Brand in der Melli-Iran-Bank, Kaiserstraße 47

Mittwoch, dem 06.02.1985

Eine aufgrund eines Bankalarms zur Melli-Iran-Bank in die Kaiserstraße gerufene Funkwagenbesatzung der Polizei veranlaßte die Alarmierung der Berufsfeuerwehr; starke Rauchentwicklung ließ auf einen größeren Brand schließen. Beim Eintreffen des ersten Löschzuges war bereits die Vorderfront sowie die Rückseite des Gebäudes stark verqualmt. Im I. Obergeschoß machten von Flammen und Rauch eingeschlossene Personen durch Werfen mit Blumentöpfen auf ihre Lage aufmerksam. Der Zugführer hatte schon auf der Anfahrt "2. Alarm - Menschen in Gefahr" absetzt und damit für das Nachrücken weiterer Feuerwehreinheiten gesorgt. Zunächst versuchte ein Rettungstrupp, über den Treppenraum zu den eingeschlossenen Personen vorzudringen. Gleichzeitig wurde die Menschenrettung über tragbare Leitern an der Gebäuderückseite sowie über eine Leiterbühne an der Vorderfront eingeleitet. Die Brandbekämpfung mit je einem C-Rohr über den Treppenraum und über eine weitere Leiterbühne wurde parallel zur Menschenrettung aufgenommen. Zwischenzeitlich waren weitere Personen auf dem Dach aufgetaucht, so daß der Einsatzleiter "3. Alarm" auslöste. In dieser Phase wurde durch einen plötzlichen Flammenüberschlag dem Rettungstrupp im Treppenraum der Rückweg abgeschnitten, so daß sich die Beamten ebenfalls auf die Dachfläche retten mußten. Auch die zur Brandbekämpfung eingesetzten Trupps mußten unter Zurücklassen ihrer Einsatzgeräte flüchten. Dabei wurden zwei Feuerwehrbeamte verletzt. In dieser Situation war ein Überschlagen der Flammen ins 2. Obergeschoß zu befürchten, so daß mit dem Stichwort "4. Alarm" weitere Feuerwehrkräfte alarmiert wurden. Ein umfassender, neu aufgebauter Löschangriff führte soweit zum Erfolg, daß erneut Rettungstrupps zu Eingescblossenen ins 6. Obergeschoß vordringen konnten. Die Rettungsaktion mit den Leiterbühnen wurde während der ganzen Zeit fortgesetzt. Von der Feuerwehr wurden 14 Personen über den Treppenraum, tragbare Leitern und Leiterbühnen in Sicherheit gebracht. Nach dem Einsatz von 8 C-Rohren konnte eine Stunde nach Aufnahme der Brandbekämpfung "Feuer unter Kontrolle" gemeldet werden; 30 Minuten später war der Band gelöscht. Die Ermittlungen zur Brandursache ergaben, daß zwei Männer die im Erdgeschoß befindliche Schalterhalle der Melli-Iran-Bank betreten und einen Brandsatz geworfen hatten. Das sofort ausgebrochene Feuer breitete sich schlagartig über eine offene Wendeltreppe und die Klimaanlage in die Büroräume des I. Obergeschosses aus.

Der Brandschaden wurde auf 5 Millionen DM geschätzt.

Brand in der St. Dionysius-Kirche, Huthmacherstraße 17

Freitag, dem 24.05.1985

In der Sakristei der klassizistischen St. Dionysius-Kirche war aus ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen, aus einem Sakristeifenster schlugen bereits die Flammen. Ein Atemschutztrupp nahm die Brandbekämpfung durch das Hauptportal mit einem C-Rohr auf, ein weiterer Trupp ging über eine Steckleiter durch das Sakristeifenster ebenfalls mit einem C-Rohr vor. Zur Holzdecke zum Dachstuhl kam ein drittes C-Rohr zum Einsatz. Die brennende Einrichtung und das Inventar der Sakristei, unter anderem auch wertvolle Meßgewänder, Altarbilder und Ähnliches, eine Holztreppe sowie eine Holzdecke waren nach kurzer Zeit gelöscht. Allerdings wurde der gesamte Kircheninnenraum durch den Brandrauch erheblich beschädigt, so daß die Kirchenleitung den Sachschaden auf 4 Millionen DM bezifferte.

Quecksilber ausgelaufen, Ohmstraße, ehemalige Firma Günther & Co.

