuerwehrleute und und einer Reihe von glücklichen Umständen zuzuschreiben.

Eingesetzt waren:

4 HLF, 4 LB, 3 TROWA, 3 ELW, GMW, GSW, AWW, WL-Küche, WL-Beta 4 Freiwillige Feuerwehren Unterliederbach, Griesheim, Nied und Höchst

11 C-Rohre, 1 Wenderohr (DLK 5), 12 PA, 1 NAW, mehrere RTW

Gesamtschadenssumme: ca. 1,4 Millionen DM

Brand im Neubau eines Geschäftshauses, Neue Mainzer Straße 24

Donnerstag, dem 03.11.1988

Vermutlich infolge unachtsamen Arbeitens mit einem Autogen-Trennschneidgerät kam es in den Kelleräumen eines teilweise bezogenen Neubaues zu einem Schadenfeuer. Aufgrund der Vielzahl eingehender Meldungen wurde von der Einsatzleitstelle erhöhte Alarmstufe (2. Alarm) ausgelöst. Die überaus starke Rauchentwicklung, die bereits den Verkehr in der Neuen Mainzer Straße behinderte, ließ einen ausgedehnten Kellerbrand vermuten. Bei der Erkundung der Einsatzstelle stellte der Technische Einsatzleiter fest, daß mehrere mit Mobilar und Gerümpel belegte Kellerräume vom Brand betroffen waren. Als Erstmaßnahme wurde neben der Einleitung des Löschangriffs das gesamte Gebäude von Personen geräumt. Wegen der weiter zunehmenden Rauchentwicklung wurde aus Sicherheitsgründen die Neue Mainzer Straße für den Öffentlichen Verkehr gesperrt. Alle eingesetzten Trupps mußten unter umluftunabhängigen Atemschutzgeräten vorgehen. Hierbei wurden zunächst 1 HD-Rohr und 2 C-Rohre vorgenommen. Der eigentliche Brandherd wurde erst nach ca. einer Stunde lokalisiert und eingekreist. Hierzu mußten mehrere Kellerräume von Gerümpel und Mobilar freigeräumt werden. Zwischenzeitlich wurde ein weiteres C-Rohr vorgenommen. Der nun umfassende Löschangriff führte schließlich nach fast 2 Stunden intensivster Löscharbeit zum Erfolg und es konnte "Feuer aus" gegeben werden. Auch ein Großteil der nun beginnenden Aufräumungsarbeiten mußte noch unter umluftunabhängigem Atemschutz durchgeführt werden. Zur Be- und Entlüftung der Einsatzstelle wurden insgesamt 5 Großraumentlüfter eingesetzt. Zum Abtransport des Brandschuttes (Gerümpel und angebranntes Mobilar) mußten 3 große Muldenfahrzeuge des Stadtreinigungsamtes eingesetzt werden.

Der Brandschaden wurde zunächst auf ca. 300.000 DM geschätzt. Eine Steigerung der Schadenssumme kann nicht ausgeschlossen werden, da die im Erdgeschoß in einer Spielothek aufgestellten elektronischen Spielgeräte durch den Brandrauch und -wärme stark in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Eingesetzt waren:

4 HLF, 2 LB, 2 ELW, 4 TROWA, 1 RW 3, GMW, GSW, AWW, WL-Mulde,

5 Großraumentlüfter, 48 PA,

1 HD-Rohr, 3 C-Rohre, 1 Gasspürgerät

Gebäudeeinsturz, Gutleutstraße 32

Samstag, dem 05.11.1988

Bei Abbrucharbeiten in einem 8stöckigen Bürohaus wurden bei einem Teileinsturz des Gebäudes zwei Bauarbeiter verschüttet. Von den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr wurde zunächst der Trümmerkegel abgesucht und Hohlräume mit Hilfe einer Suchkamera und Wärmebildkamera überprüft. Das Abhorchen nach Klopfgeräuschen war wegen der vielen Nebengeräusche kaum möglich. Erst nachdem vom Hessischen Rundfunk 3 Richtmikrofone eingesetzt wurden, wurde der Trümmerkegel weiter auf Klopfzeichen hin überprüft. Die gleich zu Anfang mitalarmierte Rettungshundestaffel der Berufsfeuerwehr Wiesbaden suchte mit ihren Rettungshunden den Trümmerkegel ab. Alle Such- und Überprüfungsmaßnahmen veliefen negativ. Gegen Mittag entschloß sich die Einsatzleitung, mit dem Abtragen der Trümmer zu beginnen. Dies gestaltete sich anfangs äußerst schwierig, da erst noch überhängende Deckenteile heruntergeschlagen werden mußten. Da immer noch nicht bekannt war, in welchem Bereich die Verschütteten zu suchen waren, wurden Vorbereitungen getroffen, den Trümmerkegel total abzutragen. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden der Lichtmastanhänger und einzelne Flutlichtsscheinwerfer aufgebaut. Unter Scheinwerferlicht wurde fieberhaft weitergesucht. In den frühen Morgenstunden des 06.11.1988 wurde das Schreckliche Gewißheit: Man fand die beiden Bauarbeiter tot in den Trümmern.

