| Brand in einem Lagerhaus, Heerstraße 149 Mittwoch, dem 15.01.1986 Vermutlich durch vorsätzliche Brandstiftung entstand erheblicher Sachschaden in einem Lageraus. Der Brand konnte von der BF und der Freiwiligen Feuerwehr Praunheim mit drei C-Rohren und 8 PA nach ca. 1 Stunde gelöscht werden. Die Bandbekämpfung erschwerte sich, da die Lagerhalle von mehreren Firmen genutzt wurde. Außerdem lagerten Propan- und Acetylenflaschen in der Halle, die von der Feuerwehr ins Freie gebracht und abtransportiert wurden. Insgesamt eingesetzt waren: 10 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF 1 Freiwillige Feuerwehr 4 C-Rohre, 8 PA Der Gesamtschaden beträgt ca. 100.000 DM. U-Bahn entgleist, Person eingeklemmt, Höhe Katharinen-Krankenhaus Donnerstag, dem 30.01.1986 Der in Richtung Wendeanlage (Seckbacher Landstraße) fahrende U-Bahnzug der Linie 4 entgleiste mit dem vordersten Drehgestell des ersten Wagens an der Weiche Nr. 22. Der entgleiste Zug schob sich noch ca. 8O m weiter, bohrte sich dann in eine Betonwand und kam dort erheblich beschädigt mit eingeklemmtem Fahrer zum Stehen. Am Scheffeleck fuhr der Eingleiszug der BF in den Tunnel ein. Der Fahrer wurde befreit und mit dem NAW in das Katharinen-Krankenhaus gebracht. Unter Zuhilfenahme der Spurstange und der Zugpresse (beides Geräte vom RW-S 1) wurde der Triebwagen aus der Betonwand gezogen und mit einer hydraulischen Aufgleisausrüstung wieder auf die Schienen gesetzt. Mit dem RW-S 2 wurde der Triebwagen auf ein Abstellgleis geschoben. Eingesetzt waren: 11 Fahrzeuge der BF Chlorgas-Ausströmung im Frankfurter Osthafen Montag, dem 10.02.1986 In einer Schrottzerkleinerungsmaschine wurde eine Chlorgasflasche mit Inhalt zerkleinert. Das austretende Chlorgas verursachte bei den dort arbeitenden Mitarbeitern Hustenreiz, schwere Atemnot und Schleimhautreizungen. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte sehr schnell anhand von Messungen den unkontrollierten Austritt von Chlorgas nachweisen. 14 verletzte Arbeiter wurden von einem NAW-Arzt behandelt und anschließend in umliegende Krankenhäuser gebracht. Dazu wurde auch der Krankenbus eingesetzt. Der zerstörte Chlorgasbehälter wurde eingesammelt und in einem Behälter zur Sammelstelle der Hessischen Industriemüll GmbH gebracht. Am folgenden Tag wurden im Schrott zwei weitere 40 Liter-Chlorgasflaschen gefunden, die ebenfalls von der Feuerwehr zur weiteren Entsorgung geborgen wurden. Eingesetzt waren: 7 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF 1 Krankenbus 1 Notarztwagen 2 Rettungswagen Feuer im Sozialzentrum Bonames, Am Burghof 41-45 Samstag, dem 15.02.1986 Durch vorsätzliche Brandstiftung kam es in der Gemeinschaftsküche des Sozialzentrums Bonames zu einem Großbrand. Wegen der starken Rauchentwicklung mußten 26 Personen über zwei DLK, tragbare Leitern und das Treppenhaus gerettet werden. Der Brand wurde mit einem C-Rohr im Innenangriff und einem HD-Rohr über die DLK 7 gelöscht. Die Gemeinschaftsküche befand sich im I. OG in einem 3geschossigen Haus. Zwei Personen mußten mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden. Wegen der starken Rauchentwicklung mußten 10 PA eingesetzt werden. Insgesamt waren eingesetzt: 14 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF 1 Freiwillige Feuerwehr 2 C-Rohre Der