| Böschungsbrand auf der BAB 66 Sonntag, dem 01. Januar 1984, 00:23 Uhr In der Silvesternacht kam es auf der BAB 66, kurz vor der Ausfahrt Ludwig-Landmann-Straße, zu einem Böschungsbrand. Von der dort eingesetzten Freiwilligen Feuerwehr Rödelheim wurde während der Absicherung der Einsatzstelle der Freiwillige Feuerwehrmann Olaf Bartel von einem herannahenden Personenkraftwagen auf dem Seitenstreifen erfaßt und tödlich verletzt. Wasserrohrbruch, Messehalle 9 Donnerstag, dem 02. Februar 1984 In einem Lagerraum im I. Obergeschoß der Messehalle 9 kam es zu einem größeren Wasserschaden, als aus einem defekten Heizungsventil ca. 26 cbm Wasser ausliefen. Das Wasser drang durch die Decken des Zwischengeschosses bis zu den im Erdgeschoß liegenden Lagerräumen. Unter Verwendung von 8 Industriesaugern wurde das Wasser aufgenommen. Der Sachschaden wurde auf ca. 1 Millionen DM geschätzt. Lagerhallenbrand, Firma Messer-Griesheim, Hanauer Landstraße 326 Sonntag, dem 04. März 1984 Sachschäden in Höhe von rund zwei Millionen DM sind bei einem Großfeuer in einer Lagerhalle der Firma Messer-Griesheim entstanden. Kurz nach 17:00 Uhr hatte sich der Brand nach einer Verpuffung unter starker Rauchentwicklung rasch ausgebreitet. In der 625 Quadratmeter großen, eingeschossigen Lagerhalle war Verpackungsmaterial gelagert. Pappe, Styropor, Papier und Holzwolle boten den Flammen reichlich Nahrung. Drei Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren Enkheim, Fechenheim, Seckbach und Oberrad, waren im Einsatz. Unter Einsatz von 36 Umluftunabhängigen Atemschutzgeräten und 6 C-Rohren wurde der Brand bekämpft. Großbrand bei der Möbelfirma IKEA in Hofheim-Wallau Mittwoch, dem 14. März 1984 Zur Unterstützung der örtlichen Freiwilligen Feuerwehren wurden unter anderem die Berufsfeuerwehren aus Wiesbaden, Mainz und Frankfurt am Main alarmiert. Von der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main wurden wegen der schlechten Wasserversorgung vier Großtanklöschfahrzeuge entsandt. Es handelte sich um drei GTLF 6 und ein GTLF 24. Zusätzlich wurden zwei VRW, ein WL-Schlauch eine Leiterbühne und ein Atemschutzwerkstattwagen bereitgestellt. Es handelte sich um das größte Schadenfeuer im Bundesland Hessen. Die Schadensumme wird auf 70 bis 75 Millionen DM beziffert. Insgesamt waren 550 Feuerwehrleute - Freiwillige und Berufsfeuerwehr - eingesetzt. Der Gesamteinsatz dauerte rund 49 Stunden. Ölschadensfall, Völklinger Weg 75 Freitag, dem 13. April 1984 Vermutlich durch Unachtsamkeit sind beim Entleeren eines Heizöltanks größere Mengen Heizöl großflächig ausgetreten. Ca. sechs Stunden nach den Entleerungsarbeiten bemerkte eine Nachbarin eine größere Öllache in ihrer Grundstückseinfahrt. Da das Erdreich stark ölverschmutzt war und die Liegenschaften im Wassereinzugsgebiet lagen, mußte das verunreinigte Erdreich auf einer Gesamtfläche von ca. 50 m2, ca. 50 cm tief, ausgehoben werden. Austritt einer toxischen Flüssigkeit, Orber Straße 6 Freitag, dem 13. April 1984 Bei Verladearbeiten in einer Speditionhalle wurde ein ca. 63 kg schwerer Kunststoffbehälter beschädigt. Es hadelte sich um Sulfhydrat F 150. Die ausgetretene Flüssigkeit verteilte sich auf eine Fläche von ca. 20 m2. Zwei von sieben in der Halle Beschäftigten deckten die ausgelaufene Flüssigkeit mit Bindemittel ab. Wegen Vergiftungserscheinungen mußten die beiden Transportarbeiter mit einem RTW ins Krankenhaus gebracht werden. Die