Eingesetzt waren insgesamt:

5 HLF, 3 TROWA, 4 ELW, 1 RW 3, 1 VRW, 2 RW-S, 2 LB, 1 WL-Rüst, 1 KW, GMW, GSW, 1 RADL, 1 WL-Küche, 1 WL-Beta, 1 WL mit FLM, 1 GW, 1 NAW, 1 RTW

Brand im Dachgeschoß, Rohrbachstraße 35

Samstag, dem 03.12.1988

Am frühen Samstagmorgen kam es zu einem Zimmerbrand im Dachgeschoß der o. g. Liegenschaft. Nur mit Unterwäsche bekleidet gelang dem Mieter die Flucht über das Treppenhaus. Die rasante Brandausbreitung und die starke Rauchentwicklung versperten weiteren sechs Personen der Nachbarwohnung den Fluchtweg über das Treppenhaus. Von den zwei anrückenden Löschzügen wurden sofort beide Leiterbühnen zur Menschenrettung eingesetzt. Trotz großer Schwierigkeiten beim Anleitern, die Oberleitung der Straßenbahn und parkende PKW behinderten erheblich, konnten alle sechs Personen mehr oder weniger unverletzt gerettet werden. Gleichzeitig mit der Menschenrettung wurde der Löschangriff über das Treppenhaus mit einem C-Rohr eingeleitet und kurze Zeit später mit einem weiteren C-Rohr über die DLK wirksam ergänzt. Nach ca. 30 Minuten intensiver Löscharbeit konnte "Feuer aus" gegeben werden. Mit den Aufräumungsarbeiten konnte später, nach Freigabe der Einsatzstelle durch die Kriminalpolizei, begonnen werden. Jetzt zeigte sich das ganze Ausmaß des Schadens. Die Einzimmerwohnung war total ausgebrannt und die Nachbarwohnung durch den Brandrauch erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Alle sechs geretteten Personen konnten nach ambulanter Behandlung in verschiedenen Krankenhäusern wieder nach Hause entlassen werden.

Der Brandschaden wird von der Feuerwehr auf ca. 300.000 DM geschätzt.

Eingesetzt waren:

3 HLF, 3 LB, 2 TROWA, 2 ELW, GMW, GSW, AWW, 1 NAW, 3 RTW

2 C-Rohre, 10 PA

PKW mit Personen im Main, Alte Brücke

Samstag, dem 31.12.1988

In der Nacht zum Silvestertag kam es auf der Alten Brücke zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Personenwagen. Hierbei schleuderte ein mit zwei Personen besetzter PKW ca. 30 Meter über die Brücke, brach durch das Brückengeländer, prallte auf den vorstehenden Brückenpfeiler und versank in den Fluten des Mains. Der Fahrer des zweiten PKW blieb unverletzt mit seinem PKW auf der Brücke stehen. Mit zwei Tauchern der BF Frankfurt am Main wurde die Suche nach dem PKW und den vermißten Personen eingeleitet. Die Taucharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig infolge der starken Strömung. Da bereits jetzt abzusehen war, daß eine größere Fläche abgesucht werden mußte, wurden vorsorglich Taucher dez BF Offenbach und der DLRG Frankfurt am Main angefordert. Nacb ca. einer Stunde Einsatzdauer wurde eine männliche Leiche aus dem Main geborgen. Mit Unterstützung der Wasserschutzpolizei konnte mit Hilfe des Echolotes des Wasserschutzpolizeibootes die Lage des PKW festgestellt werden. Der bisher noch vermißte zweite Mann wurde im Innern des PKW eingeklemmt entdeckt. Eine Bergung im Wasser war nicht möglich. Mit Hilfe des Kranwagen 2 wurde der PKW aus dem Main geborgen und die Leiche des ca. 20jährigen Mannes aus dem Wrack befreit.

Eingesetzt waren:

3 HLF, 1 TW, 1 BW, 1 ELW, 1 RSB (das FLB war z. Z. zwecks Umbau auf der Werft) 1 KW, 1 WL-Mulde, 1 NAW, 4 RTW

5 Taucher der BF Frankfurt am Main

1 Taucher der BF Offenbach

1 Taucher der DLRG Frankfurt am Main

2 Boote der DLRG Frankfurt am Main

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