Gesamtschaden beträgt ca. 400.000 DM. Dachstuhlbrand, Königslacher Straße 34 Sonntag, dem 16.02.1986 Nach einem Gewaltverbrechen hatte vermutlich der Täter in der Dachgeschoßwohnung eines 3geschossigen Hauses Feuer gelegt. Bei Ankunft der BF brannte die Dachgeschoßwohnung in voller Ausdehnung. Über ein Fenster hatte der Brand bereits auf das Dach übergegriffen. Mittels der LB und 3 C-Rohren, die überwiegend im Innenangriff eingesetzt wurden, konnte der Brand schnell gelöscht werden. Bei den Löscharbeiten wurde im Wohnungsflur eine männliche und im Wohnzimmer eine weibliche Leiche gefunden. Wegen der starken Rauchentwicklung waren 6 PA eingesetzt. Der Gesamtschaden beträgt ca. 500.000 DM. Wasserrohrbruch in einer Baustelle, Liebigstraße 1 Samstag, dem 08.03.1986 In einem 3geschossigen, im Umbau befindlichen Eckhaus war im Laufe des Winters die nasse Steigleitung eingefroren. Beim Auftauen wurde das Anschlußventil im 3. OG vom Eis herausgedrückt, und das Wasser überflutete alle Räume. Das waren pro Stockwerk ca. 600 m3 Wasser, die durch Decken, Treppen, Aufzugschacht bis in den Keller drangen. Kurz vor Eintreffen der Wasserwerkswache gelang es der BF, den Wasserzufluß durch einen Schieber in der Bockenheimer Landstraße zu stoppen. Es wurden die Freiwillige Feuerwehr Rödelheim und das Technische Hilfswerk zur Einsatzstelle beordert. Das Wasser wurde aus den Stockwerken mit Besen und Schieber in den Aufzugschacht befördert, wo es von der 1.600 Liter-Pumpe des Technischen Hilfswerks abgesaugt und in die Kanalisation geleitet wurde. Das in den Keller geflossene Wasser wurde mit zwei 400 Liter-Pumpen abgesaugt. Es waren ca. 1.300 m3 Wasser im Haus ausgelaufen. Eingesetzt waren: 4 Fahrzeuge der BF 1 Freiwillige Feuerwehr Technisches Hilfswerk Feuer in einer Lagerhalle, Kurmainzer Straße 111-151 Freitag, dem 04.04.1986 Vermutlich durch vorsätzliche Brandstiftung brannte das ehemalige Mohagebäude total. Das Gebäude wurde als Lagerhalle für Verpackungsmaterial benutzt; Größe der Halle ca. 15 x 60 m in Stahlskelettbauweise. Der Brand wurde mit 14 C-Rohren, 2 B-Rohren und 1 Wasserwerfer bekämpft. Durch die starke Rauchentwicklung wurden 75 PA eingesetzt. Ein Berufsfeuerwehrmann mußte mit leichten Schnittveretzungen in das Krankenhaus Höchst gebracht werden. Nach einer Stunde konnte "Feuer aus" gegeben werden, aber die Nachlöscharbeiten dauerten noch Stunden an. Die eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren wurden von der Berufsfeuerwehr integriert. Der Gesamtschaden beträgt ca. 500.000 DM. Wohnungsbrand, Uhlandstraße 15 Donnerstag, dem 10.04.1986 Vermutlich durch Rauchen im Bett ereignete sich ein Zimmerbrand mit tragischem Ausgang. Ein vorbeigehender Passant bemerkte im 1. OG hinter einem verschlossenen Fenster Rauch. Er alarmierte die Hausbewohner und die BF. Beim Eintreffen der BF war die Wohnungstür verschlossen. Sie mußte gewaltsam geöffnet werden. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden zwei Trupps unter schwerem Atemschutz eingesetzt. Der Schwelbrand konnte schnell mit einem Hochdruckrohr gelöscht werden. Leider kam für die Wohnungsinhaberin jede Hilfe zu spät, sie konnte nur noch tot geborgen werden. Wegen der stacken Rauchentwicklung wurden die Hausbewohner vorübergehend in Sicherheit gebracht. Insgesamt eingesetzt waren: 9 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF 1 HD-Rohr, 4 PA Der Gesamtschaden beträgt ca. 40.000 DM. Feuer im Altenheim, Röderbergweg 82 Freitag, dem 18.04.1986 Durch vorsätzliche Brandstiftung kam es in einer Flurnische (2. OG) eines 7geschossigen Altenheimes zu einem Brand. Der Brand erfaßte in der Nische stehende Windelbehälter mit Windeln, einen Elektroverteilerkasten, die Zwischendecke und den Fußbodenbelag. Der Brand wurde mit dem 1. Rohr vom Wandhydranten, 2. Rohr über die LB und dem 3. Rohr, über den Treppenraum gelöscht. Da sich der Rauch über die gesamte Osthälfte des 2. OG ausbreitete, mußten 26 pflegebedürftige, zum Teil bettlägerige Hausbewohner in Sicherheit gebracht werden. Das Insicherheitbringen wurde vom Pflegepersonal-, einer RTW-Besatzung und von Beamten der BF vorgenommen. Ein Feuerwehrbeamter wurde verletzt und mußte zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Im Einsatz waren 10 PA. Der Gesamtschaden beträgt ca. 200.000 DM. Brand in einer Metzgerei im Nordwestzentrum Samstag, dem 12.04.1986 In einer Metzgerei im Nordwestzentrum kam es durch eine eingeschaltete Herdplatte einer ehemaligen Grillanlage zu einem erheblichen Sachschaden. Ein Atemschutztrupp mit einem C02-Löscher konnte den Brand rasch löschen. Dadurch wurde ein größerer Schaden im Ladenzentrum abgewendet. Eingesetzt war der Löschzug 7. Brand im S-Bahntunnel, zwischen Ostend und Sachsenhausen Samstag, dem 19.04.1986 Zwei junge Männer stellten die Feuerwehr vor eine nicht alltägliche Bewährungsprobe. Bei ihrem Zug durch einen im Bau befindlichen S-Bahntunnel zündeten sie zunächst im Bereich Hanauer Landstraße/Grüne Straße Bauabfälle an. Dieses relativ kleine Feuer konnte von einem Trupp unter schwerem Atemschutz mit einem C-Rohr gelöscht werden. Allerdings mußte infolge der starken Verqualmung im bereits benutzten Tunnelabschnitt Konstablerwache der Bahnhof Konstablerwache geräumt werden. Der Rauchgascontainer wurde an einem Notausstieg eingesetzt, um den Rauch aus dem verqualmten Tunnelabschnitt und dem Bahnhof abzusaugen. Noch während dieses Einsatzes wurde eine weitere Rauchentwicklung aus einem S-Bahnschacht südlich des Mains im Bereich Darmstädter Landstraße/Mühlbruchstraße gemeldet. Der zu diesem Einsatz ausgerückte Löschzug 6 gab aufgrund der starken Rauchentwicklung sofort 2. Alarm. Auf einer Länge von ca. 70 Metern war die als Dämmung verlegte Gummierungsschicht in Brand geraten. In 25 Metern Tiefe mußte eine 350 Meter lange Schlauchleitung zur Brandstelle verlegt werden. Der Brand wurde von beiden Seiten mit jeweils einem C-Rohr bekämpft. Eingesetzt waren: 21 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF 1 Freiwillige Feoerwehr 1 NAW, 2 RTW Der Gesamtschaden beträgt ca. 1 Million DM. Verdächtiger Rauch im Chemischen Institut, Niederurseler Hang 8 Samstag, dem 26.04.1986 Vermutlich durch eine chemische Reaktion war eine starke Rauchentwicklung im 2. OG des Bauteils N 160 entstanden. Durch einen Atemschutztrupp wurde die verschlossene Tür geöffnet und die Brandstelle erkundet. Verschiedene Flüssigkeiten sind vermutlich durch eine chemische Reaktion stichflammenartig abgebrannt. Zur Brandbekämpfung wurde ein zweiter Atemschutztrupp mit C02-Löschern eingesetzt. Insgesamt wurden 11 C02-Löscher verschiedener