restlichen Arbeiter wurden vor Ort von dem anwesenden NAW-Arzt untersucht und ärztlich versorgt. Der defekte Behälter wurde von der Feuerwehr unter Vollschutzanzügen geborgen und anschließend zur Firma Cassella überführt. Bemerkenswert an diesem Einsatz war, daß im Bereich der Firma bereits mehrere Einsätze dieser Art durchgeführt werden mußten. Es ist zu vermuten, daß die dort beschäftigten Arbeiter mit den Sicherheitsbestimmungen nur unzureichend vertraut sind und deshalb fahrlässig mit derartigen Gefahrgütern umgehen. Tankzugunfall auf der BAB 3, Höhe Darmstädter Landstraße Montag, dem 16. April 1984 Vermutlich durch einen Achsenbruch hatte sich der Sattelauflieger eines Österreichischen Sattelzuges, der flüssiges Bitumen geladen hatte, von der Zugmaschine gelöst. Während die Zugmaschine auf der BAB 3 zum Stehen kam, stürzte der Sattelauflieger auf die unterhalb der BAB durchführenden Straßenbahnschienen. Durch den abstürzenden Auflieger wurde die Oberleitung der Straßenbahn beschädigt. Da der Tank beim Absturz beschädigt worden war, lief das flüssige Bitumen des 24.500 kg fassenden Tanks zur Hälfte aus. Mittels Erdaufschüttungen wurde das langsam erkaltende Bitumen an der Ausbreitung gehindert. Mit einem Radlader wurde das erkaltete Bitumen zusammengeschoben. Eine knapp vor der Einsatzstelle zum Stehen gekommene Straßenbahn wurde von dem Rüstwagen-Schiene aus dem Unfallbereich abgezogen. Der Gesamtschaden wurde auf ca. 300.000 DM geschätzt. Mansardenbrand in der Moselstraße 15 Donnerstag, dem 24. Mai 1984 Aus ungeklärter Ursache kam es in der genannten Liegenschaft zu einem Mansardenbrand, der bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits auf den darüberliegenden Dachraum übergegriffen hatte. Die gesamte Dachkonstruktion des Mansardendachs war durchgebrannt und nach innen gestürzt. Eine Person wurde noch vermißt. Vier Bewohner hatten sich bereits gerettet und waren zwischenzeitlich zum nahegelegenen 4. Polizeirevier gebracht worden. Während ein Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz nach der vermißten Person suchte, wurde der Loschangriff mit 2 C-Rohren eingeleitet. Ein Rohr wurde über das Treppenhaus und ein zweites Rohr über die Leiterbühne vorgenommen. Die vermißte Person konnte von einem Rettungstrupp nur noch tod geborgen werden. Der Sachschaden wurde auf ca. 30.000,-- DM beziffert. Wohnungsbrand in der Oppenheimer Landstraße 37 Montag, dem 28. Mai 1984 Aus unbekanter Ursache war die gesamte Schlafzimmereinrichtung, der Badezimmereinbau und auf dem Balkon abgestelltes Mobiliar in Brand geraten. Von der Feuerwehr wurde der Wohnungsinhaber zwischen Vorplatz und Wohnzimmer bewußtlos und mit schweren Verbrennungen im Gesicht aufgefunden. Der Brand wurde mit zwei C-Rohren unter Verwendung von sechs umluftunabhängigen Atemschutzgeräten gelöscht. Zur Belüftung der Wohnung mußte ein Großraumentlüfter eingesetzt werden. Der Gesamtschaden betrug ca. 150.000,-- DM. Wohnungsbrand in der Baseler StraBe - Eine Person verstorben Samstag, dem 02. Juni 1984 Aus bislang noch unbekannter Ursache kam es im 7. Obergeschoß des Appartementhauses zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand, dem die Wohnugsinhaberin zum Opfer fiel. Die Person war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Der Brand wurde unter Verwendung von sechs umluftunabhängigen Atemschutzgeräten und einem C-Rohr gelöscht. Der Schaden beziffert sich