Absturz eines Privatflugzeuges, BAB 3 - Offenbacher Kreuz

Freitag, dem 14.01.1983, 18:46 Uhr

Eine zweimotorige Piper mit insgesamt 4 Insassen war um 18:06 Uhr vom Flughafen Frankfurt a.M. gestartet. Wegen schlechter Wetterbedingungen und Vereisung der Tragflächen brach der Pilot seinen Flug ab und kehrte nach Rhein-Main zurück. Noch während des Rückfluges meldete der Pilot gegen 18:55 Uhr eine Notlandung an. Bereits um 18:56 Uhr verschwand die Maschine vom Radarschirm des Towers. Um 18:45 wurden die Berufsfeuerwehr Offenbach und Frankfurt a.M. alarmiert. Gegen 19:10 Uhr wurde die abgestürzte Maschine von Einsatzkräften der BF Offenbach a.M. in einer Eichenkultur gefunden. Alle vier Insassen wurden schwerverletzt gerettet.

Großbrand Thermalbad "Taunustherme" Bad Homburg

Samstag, dem 12. Februar 1983, 01:07 Uhr

Vermutich durch einen elektrischen Defekt im Solariumbereich entstand im Thermalbad "Taunustherme" ein GroBbrand, der in kürzester Zeit das gesamte Gebäude vernichtete. Die Frankfurter Berufsfeuerwehr wurde von der zuständigen Polizeidienststelle alarmiert. Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr Frankfurt an der Einsatzstelle brannte das 1.800 m2 große Hallenbad bereits in voller Ausdehnung. Das in Holzbinderkonstruktion gefertigte Hallendach über dem Sauna- und Schwimmbadbereich stürzte nach ca. 3 Stunden ein. Während der Brandbekämpfung konnten aus dem technischen Bereich von Atemschutztrupps der Berufsfeuerwehr Frankfurt gerade noch rechtzeitig 15 durch Wärmeeinstrahlung gefährdete Chlorgasflaschen geborgen und in Sicherheit gebracht werden. Der vom Brand erheblich gefährdete Verwaltungsbau wurde insbesondere mit Wenderohren vom Hallenbadtrakt abgeriegelt und gehalten. Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufgrund der Lage des Bades innerhalb des Parkgeländes äußerst schwierig. Wegen des intensiven Brandverlaufes und der baulichen Gegebenheit konnte die Brandbekämpfung größtenteils nur im Außengriff erfolgen.

Insgesamt waren eingesetzt:

170 Feuerwehrmänner (SB)

40 Fahrzeuge (FF, THW und DRK)

13 Fahrzeuge alleine von der Berufsfeuerwehr Frankfurt

15 C-Rohre

10 B-Rohre

Gesamtschadensumme: ca. 50 Millionen DM

Explosion bei der Firma Degussa, Gutleutstraße

24. Februar 1983, 13:27 Uhr

Im chemisch/physikalischen Analyselabor der Firma Degussa erfolgte eine schwere Explosion mit Folgebrand. Unter Verwendung von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten wurden von Atemschutztrupps ein Toter und eine schwerverletzte Frau aus dem total zerstörten Labor geborgen bzw. gerettet. Der Brand wurde mit 6 C-Rohren im Innenangriff und über Drehleitern bekämpft. Es kamen insgesamt 30 Preßluftatmer zum Einsatz. Die Vorhaltung von Einsatzplänen erleichterte den Einsatzkräften der Betriebsfeuerwehr und der Berufsfeuerwehr ganz wesentlich die Einsatzentscheidungen. Während des Einsatzes wurden die Brandbekämpfungsmaßnahmen durch ständige Schadstoffmessungen des Atemschutz- und Gasmeßzuges begleitet.

Insgesamt waren eingesetzt:

15 Lösch- und Sonderfahrzeuge

1 Notarztwagen

1 Rettungshubschrauber

3 Rettungsstransportfahrzeuge

54 Feuerwehrmänner (SB)

Gesamtschadensumme: ca. 2 Millionen DM

Ölalarm am Urselbach

Mittwoch, dem 09.03.1983

Durch eine Fahrlässigkeit waren 2500 Liter Heizöl unkontrolliert ausgelaufen. Hierdurch wurden Grund- und Oberflächenwasser (Bach) erheblich gefährdet, bzw. verunreinigt. Es wurden insgesamt 20.000 Liter Wasser-Heizölgemisch aufgenommen und ca. 80 t Ölverschmutztes Erdreich ausgehoben. Der Einsatz erstreckte sich auf insgesamt 3 Tage.