Größen eingesetzt. Messungen mit dem Methanometer und Combiwarnern verliefen negativ. Die Entsorgung der chemischen Flüssigkeit wurde vom Chemischen Institut übernommen. Der Gesamtschaden beträgt ca. 250.000 DM. Brand in einem Auslieferungslager, Eschborner Landstraße Sonntag, dem 18.05.1986 Auf der Laderampe eines Lebensmittellagers waren Holzpaletten und Transportgitterwagen mit Verpackungsmaterial in Brand geraten. Beim Eintreffen der ersten Löscheinheiten gab der Zugführer sofort 2. Alarm. Auf einer Länge von ca. 30 Metern stand das Brandgut in Flammen. Mit 8 C-Rohren, 2 B-Rohren, 1 Wasserwerfer vom GTLF und 1 Leiterbühne gelang es, ein Übergreifen auf die Lagerhalle zu verhindern. Eingesetzt waren: 12 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF 3 Freiwillige Feuerwehren Der Gesamtschaden beträgt ca. 1 Million DM. Großbrand bei der Firma AEG, Goldsteinstraße 235 Samstag, dem 07.06.1986 Kurz vor Mitternacht lief bei der Einsatzleitstelle der Privatmelder der Firma AEG ein. Gemäß der Ausrückeordnung rückten sofort zwei Löschzüge und der Einsatzleiter aus. Beim Eintreffen der ersten Löscheinheiten brannte ein ebenerdiger Pavillon in voller Ausdehnung, auf einen weiteren hatte das Feuer bereits übergegriffen. Durch einen umfassenden Außenangriff wurde die Brandbekämpfung eingeleitet und versucht, das zweite Gebäude zu retten. Bedingt durch die Dachkonstruktion und nicht ausgebildeter Brandabschnitte brannte aber der zweite Pavillon ebenfalls vollständig aus. Währenddessen konnte ein Transformatorenraum mit einem Chlophen-gekühlten Transformator mit drei C-Rohren geschützt werden. Brandursache: Vermutlich Brandstiftung an mehreren Stellen. Neben der Berufsfeuerwehr waren auch die Freiwilligen Feuerwehren der angrenzenden Stadtteile eingesetzt. Insgesamt waren eingesetzt: 22 Lösch- und Sonderfahrzeuge 5 Löschzüge de Freiwilligen Feuerwehren 1 Wendeohr, 15 C-Rohre, 1 B-Rohr Außerdem waren wegen der starken Rauchentwicklung 74 PA eingesetzt. Der Gesamtschaden beträgt ca. 10 Millionen DM. Brand in einem Neubaukeller, Zeppelinallee Mittwoch, dem 02.07.1986 Um 23:00 Uhr wurde die Einsatzleitstelle von einem Brand in einem Neubau im 2. OG verständigt. Die an der Einsatzstelle ankommenden Einheiten stellten sehr schnell fest, daß es sich um einen Kellerbrand handelte. Während der Brandbekämpfung stellte sich heraus, daß im Kellerbereich ein Baulager brannte, in dem auch Druckgasflaschen gelagert waren. Ein C-Rohr wurde zur Kühlung des Flaschenlagers eingesetzt. Mit insgesamt 4 C-Rohren wurde der Brand gelöscht. Wegen der starken Verqualmung wurden 16 PA eingesetzt. Eingesetzt waren: 13 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF Der Gesamtschaden beträgt ca. 750.000 DM. Magnesiumbrand in der Karl-Benz-Straße Montag, dem 01.09.1986 Aus bisher ungeklärter Ursache gerieten ca. 20 Tonnen Magnesiumschrott in Brand. Die zur Einsatzstelle eilenden Löscheinheiten sahen bereits während der Anfahrt eine riesige weiße Rauchwolke. Bei der Ankunft brannte im Bereich der Magnesiumlagerboxen ca. 1 Tonne Magnesiumschrott. Nach einem totalen Feuchtigkeitsverbot wurde mit einem firmeneigenen Bagger versucht, brennendes Metall von dem noch nicht in Brand geratenen Schrotthaufen zu entfernen. In der Zwischenzeit wurde Zement als Löschmittel