Massenkarambolage

Sonntag, dem 04. Januar 1981 - A 648, Opelkreisel

Plötzlicher Kälteeinbruch führte auf der Bundesbahn A 648, in Höhe des Opelkreisels, zu einer spiegelglatten Vereisung der Fahrbahn. Folge davon war eine Massenkarambolage mit 26 beteiligten Kraftfahrzeugen. Neben Löschzugeineiten wurde ein Hilfeleistungszug und der Ölalarmzug eingesetzt, um die zum Teil schwerverletzten Personen aus den stark beschädigten Unfallfahrzeugen zu befreien, notfallmedizinisch zu versorgen und die mögliche Brandgefahr zu beseitigen. Die Verletzten wurden von mehreren Rettungswagen, einem Notarztwagen der Feuerwehr in verschiedene Krankenhäuser gebracht.

Fahrzeuge: HLF, LB, RW-Öl, Wl-Öl, PKW 05, EGZ

Ursache: Vereisung der Fahrbahn

Schadenssumme ist nicht ermittelt und im Hilfeleistungsbericht nicht aufgeführt.

Schwerer Verkehrsunfall

Montag, dem 05. Januar 1981 - Darmstädter Landstraße

Infolge von Eisglätte und überhöhter Geschwindigkeit kam in der Darmstädter Landstraße ein Personenkraftwagen von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Peitschenmast der Stadtbeleuchtung. Während der leichtverletzte Beifahrer mit der Rettungsschere aus dem Fahrzeug befreit wurde, konnte der schwerverletzte Fahrer nur mit Hilfe der Spillwinde des Rüstwagens gerettet werden. Beide Personen wurden von dem Notarztwagen versorgt.

Fahrzeuge: HLF, RW, KW, PKW

Ursache: Vermutlich durch überhöhte Geschwindigkeit und sehr glatter Fahrbahn (Schneefall)

Schadenssumme: Wird im Hilfeleistungsbericht nicht angegeben

Gasausströmung

Montag, dem 05. Januar 1981 - Hainerweg, Brauerei

Beim Lösen des Füllschlauches an einem 450O Liter fassenden Propangasbehälters versagte ein Rückschlagventil und Propan konnte unter 7 bar Druck unkontrolliert ausströmen. Der Versuch des Betankenden, eine Verschlußkappe auf den Austrittstutzen zu stülpen, schlug fehl und führte bei dem Arbeiter zu Hautverbrennungen. Die Feuerwehr sperrte zunächst den Bereich des Gastankes weiträumig ab. Nachdem gezielte Konzentrationsmessungen durch die Besatzung des Atem- und Stahlenschutzzuges ein explosives Gas/Luftgemisch anzeigten, wurden die Bewohner angrenzender Häuser evakuiert und im Krankenbus der Feuerwehr untergebracht. Bei einem Druck von ca. 1 bar im Propantank gelang es dem Einsatzleiter der Feuerwehr den Tank dicht zus etzen.

Fahrzeuge: 3 x TROWA, 2 x HLF, 2 x LB, PKW 1, PKW 7, PKW 05, GMW, GSW, AWW, KDW, GTLF 6, RW-Öl, NAW, KB, WL-Schlauch

Ursache: siehe Absatz 1

Schadensumme: ca. 10.000,-- DM

Brand in einem Farbstofflager

Freitag, dem 30. Januar 1981 - Frankfurt am Main-Höchst

In einem mehrgeschossigen Lagergebäude für Farbgrundstoffe eines chemischen Betriebes war an einer Filteranlage ein Brand ausgebrochen. Da sich der Brand sehr rasant ausbreitete,wurde die Berufsfeuerwehr Frakfurt am Main zur Unterstützung der im Einsatz befindlichen Werkfeuerwehr angefordert. Durch den Einsatz mehrerer Rohre über die Treppenräume sowie im Außenangriff über zwei Leiterbühnen gelang es nach 1 1 /2 Stunden das Feuer erfolgreich zu bekämpfen. Ferner waren zum Abschirmen und Kühlen einer vor dem Gebäude verlaufenden Rohrbrücke zwei Grorßtanklöschfahrzeuge mit Monitoren eingesetzt.