Flugzeugabsturz, Waldstadion Frankfurt am Main

Sonntag, dem 22. Mai 1983, 14:16 Uhr

Während der Luftfahrtschau des Air-Base-Tages der US-Luftwaffe stürzte bei einer Flugvorführung eine kanadische Maschine des Typs F 104 G (Starfighter) in unmittelbarer Nähe des Waldstadions ab. Die an der Mörfelder Landstraße (B 44) gelegene Absturzstelle lag nur knapp 500 m neben dem Wäldchestaggelände, wo sich zur Zeit des Absturzes mehrere Tausend Menschen auf dem Volksfest vergnügten. Die herfliegenden Flugzeugteile und der brennende Treibstoff zündeten und zerstörten insgesamt 33 am Stadion abgestellte Personekraftwagen. Bäume im angrenzenden Waldgelände brannten teilweise bis in 15 m Höhe. Für fünf PKW-Insassen, deren Fahrzeug auf der B 44 in Richtung Flughafen fuhr, kam jede Hilfe zu spät, da sie frontal in das Flammeninferno fuhren und in ihrem Fahrzeug eingeklemmt verbrannten. Lediglich eine Frau, die aus dem PKW geschleudert worden war, überlebte mit schweren Brandverletzungen den Unfall. Sie wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Stadtkrankenhaus Offenbach geflogen. Der Pilot, der sich mit dem Schleudersitz retten konnte, wurde leicht verletzt. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr und der Flughafenfeuerwehr, die bereits drei Minuten vorher vom Tower der Air-Base verständigt worden war, wurde der Brand bekämpft.

Eingesetzt waren insgesamt:

18 Lösch- und Sonderfahrzeuge der Berufsfeuerwehr

45 Feuerwehrmänner (SB) der Berufsfeuerwehr

9 Löschfahrzeuge der FAG

22 Feuerwehrmänner der FAG

Gesamtschadensumme: ca. 10 Millionen DM

Dachstuhlbrand Charlottenhof Bergen-Enkheim

Samstag, dem 28. Mai 1983, 05:18 Uhr

Tödlich endete für einen Bewohner eines landwirtschaftlichen Anwesens im Nordosten Frankfurts ein Großbrand in einem als Wohnraum genutzten Dachgeschoß. Durch den gezielten Einsatz von 1 B- und 3 C-Rohren konnte der Brand auf den Mittelteil des Anwesens begrenzt werden. Wegen der unzureichenden Löschwasserversorgung mußten zusätzlich drei Großtanklöschfahrzeuge eingesetzt werden. Eine vom Vorbeugenden Brandschutz geforderte Zisterne war zwar zu diesem Zeitpunkt bereits fertiggestellt, jedoch noch nicht mit Wasser gefüllt.

Eingesetzt waren insgesamt:

12 Lösch- und Sonderfahrzeuge der Berufsfeuerwehr

3 Freiwillige Feuerwehren

1 B-Rohr

3 C-Rohre

div. Atemschutzgeräte

Gesamtschadensumme: ca. 400.OOO DM

Scheunenbrände in Niederursel

Dienstag, dem 16. August 1983 und Samstag, dem 20. August 1983

Zwei Großbrände innerhalb von 5 Tagen im gleichen Stadtteil vernichteten zwei Scheunen mit landwirtschaftlichen Maschinen und Erntevorräten. Bei beiden Bränden handelte es sich um vorsätzliche Brandstiftung. Zur Brandbekämpfung waren die zuständigen Stadtteilfeuerwehrer und die Berufsfeuerwehr eingesetzt. Insgesamt waren für beide Einsätze 6 B-Rohre und 16 C-Rohre zur Brandbekämpfung erforderlich.

Gesamtschadensumme: ca. 760.OOO DM

Großbrand in einer Ziegelei Steinbacher Hohl

Mittwoch, dem 24. August 1983, 04:08 Uhr

In den frühen Morgenstunden wurde die Berufsfeuerwehr über Polizei-Notruf zu einem Großbrand in eine Ziegelei alarmiert, übrigens in unmittelbarer Nähe der beiden Scheunenbrände. Schon während der Anfahrt zur Einsatzstelle veranlaßte ein starker, weithin sichtbarer Feuerschein den Einheitsführer zu einer weiteren Nachalarmierung. Beim Eintreffen des ersten Löschzuges brannte bereits ein 1.800 m2 großes Ziegeleigebäude und 6 unmittelbar vor dem Gebäude abgestellte Lastkraftwagen in voller Ausdehnung. Durch den intensiven Brand waren ein benachbartes Chemikalien- bzw. Düngermittellager und ein angrenzendes Wohnhaus unmittelbar gefährdet. Aufgrund der schlechten Wasserversorgung in diesem Bereich mußten mehrere GroBtanklöschfahrzeuge eingesetzt und drei Zubringerleitungen über eine längere Wegstrecke aufgebaut werden. Obwohl die umfassende Brandbekämpfung nur mit einiger Verzögerung durchgeführt werden konnte, wurden die akut gefährdeten Gebäude geschützt und weitere 6 LKW unbeschädigt geborgen. Das Ringofengebäude war jedoch auf grund des Vollbrandes nicht mehr zu retten. Neben der Berufsfeuerwehr waren auch Freiwillige Feuerwehren aus den angrenzenden Stadtteilen mit eingesetzt.