angefordert. Mit insgesamt 60 Tonnen Zement wurde das brennende Magnesium ca. 50 cm hoch bedeckt. Diese Arbeiten wurden von den Einsatzkräften zum größten Teil nur mit der Hand durchgeführt. Noch drei Wochen nach dem Einsatz war das abgedeckte Magnesium noch so heiß, daß bei dem Versuch, es abzutransportieren, Zementtüten sich ohne Zündquelle entzündeten. Eingesetzt waren: 16 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF 57 Preßluftatmer Dachstuhlbrand in einem Neubau, Bockenheimer Landstraße Donnerstag, dem 25.09.1986 Durch Lötarbeiten geriet Schalungs- und Isolationsmaterial am Kupferdach eines 7geschossigen Rohbaus in Brand. Um an den Brandherd zu gelangen, mußte die Kupferblech-Dachhaut mit Trennschleifern geöffnet werden. Nach diesen langwierigen Vorbereitungen konnte die Brandbekämpfung mit 8 C-Rohren aufgenommen werden. Wegen der starken Verqualmung konnte auf dem Dach nur unter schwerem Atemschutz gearbeitet werden. Während diesem Einsatz wurden 4 Feuerwehrbeamte verletzt. Eingesetzt waren: 17 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF 2 Freiwillige Feuerwehren 117 Preßluftatmer Der Gesamtschaden beträgt ca. 500.000 DM. Feuer im 8. Obergeschoß, Moselstraße 46-48 Mittwoch, dem 01.10.1986 Vermutlich durch ein implodiertes Fernsehgerät kam es zu einem Wohnungsbrand im 8. OG des 9geschossigen Wohn- und Geschäftshauses. Beim Eintreffen der BF war das Treppenhaus oberhalb des 7. OG stark verraucht. Über dem Dach traten Brandgase, in Höhe eines Kriechbodens, über die gesamte Fläche von 40 m2 auf. Im 8. OG zeigten sich drei Personen, denen offenbar der Fluchtweg abgeschnitten war. Die drei Personen befanden sich in akuter Lebensgefahr und wurden sofort über eine LB gerettet. Da der Verdacht einer Rauchvergiftung bestand, wurden sie in ein Krankenhaus gebracht. Außerdem mußten ca. 50 weitere Personen aus dem Haus evakuiert werden. Der Brand konnte mit zwei C-Rohren im Innenangriff und vier Wenderohren über vier LB bekämpft werden. Wegen der starken Rauchentwicklung mußten 20 PA eingesetzt werden. Der Gesamtschaden beträgt etwa 500.000 DM. Brand in einem Büro- und Verkaufsraum für Autoteile, Homburger Landstraße Donnerstag, dem 02.10.1986 Bei Ankunft der ersten Löscheinheiten brannte der Verkaufs- und Büroraum total. Mit 4 C-Rohren wurde der Brand bekämpft. Über eine DLK wurden die oberen Geschosse nach Personen abgesucht. Während der Brandbekämpfung kam es immer wieder zu Zerknallen von Spraydosen, wodurch die Einsatzkräfte zusätzlich gefährdet wurden. Eingesetzt waren: 16 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF 4 Freiwillige Feuerwehren 8 Preßluftatmer Der Gesamtschaden beträgt ca. 300.O00 DM. Explosion im Paketpostamt 2, Gießener Straße 20 Freitag, dem 03.10.1986 Im Raum für unzureichend deklarierte Paketsendungen wurde ein Paket aufgefunden, das Pfeifgeräusche von sich gab. Beim Öffnen wurde ein Zettel gefunden "Vorsicht Bombe, verlassen Sie sofort den Raum". Daraufhin wurde der Raum von der Belegschaft geräumt. Kurze Zeit später kam es zu einer Stichflamme und einer Explosion. Der Brand wurde von einem Atemschutztrupp mit einem HD-Rohr gelöscht. Im Anschluß an die Brandbekämpfung wurden von der Feuerwehr die geborstenen Scheiben gesichert. Der Sachschaden beträgt ca. 200.000 DM. Wohnungsbrand nach einem