auf 80.000,-- DM. Drei Bauarbeiter in 10 m tiefen Bauschacht gestürzt, Theodor-Heuß-Allee 2 Dienstag, dem 05. Juni 1984 Von einer Plattform waren drei Bauarbeiter aus bisher noch unbekannter Ursache in einen 10 m tiefen Bauschacht gestürzt. Mittels einer Materialtransportkiste und dem Baustellenkran wurden die drei Verunfallten gerettet, ärztlich versorgt und mittels RTH und NAW in die Klinik gebracht. Person nach Unfall eingeklemmt, eine Person verstorben, Starkenburger Straße 48 Freitag, dem 08. Juni 1984 Auf der Starkenburger Straße,in Höhe der Einmündung Mühlheimer Straße, kam es zu einem tödlichen Unfall eines Motorradfahrers, der frontal auf einen PKW prallte und diesen hierbei umwarf. Motorrad und Fahrer hingen eingeklemmt zwischen Tür und Dach des Personenwagens fest. Die beiden Insassen des Personenwagens waren durch die Wucht des Aufpralls auf die Straße geschleudert worden, wo sie verletzt liegen blieben. Nach der ärztlichen Versorgung durch den NAW-Arzt wurden die beiden Verletzten in die Klinik gebracht. Der Motorradfahrer war bei dem Zusammenstoß tödlich verletzt worden. Das Motorrad mußte mittels Leiterbühne aus dem völlig zertrümmerten PKW herausgehoben werden. Lagerhallenbrand, Hanauer Landstraße 433 Montag, dem 18. Juni 1984 Auf fahrbaren Paletten waren mehrere Stapel Teppichfliesen in Brand geraten. Mit drei C-Rohren konnte der Brand rasch gelöscht werden. Da das gesamte Lagergebäude stark verqualmt war, mußten insgesamt 15 Preßluftatmer und zwei Großraumentlüfter eingesetzt werden. Eingesetzt waren zwei Löschzüge, der Atemschutzzug und die Freiwillige Feuerwehr Fechenheim. Von der Feuerwehr wurde der Schaden auf 500.000,-- DM geschätzt. Aufgrund der Folgeschäden bezifferte die Geschäftsleitung den Sachschaden auf insgesamt 1,5 Millionen DM. Brand im Schloß Philippsruhe in Hanau Dienstag, dem 07. August 1984 Duch fahrlässige Brandstiftung war am Nachmittag des 07. August 1984 in dem als Museum genutzten Schloß Philippsruhe ein ausgedehnter Dachstuhlbrand ausgebrochen. Neben den örtlichen Freiwilligen Feuerwehren von Hanau und Umgebung waren auch eine Leiterbühne und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug aus Frankfurt am Main zur Brandbekämpfung eingesetzt. Darüber hinaus wurden der Freiwilligen Feuerwehr Hanau sechs Industrie-Sauger zur Verfügung gestellt. Der Gesamtschaden wurde auf 1,5 Millionen DM geschätzt. Da aber eine ganze Reihe von Kunstschätzen durch den Brand und Löschwasser beschädigt wurden, dürfte der Gesamtschaden weit höher liegen. In der Presse gab es herbe Kritik am Löschangriff und an den angeblich magelnden Brandschutzeinrichtungen im Schloß. Brand im U-Bahnhof Miquellallee Dienstag, dem 07. August 1984 Im U-Bahnhof Miquellallee hatte ein Bewachungsunternehmen im Bahnsteigbereich eine aus Holz gefertigte Hütte von 1,7 x 2,0 m unterhalten. Vermutlich durch fahrlässigen Umgang mit offenem Feuer war die Inneneinrichtung des Wachraumes in Brand geraten. Der Zugführer des U-Bahnzuges U 2-24, der zu diesem Zeitpunkt in den Bahnhof einfuhr, versuchte den Brand mit einem Pulverlöscher zu löschen. Diese Löschmaßnahmen blieben jedoch erfolglos. Der Zugführer veranlaßte die Räumung des U-Bahnzuges und des Bahnsteiges. Beim Eintreffen der ersten Löscheinheiten drang bereits dichter Qualm aus allen Ausgängen des Bahnhofs. Fahrgäste flüchteten aus allen Ausgängen. Laut Mitteilung des U-Bahnzugführers wurde noch eine