Dienstag, dem 11.06.1985

Auf Grund von Presseinformationen an das Ordnungsamt wurde die Berufsfeuerwehr beauftragt, auf einem zum Abbruch bestimmten Fabrikgelände gelagerte Chemikalien wie 20 l Quecksilber, 50 l Schwefelsäure, 5 l Kalilauge und 60 l Dieselöl zu entsorgen. Trupps mit entsprechender Schutzkleidung ausgerüstet bargen die Chemikalien, lagerten sie transportsicher auf Gerätewagen und brachten sie zur Entsorgung zur Hessischen Industriemüll GmbH.

Tanklastzug umgestürzt und Heizöl ausgelaufen

Freitag, dem 14.06.1985

Auf der Bundestraße 455 zwischen Friedberg (Hessen) und Roßbach war ein mit 27.000 l Heizöl beladener Tanklastzug umgestürzt. Aus einer Leckgeschlagenen Tankkammer floß Heizöl auf die Fahrbahn und die angrenzenden Felder. Von den bereits im Einsatz befindlichen Freiwilligen Feuerwehren Friedberg und Roßbach wurde die Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main mit ihrem Ölalarmzug zur Unterstützung angefordert. Mit Hilfe der Pumpen des Rüstwagen-ÖI wurden ca. 6.000 l des ausgelaufenen Heizöls aufgenommen und in private Tankfahrzeuge gefüllt. Ebenso wurde das noch im verunfallten Tankzug befindliche Mineralöl in die privaten Tankwagen umgepumpt. Um eine Grundwassergefährdung zu vermeiden, war es anschließend erforderlich, das mit Heizöl verschmutzte Erdreich abzutragen und mit Wechselladerfahrzeugen der Berufsfeuerwehr einer geordneten Entsorgung zuzuführen.

Bombenexplosion, Flughafen Frankfurt am Main

Mittwoch, dem 19.06.1985

Unbekannte Täter verübten auf das Terminal Mitte im Bereich der Abflugschalterhalle B einen Sprengstoffanschlag, der drei Todesopfer, eine Frau und zwei Kinder, sowie 42 zum Teil schwer verletzte Personen zur Folge hatte. Die Explosion durchschlug die Geschoßdecke des Gebäudes in einem Durchmesser von 1 m und ließ 1.200 m2 Glasfassade einstürzen. Einrichtungsgegenstände der Abflughalle und Gepäckstücke wurden meterweit durch das Terminal geschleudert. Den ersten Alarm für die Flughafenfeuerwehr löste ein automatischer Brandmelder aus. Zweieinhalb Minuten später trafen die ersten Feuerwehrkräfte an der Unglücksstelle ein, die Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main wurde angefordert: Der Rettungshubschrauber, 4 Notarztwagen, 15 Rettungswagen einschließlich eines Krankenbusses, 3 Löschzüge, 1 Hilfeleistungszug sowie der Atem- und Strahlenschutzzug wurden in Marsch gesetzt. Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr war der ausgebrochene Brand bereits in seiner Entstehungsphase gelöscht worden. Es war nun erforderlich, die Flughafenfeuerwehr bei der bereits eingeleiteten Suche nach Verletzten und deren notfallmedizinischer Versorgung zu unterstützen. Außerdem wurde nach weiteren explosionsverdächtigen Gegenständen gesucht. Die Einsatzleitstelle der Feuerwehr hatte die Aufgabe, neben der Koordinierung des gesamten Feuerwehreinsatzes für die dem Schweregrad der Verletzungen entsprechende Unterbringung der Opfer des Sprengstoffanschlags in geeignete Krankenhäuser zu sorgen. Nachdem die truppweise Suche nach Verletzten abgeschlossen war und auch die medizinische Versorgung und der Abtransport in Krankenhäuser abgeschlossen werden konnte, wurde mit den Aufräumungsarbeiten begonnen, die noch drei Stunden Einsatzzeit in Anspruch nahmen.

Rohrbrücke abqestürzt, Gutleutstraße Heizkraftwerk

Donnerstag, dem 27.06.1985

Zwei Arbeiter wurden schwer verletzt, als sie, zusammen mit einer Rohrbrücke, aus etwa 6 m Höhe abstürzten. Die beiden Monteure hatten den Auftrag, eine nicht mehr in Gebrauch befindliche Rohrbrücke im Heizkraftwerk abzubauen. Zu diesem Zweck sollte das zu entfernende Brückenteil mit einem Kranwagen angehoben werden. Noch bevor das Teilstück angeschlagen war, begannen die Arbeiter mit den Trennarbeiten. Dabei stürzte das 10 m lange Brückenteil ab und riß die Monteure mit sich. Sie wurden von der Berufsfeuerwehr aus dem Stahlgewirr befreit und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Verkehrsunfall zwischen Straßenbahn und Lastkraftwagen.