Einbruch, Mittlerer Schafhofweg Samstag, dem 04.10.1986 Vorsätzliche Brandstiftung war die Ursache eines Brandes in einem Einfamilienhaus. Den ersten an der Einsatzstelle eintreffenden Einheiten bot sich ein massiver Flammen- und Rauchaustritt aus einem Anbau. Mit 2 C-Rohren wurde im Innenangriff der Brand bekämpft. Im 2. OG wurde ein weiterer Brandherd entdeckt und mit einem C-Rohr gelöscht. Die Hausbewohner befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in Urlaub. Eingesetzt waren: 11 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF 1 Freiwillige Feuerwehr 8 Preßluftatmer Der Gesamtschaden beträgt ca. 200.000 DM. Tanklastzug umgestürzt, Spindelöl ausgelaufen auf der A 5, bei km 486 Höhe Ffm.-Nordweststadt Montag, dem 13.l0.1986 Auf der A 5 war ein mit 21.000 kg Spindelöl beladener Tankauflieger nach einem VU über die Böschung ins freie Feld umgestürzt. Der Fahre wurde leicht verletzt und mit dem RTW 4/83 in ein Krankenhaus gebracht. Die Besatzung alarmierte die BF. Nach Absicherung und Ausleuchtung der Einsatzstelle wurde das Zugfahrzeug vom Auflieger getrennt und unter Einsatz des KW und des RW abseits abgestellt. Der aufgerissene Fahrzeugtank, aus dem ca. 300 l Dieselkraftstoff ausgelaufen waren, wurde geborgen. Hierbei stellte sich heraus, daß die erste, mit Spindelöl gefüllte Kammer des Tankaufliegers gerissen war. Nach Beseitigung des Erdreichs wurden ca. 400 l Spindelöl aufgefangen, so daß ca. 2.000 l Spindelöl ins Erdreich versickert waren. Nach Eintreffen eines priv. Tankzuges wurden in die Kammern des verunfallten Zuges Löcher geschnitten, damit der Inhalt umgepumpt werden konnte. Als der verunglückte Tankzug geleichtert war, wurde er unter Einsatz des RW und KW aufgerichtet und auf die Autobahn gezogen. Da die Einsatzstelle im Wassereinzugsgebiet liegt, mußte das verseuchte Erdreich abgetragen werden. Es wurden ca. 50 cbm Erdreich durch eine Fachfirma unter Aufsicht der BF aufgenommen und zwecks Entsorgung zur Hess. Industriemüll GmbH nach der Orber Straße in Frankfurt am Main gebracht. Die Abtragungsstelle wurde abgespert,und vom Institut Fresenius wurden Bodenproben entnommen. Eingesetzt waren: 14 Fahrzeuge der BF 4 Wechselaufbauten der BF 2 Fahrzeuge der BF Offenbach Feuer: Dortelweiler Straße 16 Mittwoch, dem 19.11.1986 Vermutlich durch Brandstiftung kam es zu einem Großbrand in einem 2geschossigen Wohnhaus. Beim Eintreffen der BF brannte das Gebäude über beide Geschosse total. Unter Einsatz von zwei Drehleitern, drei C-Rohren, einem S-Rohr, einem HD-Rohr und 15 PA wurde das Feuer unter Kontrolle gebracht und gelöscht. Aus Sicheheitsgründen wurden die Bewohner der beiden angrenzenden Wohnhäuser vorübergehend evakuiert. Der Gesamtschaden beträgt ca. 400.000 DM. Brand im S-Bahntunnel Hanauer Landstraße Montag, dem 15.12.1986 Infolge vorsätzlicher Brandstiftung geriet der bereits verlegte Antidröhnbelag auf einer Länge von ca. 50 Metern in Brand. Durch die starke Verqualmung mußten mehrere Erkundungstrupps zur Lokalisierung der Einsatzstele eingesetzt werden. Der gesamte Bahnverkehr im angrenzenden S-Bahnhof Konstablerwache mußte eingestellt werden. Mit 1 C-Rohr wurde der Brand gelöscht. 