gehbehinderte männliche Person vermißt, die sich noch im 1. UG befinden sollte. Der Brand hatte inzwischen das Wachlokal vollständig zerstört und dehnte sich im Zwischendeckenbereich einer abgehängten Aluminiumlamellendecke aus. Auf einer Länge von ca. 30 Meter brannte die Isolation der installierten Strom- und Signalleitungen sowie Leerrohre aus Kunststoff. Besonders charakteristisch für die rasante Brandausbreitung im Deckenbereich war der zu beobachtende "Zündschnureffekt" an den ungeschützten Kabelbrücken. Die zur Menschenrettung eingesetzten Trupps fanden im Bahnhofsbereich keine Personen mehr vor. Der Brand konnte mit einem C-Rohr rasch unter Kontrolle gebracht werden. Mit dem Großraumentlüfter des Rauchgascontainers wurde der Bahnhof belüftet. Von den eingesetzten Trupps wurden insgesamt 25 Preßluftatmer eingesetzt. Die Stadtwerke bezifferten den Gesamtschaden auf ca. 1,5 Millionen DM. Da der Bahnhof neu verkabelt und der Fahrdraht ersetzt werden mußte, war der U-Bahnhof mehrere Stunden nicht befahrbar. Die Stadtwerke richteten einen Bus-Ersatzdienst ein. Beseitigung von mit Pflanzenschutzmittel getränktem Brandschutt, Buchschlag Samstag, dem 11. August 1984 Auf Anforderung der Revierförsterei Dreieich mußten nach einem Brand aus einem Lagerraaum für Forst- und Kulturgeräte mehrere cbm mit Pflanzenschutzmitteln durchsetzter Brandschutt ausgeräumt und zur Hessischen Industriemüll-GmbH nach Biebesheim gebracht werden. Aufgrund der Giftstoffe und ihrer möglichen Gesundheitsschädigung wurden die Arbeiten unter Vollschutzausrüstung durchgeführt. Der gesamte Brandschutt (4,26 t) ) wurde in Behältern verpackt mit Mulden-Fahrzeugen zur Hessischen Industriemüll-GmbH gebracht. Aus Sicherheitsgründen wurde die Dekontaminationsanlage in Betrieb genommen. Mannschaft und Gerät wurden nach dem Einsatz gründlich gereinigt. Das hierbei angefallene Schmutzwasser wurde ebefalls zur Entsorgung nach Biebesheim gebracht. Person auf einem Schornstein, Schielestraße 1 Dienstag, dem 21. August 1984 Rund sechs Stunden narrte ein 41jähriger Mann Polizei und Feuerwehr. Aus Protest gegen sein Urteil war er auf den 100 m hohen Fabrikschornstein gestiegen. wo er sich in ca. 75 m Höhe häuslich einrichtete. Hierzu hatte er diverse Gerätschaften mitgenommen, aus denen er sich einen provosorischen Sitz fertigte, der es ihm ermöglichte, die ganze Zeit sitzend auf dem Schornstein zuzubringen. Nachdem sich ein Rechtsanwalt und ein Psychologe längere Zeit mit dem Mann unterhalten und ihn zum Abstieg bewegt hatten, sprang er zuletzt aus einer Höhe von 6 m in den in Stellung gebrachten Sprungretter. Nach dem Abstieg wurde der 41jährige von Justizbeamten übernommen. Mann in Baugrube verschüttet, Gaugrafenstraße 4 Montag, dem 27. August 1984 Aufgrund mangelhafter Abstützungsmaßnahmen war ein Bauarbeiter durch nachrutschendes Erdreich bis zum Hals verschüttet. Die Grubensohle lag bei 4 Meter. Zur Rettung des Verschütteten war es notwendig, die zum Teil eingestürzte Abstützung der Baugrube mit Hebekissen und feuerwehreigenem Abstützmaterial zu sichern. Der Verunfallte wurde während der Rettungsaktion ständig mit Sauerstoff versorgt. Nachdem der Verschüttete gerettet war, stellte der NAW-Arzt keine ernsthaften Verletzungen fest. Brand in einer Moschee Münchener Straße 45 Donnerstag, dem 06. September 1984 Vermutlich durch unsachgemäße Elektroinstallation kam es im zweiten Tiefkeller der oben