Dienstag, dem 02.07.1985

Beim Linksabbiegen rammte ein Straßenbahnzug einen entgegenkommenden Lastkraftwagen, was zur Folge hatte, daß der LKW-Fahrer verletzt in seinem Führerhaus eingeklemmt wurde und die Straßenbahn entgleiste. Elf Fahrgäste der Straßenbahn wurden durch den Aufprall leicht verletzt. Der Berufsfeuerwehr fiel zunächst die Aufgabe zu, den verletzten LKW-Fahrer aus seiner mißlichen Lage zu befreien, was mit Hilfe eines Rettungsspreizers und eines Rettungszylinders gelang. Mit einem Notarztwagen wurde der Verletzte in ein Krankenhaus gebracht. Ferner wurden die leicht verletzten Fahrgäste von Rettungswagen übernommen. Schließlich mußte der Eingleiszug der Berufsfeuerwehr die entgleiste Straßenbahn mit einer hydraulischen Aufgleisausrüstung wieder in die Schienen setzen.

Undichter Kesselwagen im Hauptgüterbahnhof

Dienstag, dem 30.07.1985

Der Einsatzleitstelle der Feuerwehr wurde von der Bundesbahn ein brennender, mit Schwefel beladener Eisenbahnwaggon gemeldet. Die Feuerwehr fand einen mit geschmolzenen Schwefel beladenen Kesselwagen vor, aus dessen Dom flüssige Schwefel herausgeschleudert worden war. Ein Brand konnte nicht festgestellt werden. Aufgrund der ungewöhnlich hohen Temperatur des Waggons wurden zwei C-Rohre zur Kühlung vorgenommen. Nachdem die Undichtigkeit am Kesselwagendom von der Feuerwehr verschlossen werden konnte, wurde der Wagen von der Bundesbahn der Hoechst AG überstellt.

Explosion bei der Firma Degussa, Gutleutstraße 215

Donnerstag, dem 22.08.1985

Aus bisher ungeklärter Ursache kam es bei Abfüllarbeiten im 1. Obergeschoß einer zweigeschossigen Fabrikationshalle der Firma Degussa zu einer Entzündung und Explosion von Natriumamid. Der Brand breitete sich über die Lüftungsanlage auf die Dachfläche aus. Zwei in der Fahrzeughalle beschäftigte Arbeiter erlitten schwerste Brandverletzungen, denen einer der Arbeiter am nächsten Tag erlag. Von der Feuerwehr wurden die beiden Verletzten notfallmedizinisch versorgt sowie der Brand mit drei Pulverrohren unter Einsatz einer Leiterbühne und neun Preßluftatmern bekämpft. Die Besatzung des Atem- und Strahlenschutzzuges führte während des Einsatzes Ammoniak-Messungen (50 ppm) durch.

Brand einer Feldscheune im Stadtteil Kalbach

Montag, dem 16.09.1985

Schon weithin sichtbar war der Vollbrand einer 200 m2 großen Feldscheune in Kalbach, einem ländlich strukturierten Frankfurter Stadtteil. Die ersten eintreffenden Feuerwehreinheiten fanden eine in voller Ausdehnung brennende Scheune vor, die Bergung von dort eingestellten landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Geräten war nicht mehr möglich. Mit Unterstützung durch zwei Freiwillige Feuerwehren wurde der Scheunenbrand mit 8 C-Rohren, 3 B-Rohren und einem Wasserwerfer gelöscht. Nur die Holzfachweckkonstruktion der Scheune blieb erhalten. Zur Aufrechterhaltung der Löschwasserversorgung waren 2 Großtanklöschfahrzeuge, das GTLF 24 und ein GTLF 6 eingesetzt.

Der Sachschaden an der vorsätzlich in Brand gesetzten Feldscheune wurde auf 400.000,-- DM geschätzt.