Insgesamt waren eingesetzt:

2l Lösch- und Sonderfahrzeuge der Berufsfeuerwehr

5 Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehren

2 Wenderohre

1 B-Rohr

12 C-Rohre

Gesamtschadensumme: ca. 4 Millionen DM

Explosion in einem Wohn- und Geschäftshaus Burgstraße

Mittwoch, dem 24. August 1983, 04:25 Uhr

Nach einem Einbruch in ein türkisches Lebensmittelgeschäft in der Burgstraße 120 wurde vermutlich vorsätzlich mit Benzin Feuer gelegt. Durch die darauf folgende Raumexplosion im Laden erfolgte ein Großbrand, der sich rascb bis zum 3. Obergeschoß ausdehnte. Beim Eintreffen des ersten Löschzuges brannte der Laden bereits in voller Ausdehnung. Acht Personen, denen der Rückweg durch die Brandausdehnung versperrt war, mußten über Drehleitern bzw. Leiterbühnen gerettet werden. Sieben Personen mußten wegen Verdacht auf Rauchvergiftung zur Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht werden. Unter Verwendung von 3 C-Rohren und mehreren umluftunabhängigen Atemschutzgeräten konnte der Brand nach ca. 40 Minuten gelöscht werden.

Eingesetzt waren insgesamt:

15 Lösch- und Sonderfahrzeuge der Berufsfeuerxvehr

41 Beamte der Berufsfeuewehr

Wegen des parallel laufenden Einsatzes in der Ziegelei mußten mehrere Freiwillige Feuerwehren zur Besetzung der Feuerwachen alarmiert werden.

Gesamtschadensumme: ca. 750.000 DM

Chlophenaustritt bei der Bundesbahn

Samstag, dem 03.09.1983, 15:30 Uhr

Durch einen Marder, der sich in eine Freiluftschaltanlage der Deutschen Bundesbahn der S-Bahnstrecke Friedrichsdorf verirrt hatte, kam es in einer Blindstrompensationsanlage zu einem Gefäßzerknall, durch den ein Chlophenaustritt bewirkt wurde. Inwieweit bei dem Funkenüberschlag und der hierbei entstandenen Wärmeeinwirkung eventuell Dioxin freigesetzt wurde, konnte znächst nicht abgeklärt werden. Deshalb wurden zunächst alle Kontroll-, Beobachtungs- sowie Sicherheitsmaßnahmen unter Verwendung von Vollschutzanzügen und umluftunabhängigen Atemschutz durchgeführt. Die Einsatzstelle wurde weiträumig abgesperrt, landwirtschaftliche Tätigkeiten in der näheren Umgebung eingestellt und die zuständigen Behörden verständigt. Über TUIS wurde mit dem Chlophenhersteller sofort Verbindung aufgenommen und die weitere Vorgehensweise - wie z.B. Entnahme von Bodenproben und wissenschaftliche Auswertuag u. a. - abgesprochen. Die Auswertung der verschiedenen Bodenproben durch zwei chemische Labors ergab keinen Nachweis von TCDD's. Die Entsorgung der beschädigten Anlage erfolgte in den nächsten Tagen durch eine Fachfirma, die von der Deutschen Bundesbahn beauftragt worden war.

Chlophenaustritt bei der Bundesbahn

Samstag, dem 03.09.1983, 23:34 Uhr

Kurz vor Mitternacht wurde die Berufsfeuerwehr Frankfurt zu einem weiteren unkontrollierten Chlopheneinsatz gerufen. Wieder war ein Marder der Verursacher eines Gefäßzerknalls in einer Freiluftschaltanlage der Deutschen Bundesbahn. Dieses Mal waren drei Kondensatoren zerknallt. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Deutschen Bundesbahn gingen unter Vollschutz in die Anlage vor, schalteten die Anlage aus bzw. erdeten diese. Das genannte Gelände wurde gesperrt. Weitere Maßnahmen - Bodenproben, Analysen usw. - wurden von der Deutschen Bundesbahn veranlaßt. Bemerkenswert ist, daß am gleichem Tage in zwei getrennten Stadtteilen durch Marder diese Störfälle ausgelöst wurden. Es wird vermutet, daß dies witterungsbedingt zu sehen ist, da zu dieser Zeit die ersten kühlen Nächte zu verzeichnen waren und die Marder ganz einfach die abstrahlende Wärme in den Alagen suchten.