genannten Liegenschaft, in dem eine türkische Moschee untergebracht war, zu einem ausgedehnten Brand. Wegen der starken Verqualmung mußten 16 Personen und 2 Hunde über Leiterbühnen evakuiert werden. Aufgrund der unübersichtlichen Einsatzlage, der starken Verqualmung und der Vermutung, daß sich noch Personen in der Moschee aufhielten, wurde 3. Alarm ausgelöst. Nachdem der Brand im zweiten KellergeschoB lokalisiert worden war und ein Vordringen zur Brandstelle wegen der enormen Hitzeentwicklung nicht möglich war, wurde mittels zwei Mittelschaumrohren über die Lichtschächte und HI-EX-Generatoren über den Treppenraum das gesamte Kellergeschoß mit Schaum geflutet. Insgesamt waren eingesetzt: 4 C-Rohre, 2 Schaumrohre, 3 HI-EX-Generatoren, 70 Preßluftatmer und eine Leiterbühne. Zur Belüftung des Gebäudes wurde der WL-Rauch und zwei weitere Großraumentlüfter eingesetzt. Die Meßergebnisse des Atemschutzzuges ergaben folgende Werte: CO = über 4.000 ppm, HCN = 150 ppm und HCL = 1 ppm. Die NO/NO2-Werte lagen bei 20 ppm. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, obwohl an diesem Tag ein islamisches Fest in der Moschee gefeiert wurde und sich teilweise bis zu 300 Personen in der Moschee aufhielten. Der Gesamtschaden wurde nach vorsichtigen Schätzungen auf ca. 500.000,-- DM beziffert. Das Kellergewölbe mußte am nächsten Tag im Bereich des Basars wegen Einsturzgefahr gesperrt und abgestützt werden. Brand im Stadtkrankenhaus Offenbach Freitag, dem 07. September 1984 Durch einen Brand im Zentralarchiv des Offenbacher Stadtkrankenhauses kam es zu einer bis heute einmaligen Rettungs- und Evakuierungsmaßnahme eines Krankenhauses im Bundesgebiet. Nachdem die Berufsfeuerwehr Offenbach den Brand bereits längere Zeit bekämpft hatte, wurde um 08:15 Uhr zunächst ein Hilfeleistungslöschfahrzeug aus Frankfurt am Main nachgefordert. Dann ging es Schlag auf Schlag. Um 09:00 Uhr löste der Oberbürgermeister der Stadt Offenbach Katastrophenalarm für die Sanitätseinheiten aus. Zwischenzeitlich waren weitere Einsatzfahrzeuge aus Frankfurt am Main in Marsch gesetzt worden. Aus dem Kreis Offenbach und Frankfurt am Main rückten Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge an. Allein von Frankfurt am Main waren 45 Beamte, 18 Lösch- und Sonderfahrzeuge, 30 Preßluftatmer, 3 Rohre, der WLA-Rauch mit dem Generatoranhänger und mehrere 1OO Liter Schaumbildner eingesetzt bzw. bereitgestellt worden. Die Evakuierung des Krankenhauses war um 11.55 Uhr abgeschlossen. Kein Patient kam durch diese Maßnahme in Gefahr oder gar zu Schaden. Das heißt, daß beinahe 900 Patienten in nicht ganz zwei Stunden das 15geschossige Bettenhochhaus ohne Komplikationen verlassen hatten. Von den Einheiten der Berufsfeuerwe Frankfurt am Main wurden ein Hochdruckrohr und zwei Mittelschaumrohre eingesetzt. Nachrückende Einheiten der Feuerwaache 7 - HLF, GA und WLA-Rauch - sorgten für die Entrauchung des Kellergeschosses der Nordseite, vom Wirtschaftshof aus. Mit dem Großraumentlüfter des TROWA 1 und TROWA 6 wurde das Kellergeschoß von der Ostseite be- bzw. entlüftet. Im Erdgeschoß des Bettenhauses brachten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main ein weiteres Lüftungsgerät der Berufsfeuerwehr Offenbach in Stellung. Von der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main waren ständig Trupps unter unluftunabhängigem Atemschutz zur Erkundung eingesetzt. Hierbei wurden noch mehrere