Brand in einer Daimler-Benz-Niederlassung,

Samstag, dem 28.09.1985

Im Anschluß an eine NPD-Kundgebung kam es in den Abendstunden zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, in deren Verlauf ein Demonstrant tödlich verunglückte und durch vorsätzliche Brandstiftung ein Großfeuer bei der Daimler-Benz-Niederlassung ausbrach. Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr drang aus dem 600 m2 goßen Lagergebäude dichter Brandrauch. Durch gleichzeitigen Innen- und Außenangriff wurde von den eingesetzten Feuerwehrbeamten vier verschiedener Feuerwachen der Brand umfassend bekämpft. Ziel war es, die Brandausbreitung vom Ersatzteillager auf angrenzende Gebäudeteile zu verhindern. Wegen Reparaturarbeiten am Wasserversorqungsnetz kam es zeitweise zu Engpässen bei der Löschwasserversorgung, die durch den Einsatz von drei Großtanklöschfahrzeugen überbrückt werden konnten. Insgesamt waren sechs C-Rohre und drei B-Rohre zur Brandbekämpfung eingesetzt, davon zwei Rohre über die Leiterbühnen.

Der Brandschaden wurde auf 2 Millionen DM geschätzt.

Kellerbrand im Hotel "Hessischer Hof", Friedrich-Ebert-Anlage 40

Sonntag, dem 29.09.1985

Nach dem Brand in der Kriegkstraße hatten dieselben Feuerwehrbeamten noch ein zweites Großfeuer zu bekämpfen. Vom Nachtportier des Hotels "Hessischer Hof" wurde der Einsatzzleitstelle der Feuerwehr starker Brandgeruch gemeldet. Die Berufsfeuerwehr fand einen ausgedehnten Kellerbrand in den Umkleideräumen des Hotelpersonals vor. Obwohl von den Einsatzkräften alle Zugangstüren zum Kellergeschoß geschlossen gehalten wurden, kam es über die Be- und Entlüftungsanlage des Hauses auch zu einer Verqualmung der Hotelzimmer. Mit Hilfe zweier Großraumentlüfter wurde für eine Rauchentlastung gesorgt, gleichzeitig aber die Räumung des Hotels veranlaßt. Von zwei Seiten, der Straßenfront und vom Hof, wurden je zwei C-Rohre und insgesamt 20 Preßluftatmer zur Brandbekämpfung eingesetzt. Nach Abschluß der Löscharbeiten ließen unter anderem aufgebrochene Kleiderspinde auf vorsätzliche Brandstiftung schließen.

Der Sachschaden wurde auf 500.000,-- DM geschätzt.

Brand einer Lagerhalle auf dem Schlachthof, Deutschherrnufer

Freitag, dem 18.10.1985

Eine mächttige Rauchsäule über dem Schlachthofgelände ließ die aufgrund zahlreicher Meldungen anrückenden Feuerwehrkräfte erkennen, daß ein größerer Brandeinsatz zu erwarten war. Der erste eintreffende Löschzug fand folgende Lage vor: Der östliche Teil einer eingeschossigen Lagerhalle für Schlachtereiabfälle, Knochen und Tierhäute brannte total. Der Brand drohte, sich über die Holzkonstruktion des Daches auf das gesamte Gebäude auszubreiten. Der Löschzugführer gab "2. Alarm" und gleichzeitig wurde mit einem B-Rohr, zwei C-Rohren und einem Hochdruckrohr unter Verwendung von 4 Preßluftatmern die Brandbekämpfung aufgenommen. Nachrückende Einheiten, unter anderem auch eine Freiwillige Feuerwehr, wurden mit 3 weiteren C-Rohren und 2 Wasserwerfern an der westlichen Gebäudeseite eingesetzt. Die Löschwasserversorgung stellte das Feuerlöschboot vom Main her sicher. So gelang es, ein Übergreifen des Brandes auf den größeren Gebäudeteil zu verhindern.

Der Brandschaden betrug 200.000,-- DM.

Brand eines Transformators, Gutleutstraße 295

Samstag, dem 02.11.1985

Vermutlich durch Überlastung war in einer Umspannstation die Kompensationsanlage eines Transformators explodiert und hatte dabei ausgelaufenes Transformatorenöl in Brand gesetzt. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen Flammen aus dem Lüftungsband des Umspanngebäudes. Die Erkundung ergab, daß es sich nicht um PCB-Öl handelte. Bis die Transformatoranlage abgeschaltet und geerdet war, wurde das Ausgleichsgefäß von außen mit einem B-Rohr gekühlt. Nach erfolgter Abschaltung wurde der Brand mit einem Pulverohr des Trowa gelöscht.

Der Sachschaden betrug 250.000,-- DM.