Panzerbrand nördlich von Frankfurt am Main

Montag, dem 26. September 1983, 20:35 Uhr

Etwa 10 km nördlich von Frankfurt am Main berührte ein US-Panzer beim Überqueren einer Bundesbahnstrecke mit seiner Antenne den Fahrdraht der Oberleitung. Der mit Munition bewaffnete Panzer war hierdurch sofort in Brand geraten. Nach ersten eingeleiteten Löschversuchen durch die örtliche Freiwillige Feuerwehr wurde die Berufsfeuerwehr Frankfurt um Unterstützung gebeten. Von der Berufsfeuerwehr wurde ein Großtanklöschfahrzeug und ein Wechsellader mit Sonderlöschmittel eingesetzt. Gemeinsam mit der anwesenden Freiwilligen Feuerwehr und den Kräften der Berufsfeuewehr konnte der Brand unter Verwendung von 2 Wasserwerfern und 1 B-Rohr gelöscht werden. Ein Schaumeinsatz war von den Amerikanern abgelehnt worden. Eine Brandeinwirkung auf die Munition konnte glücklicherweise verhindert werden.

Gesamtschadensumme: ca 5 Millionen DM

Großbrand im Steakhaus "Maredo"

Sonntag, dem 02. Oktober 1983, 01:39 Uhr

Nur dem raschen Eingreifen der Berufsfeuerwehr ist es zu verdanken, daß das mehrgeschossige Wohn- und Geschäftshaus in der Innenstadt nicht vom Feuer völlig zerstört wurde. In der erdgeschossigen Speisegaststätte, die erst kurze Zeit eröffnet war, kam es aus unbekannter Ursache zu einem Brand, der bis zum Eintreffen der ersten Löscheinheiten sich bereits auf das gesamte Lokal ausgedehnt hatte. Die Flammen drohten bereits auf die darüberliegenden Stockwerke überzugreifen. Mit 3 C-Rohren und 11 Preßluftatmern konnte das Schadenfeuer innerhalb weniger Minuten gelöscht werden. Der Schaden konnte auf das Lokal begrenzt werden. Gasmessungen, die während der Brandbekämpfung durchgeführt wurden, ergaben relativ hohe CO-Werte. Zwei Personen, die bei der Brandbekämpfung verletzt wurden, mußten ambulant im Krankenhaus ärztlich versorgt werden.

Gesamtschadensumme: ca. 3,5 Millionen DM

Dachstuhlbrand Lagwiesenweg

Freitag, dem 21. Oktober 1983, 02:54 Uhr

Vermutlich durch eine elektrische Kochplatte entstand in der Dachgeschoßwohnung eines Doppelhauses ein ausgedehnter Brand, der noch vor Eintreffen der ersten Löscheinheiten auf den Dachstuhl übergriff. Trotz erheblicher Behinderungen durch parkende Fahrzeuge konnte der Brand in kürzester Zeit unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Drei Hausbewohner wurden von der Feuerwehr unverletzt gerettet. Ein Bewohner rettete sich leichtverletzt aus dem 1. Obergeschoß. Durch den massiven Einsatz der Feuerwehr konnte eine Brandausweitung auf das Nachbargebäude verhindert werden.

Insgesamt waren eingesetzt:

2 B-Rohre

4 C-Rohre

Gesamtschadensumme: ca. 2 Millionen DM

Dachstuhlbrand Drake-Kaserne

Donnerstag, dem 21. Oktober 1983, 13:35 Uhr

Vermutlich durch Schweißarbeiten war im schiefergedeckten Walmdach des eingeschossigen Clubhauses der US-Army ein Dachstuhlbrand ausgebrochen, der durch dichte Rauchwolken weithin sichtbar war. Der Brand hatte sich bereits auf eine Gesamtlänge von ca. 25 Meter im Dachstuhl ausgebreitet. Mittels zwei Drehleitern und 8 C-Rohren, die überwiegend im Innenangriff eingesetzt wurden, konnte der Brand rasch eingedämmt werden. Wegen der starken Rauchentwicklung mußten insgesamt 20 Preßluftatmer eingesetzt werden.