5 Großraumentlüfter sowie der Rauchgascontainer wurden eingesetzt, um den Tunnelbereich zu entlüften. Eingesetzt waren: 22 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF 5 Großraumentlüfter 1 Rauchgascontainer 20 Preßluftatmer Adventskranzbrände Samstag, dem 20.12. und Donnerstag, dem 25.12.1986 Auch die jährlichen Adventskranzbrände mit großen Folgen ließen die Feuerwehr nicht arbeitslos werden. Sachschaden in Höhe von mindestens 1,5 Millionen DM entstand durch einen vergessenen Adventskranz in einem Frankfurter Industriebetrieb am 20. Dezember. Bei der Ankunft der Feuerwehr brannte das Erdgeschoß eines 2geschossigen Bürohauses total. Der fortgeschrittene Brand drohte, auf das I. OG überzugreifen. Mit einem C-Rohr und einem HD-Rohr wurde der Brand gelöscht. Im gesamten Gebäude wurden Terminals der EDV-Anlage beschädigt. Eine vollständig ausgebrannte Wohnung war die Folge eines nicht genügend beaufsichtigten Adventskranzes in einer Altenwohnanlage. Ein schwerbehinderter Rollstuhlfahrer hatte in seiner im Erdgeschoß gelegenen Wohnung Kerzen auf einem Adventskranz entzündet und unbeaufsichtigt gelassen. Die heruntergebrannten Kerzen entzündeten zunächst den Adventskranz und den Tisch. Löschversuche des Bewohners blieben erfolglos. Sein Krankenpfleger bemerkte das Feuer, rettete den Bewohner und verständigte die Feuerwehr. Mit 2 C-Rohren, 11 PA und tragbaren Leitern wurde der Brand bekämpft. Der entstandene Sachschaden beträgt ca. 200.000 DM. Gasexplosion, Baumweg 31 Freitag, dem 26.12.1986 Durch ein vermutlich defektes Gasgerät wurde ein Wohnhaus völlig zerstört. Durch die Druckwelle waren das 2. und 3. OG sowie das Dachgeschoß nur noch teilweise vorhanden. Die Anfahrt der Einsatzfahrzeuge wurde durch Glas, Trümmerteile und verschüttete PKW erschwert. In Höhe des 2. OG war nahe des Nachbargebäudes ein Kleinbrand im Bereich der Dachkonstruktion. Der Brand konnte mit einem HD-Rohr gelöscht werden. Aus dem Erdgeschoß und dem I. OG wurden sechs Personen unverletzt mit leichtem Schock gerettet und in Sicherheit gebracht. Die Bewohner des 2. OG traf das Unglück am stärksten. Hier fand man vier Personen unter Trümmerteilen verschüttet, zwei Personen sind schwer verletzt gerettet worden. Für die zwei weiteren Personen kam jede Hilfe zu spät. Sie konnten nur noch tot geborgen werden. Die Suche nach weiteren Vermißten wurde gegen 16:00 Uhr abgebrochen, da man durch Ermittlungen sicher war, daß keine weiteren Personen zum Zeitpunkt der Explosion im Gebäude waren. Im Einsatz waren die BF Frankfurt am Hain Freiwillige Feuerwehren BF Wiesbaden Technisches Hilfswerk Der Gesamtschaden beträgt ca. 10 Millionen DM. Kellerbrand in einer Gaststätte Mittwoch, dem 31.12.1986 Zu einem ihrer letzten Einsätze des Jahres 1986 wurde die Feuerwehr gegen 19:05 Uhr in das Bahnhofsviertel gerufen. Durch Brandstiftung an mehreren Stellen geriet der Keller einer Gaststätte in Brand. Von den zuerst an der Einsatzstelle eingetroffenen Einheiten wurde zunächst das Lokal geräumt und ein Löschangriff im Keller vorgenommen. Dabei kam es zu einer leichten Verpuffung infolge eines ausgelöteten Gaszählers. Nachdem der Gasnotdienst die Gaszufuhr abgestellt hatte, konnte der Brand mit 2 C-Rohren gelöscht werden. Eingesetzt waren: 9 Lösch- und Sonderfahrzeuge der BF 1 Großraumentlüfter 15 Preßluftatmer Der Gesamtschaden beträgt ca. 200.000 DM. |
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