Bombenexplosion auf dem Gelände eines amerikanischen Einkaufszentrum, Eschersheimer Landstraße 180-188

Sonntag, dem 24.11.1985

Auf dem Gelände des auch an Sonntagen geöffneten Einkaufszentrums für amerikanische Soldaten explodierte eine in einem PKW deponierte Bombe. Drei Personen wurden dabei schwer, 25 Personen leicht verletzt. Zwei eingeschossige Gebäude, zwischen denen der "Bomben-PKW" abgestellt war, wurden weitgehend zerstört. In diesen Gebäuden waren unter anderem eine chemische Reinigung, ein Radio-, Fernseh- und Fotogeschäft und eine Autowaschstraße untergebracht. Um Umkreis von 200 m entstand erheblicher Glasbruch an den dortigen Gebäuden, ferner wurden ca. 40 PKW so beschädigt, daß man zum Teil von Totalschäden sprechen muß. Von der Berufsfeuerwehr wurden als erste Maßnahme die Verletzten versorgt und die Suche nach möglichen weiteren Opfern eingeleitet. Danach schloß sich eine mehrstündige Einsatztätigkeit zur Abstützunq von einsturzgefährdeten Gebäudeteilen und zur Sicherung der zerstörten Glasflächen an.

Steht nach Verkehrsunfall PKW unter Strom, Homburger Landstraße/Marbachweg

Sonntag, dem 01.12.1985

Nach einem Verkehrsunfall stürzte der beteiligte Kleinlastwagen um und blieb auf der Seite liegen, während der ebenfalls beteiligte Personenkraftwagen von der Fahrbahn abkam und auf dem Gehweg einen elektrischen Schaltschrank der Straßenbeleuchtung so beschädigte, daß der PKW unter Spannung gesetzt wurde. Der Fahrer dieses PKW war in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Um den Eingeklemmten retten zu können, ohne ihn der Gefahr eines Stromschlags auszusetzen, wurde von der Berufsfeuerwehr der PKW mit einem pneumatischen Hebekissen vom Elektroschaltschrank weggedrückt. Danach war es möglich, den Fahrer unter Einsatz des Rettungsspreizers aus dem Fahrzeug zu befreien und ihn dem Notarztwagen zu übergeben. Der Schaltkasten wurde von den Stadtwerken stromfrei geschaltet. Mit Hilfe eines Kranwagens konnte anschließend der PKW auf die Fahrbahn gehoben werden.

Saunabrand im Hallenbad Höchst, Melchiorstraße 21

Mittwoch, dem 04.12.1985

Kurz nach Beginn des Badebetriebs brach in der Sauna des Höchster Hallenbades ein Brand aus, der zu einer Verqualmung des I. Obergeschosses führte. Die Feuerwehr sorgte zuerst für die Evakuierung der dreißig Badegäste, überwiegend Senioren, und des Betriebspersonals. Danach wurde mit 2 C-Rohren im Außennenangriff die Brandbekämpfung aufgenommen. Die Lokalisierung des eigentlichen Brandherdes gestaltete sich wegen der starken Rauchentwicklung zunächst schwierig. Nachdem die Dachhaut über die Leiterbühne geöffnet worden war, gelang es unter Einsatz eines dritten C-Rohres, das Feuer zu löschen. Die Einsatzstelle wurde mit zwei Großraumentlüftern belüftet. Insgesamt waren 21 Preßluftatmer im Gebrauch.

Der Brandschaden wurde auf über 1 Milliion DM geschätzt.

Wohnungsbrände in der Reichelstraße 31 Dienstag, dem 17.12.1985 und in der Bolongarostraße 68

Samstag, dem 21.12.1985

Zwei Brandeinsätze mit tragischem Ausgang hatte die Frankfurter Feuerwehr Ende des Jahres 1985 zu bekämpfen. Im 8. Obergeschoß eines neungeschossigen Appartement-Hauses kam es aus nicht geklärter Ursache zu einem Zimmerbrand, der dem 60jährigen Bewohner das Leben kostete. Der Brand wurde mit zwei C-Rohren über den Treppenraum und je einem C-Rohr über zwei Leiterbühnen gelöscht. Fünf Hausbewohner erlitten eine leichte Rauchvergiftung und mußten zur Behandlung in ein Krankenhaus einqeliefert werden. Der Inhaber der ausgebrannten Wohnung wurde dort tot aufgefunden. In einer verwahrlosten Wohnung in der Reichelstraße fand bei einem Zimmerbrand eine weitere männliche Person den Tod. Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr kam Rauch aus einer Wohnung im I. Obergeschoß. Mit einem Hochdruck-S-Rohr drang ein Atemschutztrupp gewaltsam in die Wohnung ein. Ein zweites Hochdruckrohr wurde über eine Steckleiter durch das Küchenster vorgenommen. Der erstickte Wohnungsinhaber wurde im Badezimmer aufgefunden.

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