Brandnester entdeckt. Zur Bergung von medizinischen Geräten und wichtigen Medikamenten aus den Operations- und Kreißsälen gingen Ärzte unter Atemschutz in Begleitung von Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr Frankfurt vor. Von der Besatzung des Atemschutzzuges wurden laufend Messungen vorgenommen; die Werte lagen zwischen 10 und 2000 ppm CO. Allein mit dem Krankenbus wurden 72 Patienten in die Stadthalle Offenbach und in das Alten- und Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt nach Heimbachtal verlegt. Aus Sicherheitsgründen stand der Ambulanzanhänger für eventuelle Notfälle bereit. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main konnten bereits um 13.00 Uhr wieder abrücken. Der Feuerwehreinsatz dauerte jedoch bis zum Samstagmorgen. Durch den Ausfall der gesamten Stromversorgung und die Folgeschäden, war das Bettenhaus mehrere Tage nicht benutzbar. Der Gesamtschaden wurde von Fachleuten auf 5 bis 10 Millionen DM geschätzt. PCB-Austritt aus einem Transformator, Taunusanlage 9 Freitag, dem 14. September 1984 Aus einem Transformator im I. Kellergeschoß einer Bank waren ca. 20-30 Liter Vlophen ausgelaufen und durch die Betondecke auf das darunterstehende Notstromaggregat getropft. Der Trafo, Baujahr 1956, Leistung 200 KVA, war mit ca. 250 Liter Clophen gefüllt. Von den Einsatzkräften der Feuerwehr wurde das Notstromaggregat mit Plastikfolie gesichert und das auslaufend Clophen mit Bindemittel aufgenommen. Alle Arbeiten wurden unter Vollschutzausrüstung durchgeführt. Bindemittel und diverse kontaminierte Behälter wurden in Plastiksääcken verpackt, in einem 200 Liter Stahlbehälter mit Spannringverschluß zur Hessischen Industriemüll-GmbH gebracht. Die weiteren Entsorgungsarbeiten sowie der Ausbau des defekten Trafos, wurde von einer hierfür zugelassenen Fachfirma vorgenommen. Die betroffenen Räume wurden bis z ur endgültigen Beseitigung auf Anweisung des Ordnungsamtes polizeilich gesperrt. Wohnungsbrand am Tiergarten Dienstag, dem 18. Sepember 1984 Vermutlich ein Kurzschluß in einem Videorecorder war die Ursache für einen ausgedehnten Wohnungsbrand in einem Appartement. Die Einzimmerwohnung brannte beim Eintreffen der ersten Löscheinheiten bereits in voller Ausdehng. Der Mieter hatte sich gerade noch in letzter Sekunde retten können. Er hatte sich bei seiner Flucht erhebliche Schnittverletzungen zugezogen, als er durch eine geschlossene Glastür zum Treppenraum floh. Mehrere Bewohner des Hauses mußten über eine Leiterbühne und tragbare Leiten gerettet werden. Insgesamt konnten sieben Personen über die Leitern unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Zwei Personen mußten ins Krankenhaus gebracht werden. Mit zwei Rohren - ein C-Rohr im Innenangriff und ein zweites über Leiterbühne - konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden. Der Gesamtschaden wurde auf insgesamt 100.000,-- DM beziffert. Person eingeklemmt, Bahnübergang Casselastraße Samstag, dem 29. September 1984 Aufgrund einer nicht geschlossenen Schranke kam es zu einem folgenschweren Unfall, bei dem eine PKW-Fahrerin tödlich verletzt wurde. Die Fahrerin mußte mit der Rettungsschere aus dem total zertrümmerten PKW geborgen werden. Ein an der Einsatzstelle anwesender Bahnbeamter erlitt einen Herzinfarkt; er starb noch an der Unfallstelle. Lagerraumbrand in einem 8geschossigem Bürogebäude in der Sophienstraße 26 Freitag, dem 05. Oktober 1984 Aus bisher