Gesamtschadensumme: ca. 750.000 DM

Person in Schacht gestürzt

Dienstag, dem 01.11.1983, 15:39 Uhr

Bei der Befahrung eines geologischen Schachtes - 4m Durchmesser - stürzte ein Bauführer aufgrund von Sauerstoffmangel ab und schlug auf der 19 m tiefer gelegenen Schachtsohle auf. Unter Einsatz von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten wurde der Verunfallte mit der Marinetrage geborgen. Der anwesende Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod feststellen. Die von dem Gasmeßzug durchgeführten Messungen ergaben eine Methangaskonzentration von 70 %. Der Sauerstoffanteil betrug nur noch 7 %.

Flugzeugabsturz

Sonntag, dem 06.11.1983, 20:56 Uhr

Beim Landeanflug einer aus Venedig kommenden Piper kam es ca. 4 Meilen vor dem Frankfurter Flughafen zum Absturz der Maschine. Nachdem die Maschine vom Radarschirm im Tower verschwand, wurde eine großangelegte Suchaktion nach der Maschine eingeleitet. Da die Absturzstelle bis dahin nur vage angegeben wurde und außerdem starker Nebel herrschte, gestaltete sich die von der Polizei, Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehr und Bundeswehr eingeleitete Suche äußerst schwierig. Nach ca. 7 Stunden wurde die total zertrümmerte Maschine im Frankfurter Stadtwald gefunden; der Pilot und vier Passagiere waren tot.

Brand in einem Asylantenheim, Offenbacher Landstraße

Sonntag, dem 26. November 1983, 21:54 Uhr

Zunächst wurde nur ein "gelöschtes Feuer" gemeldet, worauf lediglich ein Löschfahrzeug ausrückte. Beim Eintreffen der Löschmannschaft an der Einsatzstelle wurde jedoch festgestellt, daß in dem Asylantenwohnheim im 2. ObergeschoB ein ausgedehnter Wohngsbrand wütete, dessen Flammen bereits aus den Fenstern schlugen und den Hausbewohnern den Rückzug abgeschnitten hatte. Zwei Personen retteten sich über das Regenfallrohr aus dem 3. ObergeschoB. Ein weiterer Bewohner rettete sich mittels Bettlaken aus dem 2. Obergeschoß. Von den zwischenzeitlich nachalarmierten Ensatzkräften wurden über Leiterbühnen und tragbaren Leitern insgesamt 11 Personen gerettet. Weitere 20 Personen konnten unter Einsatz von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten von den Rettungstrupps über das verqualmte Treppenhaus gerettet werden. Der Brand selbst konnte unter Einsatz von 3 C-Rohren innerhalb von 15 Minuten gelöscht werden. Daß nicht mehr Personen zu Schaden kamen, ist lediglich dem glücklichen Umstand zu verdanken, daß der Löschzug der relativ nahe gelegenen Feuerwache 6 in kürzester Zeit an der Einsatzstelle war. Auf grund von erheblichen brandschutztechnischen Mängeln mußten noch während des Einsatzes Vertreter des Vorbeugenden Brandschutzes tätig werden.

Insgesamt waren eingesetzt:

16 Lösch- und Sonderfahrzeuge (BF und FF)

55 Feuerwehrmänner (BF und FF)

14 Preßluftatmer

Gesamtschadenssumme: ca. 500.000 DM

Sturmeinsätze im Stadtgebiet Frankfurt a.M.

Sonntag, dem 27.11.1983, Beginn 06:05 Uhr

Ein Sturm, der über das Stadtgebiet hinwegfegte, beschädigte Hausdächer, löste Ziegel, Antennen und drückte Fensterscheiben ein. Umgestürzte Baume, Reklametafeln u.a. mußten beseitigt werden. Die Feuerwehr mußte in kurzer Zeit zu 90 Hilfeleistungseinsätzen ausrücken und zur gleichen Zeit noch 6 Brände bekämpfen.

Großbrand in einem Lager der US-Army

Mittwoch, dem 07. Dezember 1983, 12:33 Uhr

Vermutlich durch Schweißarbeiten entstand im 1. Obergeschoß eines zweigeschossigen Lagergebäudes mit 1600 m2 Grundfläche ein Großbrand. Durch vergitterte Fenster wurde die Brandbekämpfung erschwert. Trotzdem konnte eine Brandausbreitung zum Dachgeschoß verhindert werden. Unter Einsatz von 2 B-Rohren, 10 C-Rohren und 13 Preßluftatmern konnte der Brand nach ca. 2 Stunden gelöscht werden.

Gesamtschadenssumme: ca. 1,4 Millionen DM

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