noch unbekannter Ursache kam es in dem oben genannten Gebäude zu einem ausgedehnten Schadenfeuer. Wegen der starken Verqualmung mußte der Brandherd im Kellergeschoß zunächst mit der Wärmebildkamera lokalisiert werden. Der Brand konnte nach geraumer Zeit mit einem C-Rohr gelöscht werden. Insgesamt waren 40 umluftunabhängige Atemschutzgerate notwendig, um an den Brandherd heranzukommen. Der Brand war in einem 300 m2 großen Raum ausgebrochen, in dem Akten, Packmaterial und Computer lagerten. Der Gesamtschaden betrug ca. 1 Millionen DM. Wohnhausbrand in der Romroder Straße 6 a Sonntag, dem 04. November 1984 Aus ungeklärter Ursache war in einer Erdgeschoßwohnung eines erweiterten Wochenendhauses ein Brand ausgebrochen. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr hatte der Brand bereits auf die gesamte Wohng übergegriffen. Der Einsatz gestaltete sich äußerst schwierig, da keine Zufahrt zu dem Hause bestand und alle Einsatzgerate über einen ca. 200 m langen zum Teil steil ansteigenden Fußweg vorgenommen werden mußten. Mit 5 C-Rohren wurde der Brand von zwei Löschzügen und der Freiwilligen Feuerwehr Seckbach bekämpft. Der Schaden wurde auf 500.000 ,-- DM geschätzt. Atomversuchskraftwerk Kahl, Salzsäure ausgelaufen Samstag, dem 11. November 1984 In einem geschlossenen Gebäudeteil der Kraftwerke war an einem Flansch eine Undichtigkeit aufgetreten. Aus dem 8 m3 fassenden Behälter mit 30 %iger Salzsäure waren ca. 1.000 bis 1.500 Liter in einen Auffangbehälter gelaufen. Mit der Mono-Pumpe des Rüstwagen-Öl wurde die ausgelaufene Salzsäure in Neutralisationstanks umgepumpt. Ein Trupp mit Vollschutzanzügen war im Einsatz. Die undichte Stelle am Flansch des Tanks wurde mit "Plug N Dike" abgedichtet. Brand in der Zentralwäscherei der Universitätsklinik Dienstag, dem 13. November 1984 Bei Schweißarbeiten im Versorgungskeller der Zentralwäscherei kam es zu einem ausgedehnten Brand, der einen Schaden von ca. 500.000.-- DM führte. Es brannten Isoliermaterialien mit starker Rauchentwicklung, durch die drei Personen leichte Rauchvergiftung erlitten. Eine noch im Keller vermißte Person konnte nach einiger Zeit außerhalb der Einsatzstelle wohlbehalten gefunden werden. Mittels 4 C-Rohren und einem CO2-Rohr sowie 4 CO2-Löschern, konnte der Brand gelöscht werden. Durch die freigesetzten Salzsäuredämpfe erhielten insgesamt fünf Feuerwehrmänner Verätzungen am Hals. Die freigesetzten Salzsäuredämpfe (500 ppm) waren überraschend hoch, sie sind in dieser Auswirkung bei Bränden in Frankfurt am Main noch nicht beobachtet worden. Brand bei der Firma VEDAG, Flinschstraße 12 Donnerstag, dem 15. November 1984 In der Fabrikationshalle, in der Kaschierplatten hergestellt werden, kam es aus noch nicht geklärter Ursache zu einem Großbrand. Von der 1O x 50 m großen Halle brannte bereits die Hälfte in voller Ausdehng. Mit 2 B-Rohren und 5 C-Rohren wurde der Brand bekämpft und die BehäIter mit Flüssiggas gekühlt. Mit zwei Schaum- und einem Pulverrohr mußte ausgelaufenes und in Brand geratenes Wärmeträger-ÖL gelöscht werden. Insgesamt waren drei Löschzüge und drei Freiwillige Feuerwehren im Einsatz. Der Schaden betrug ca. 100.000,- DM. Ammoniakauströmung, Schlacht- und Viehhof Donnerstag, dem 15. November 1984 Bei Reparaturarbeiten an der Kühlanlage im Kellergeschoß des Betriebsgebäude platzte die Kopfdichtung eines Kompressors. Hierdurch wurden größere Mengen flüssigem Ammoniak freigesetzt. Zwei Monteure, die sich im Maschinenraum aufhielten, mußten den Raum verlassen, ohne die Ammoniakleitung abschiebern zu können. Sicherheitshalber mußten 20 Personen evakuiert werden. Von der Berufsfeuerwehr wurde die Ammoniakzuleitung abgeschiebert und der Ammoniaknebel mit Sprühstrahl niedergeschlagen. Alle Arbeiten mußten unter Vollschutzkleidung ausgeführt werden. Messungen ergaben zwischen 25 ppm (im Freien) bis 700 ppm im Kompressorraum. Wasserrohrbruch, Messehalle 10 Montag, dem 20. November 1984 Durch einen schadhaften Flansch an der Hauptwasserleitung waren mehrere Tausend cbm Wasser in die Kellerräume der Messehalle 10 gelaufen. In der Druckerhöhungsanlage stand das Wasser bis zu 2 Meter hoch, so daß sämtliche Elektropumpen und Schaltschränke unter Wasser standen. Alle übrigen Kellerräume standen bis zu 1 Meter unter Wasser. Auf der Südseite der Halle waren das Möbellager und mehrere Auffangsschächte unter Wasser. Mit 4 Feuerlöschkreiselpumpen, 7 Tragkraftspritzen und 12 E-Tauchpumpen wurden die Kellerräume leergepumpt. Drohte Gerüst umzustürzen, Stresemannallee 36 Freitag, 23. November 1984 Durch starke Windböen hatte sich ein Stahlrohrgerüst zwischen dem 4. und 7. Obergeschoß gelöst. Es drohte auf die Fahrbahn zu stürzen. Von der Berufsfeuerwehr wurde die Stresemannallee zwischen Waidmannstraße und am Bahnübergang gesperrt. Die Bewohner eines gefährdeten Einfamilienhaus, gegenüber der Liegenschaft, mußten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Mit zwei Kranwagen der Berufsfeuerwehr wurde das Gerüst abgestützt. Unter Verwendung von 4 Greifzügen wurde im 7. Obergeschoß das Gerüst gesichert. Ein 40 t-Kran brachte mit Unterstützung der beiden Kranwagen der Berufsfeuerwehr das Gerüst in seine Normalstellung zurück. Lagerhallenbrand bei der Firma Siemens, Birkenweg 8 Montag, dem 17. Dezember 1984 Duch vorsätzliche Brandstiftung kam es in der Nacht zum 17. Dezember 1984 zu einem Großbrand, dem die geeamte Lagerhalle der Firma Siemens zum Opfer fiel. Der Gesamtschaden wurde nach ersten vorsichtigen Schätzungen auf insgesamt 17 Millionen DM beziffert. Wegen der raschen Brandausweitung mußte 3. Alarm ausgelöst werden. Eingesetzt waren drei Löchzüge und zwei Freiwillige Feuerwehen sowie mehrere Sonderfahrzeuge. Insgesamt mußten 2 B-Rohre, 18 C-Rohre und 2 Wenderohre sowie ein Monitor von einem GTLF zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Hierdurch konnte der Brandschaden auf die Lagerhalle begrenzt werden. Zum Schutz der Einsatzkräfte wurden 20 Preßluftatmer benötigt. Ein separater Raum, in dem ca. 5.000 I-Melder lagerten, konnte gehalten werden, so daß außer den in der Halle installierten I-Melder (60 Stück) keine Melder in den Brandschutt gelangten. Nach Entscheidung des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes wurde der Brandschutt, nachdem festgestellt worden war, daß die Aktivität der aufgefundenen I-Rauchmelder unterhalb der meldepflichtigen Werte der Strahlenschutzverordnung lag, zur normalen Beseitigung freigegeben. Wegen des großen Wasserbedarfs mußten allein vier UH in Betrieb genommen werden. Hierzu mußten ca. 2.000 Meter Leitung verlegt werden. Aus Sicherheitsgründen mußte der Fahrdraht der unmittelbar an der Einsatzstelle vorbei führenden Bundesbahnstrecke Frankfurt am Main - Bad Homburg vorübergehend abgeschaltet werden. |
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| < zum Jahr 1985 | ||||||||