Fahrzeuge: GTLF 24, GTLF 18, GTLF 6, 3 x LB 30, TROWA 16, HLF 16, PKW 1, 2, + 05, AWW, 2 RTW

Einsatzmittel: 5 B-Rohre, 7 C-Rohre, 2 Monitore, 4 PA

Ursache: Ungeklärte Ursache

Scheibensicherungsarbeiten

Samstag, dem 31. Januar 1981 - Innenstadt

Nach gewalttätigen Ausschreitungen von zumeist jugendlichen Demonstranten in der Frankfurter Innenstadt mußte die Feuerwehr 35 verschiedene Gebäude wegen eingeschlagener Glasscheiben provisorisch gegen unbefugten Zutritt sichern. In einem Fall war auch ein Brandsatz gezündet worden, der von der Feuerwehr gelöscht wurde. Zur Auusführung der Sicherungsarbeiten fanden insgesamt ca. 600 qm Holzspanplatten und 30 qm Kunststoffplanen Verwendung.

Fahrzeuge: von Feuerwache 1, 3, 6 und 7 waren HLF, GW und WL im Einsatz.

Bei dem Brand war 1 S-Rohr im Einsatz, die Schadenssumme wurde auf ca. 5.000,-- DM geschätzt. Zum Feuer war der Zug 1 im Einsatz.

Stahlträger abgestürzt

Montag, dem 30. März 1981 - Berliner Straße/Theatertunnel

Von einem Lastkraftwagen wurde die Durchfahrtshöhe des Theatertunnels nicht beachtet und der als Durchfahrtshöhenbegrenzer dienende Stahlträger heruntergerissen. Der Träger stürzte auf ein entgegenkommendes Taxi, verletzte die vier Insassen leicht und beschädigte das Taxifahrzeug schwer. Die Verletzten wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Die Bergung des Stahlträgers übernahm ein Feuerwehrkranwagen.

Fahrzeuge: TROWA, LB, HLF, PKW 05

Schadenssumme: Unbekannt

Verkehrsunfall zwischen Straßenbahn und Personenkraftwagen

Donnerstag, dem 16. April 1981 - Wilhelm-Eppstein-StraBe

Ein Personenkraftwagen, der die Vorfahrt eines Straßenbahnzuges nicht beachtete, wurde beim überfahren der Gleise von der Straßenbahn erfaßt, gegen einen Oberleitungsmast geschleudert und hier eingekeilt. Der Fahrer des Pkw erlitt schwere Verletzungen und mußte, nachdem die StraBenbahn unter Einsatz des Rüstwagens-Schiene von der Feuerwehr ausgegleist worden war, mit der Rettungsschere aus dem Fahrzeug befreit werden. Mit Hilfe der Ausrüstung des Eingleiszuges wurde die Straßenbahn nach Abschluß der Rettungs- und Bergungsarbeiten wieder eingegleist.

Fahrzeuge: 2 x TROWA, 1 HLF, EGZ, PKW 5

Ursache: wie Absatz 1

Schadenssumme: Unbekannt

Geschäftshausbrand

Sonntag, dem 19. April 1981 - Goethestraße 31-33

In einem fünfgeschossigen Geschäftshaus war durch vorsätzliche Brandstiftung im Ladengeschäft und den Kellerräumen ein Brand ausgebrochen. Mit einem C-Rohr löschte die Feuerwehr den Brand im Erdgeschoß. Zur Bekämpfung des Kellerbrandes mußten sich die Einsatzkräfte mit einem Trennschleifer gewaltsam Zugang zu den Kellerräumen verschaffen. Aufgrund der verschachtelten Bauweise, der außerordentlichen starken Wärmeentwicklung durch eingelagertes, brennendes Papier sowie durch brennendes, ausströmendes Erdgas war es der Feuerwehr nicht möglich, direkt in die Kellerräume vorzudringen. Zur Brandbekämpfung wurde deshalb der Keller mit Leichtschaum geflutet und um das Nachströmen des Erdgases zu unterbinden, vor der Liegenschaft die Straße aufgerissen und die Gasleitung dichtgesetzt. Zur Lokalisierung des Brandherdes im Keller setzte die Berufsfeuerwehr ein Infrarotsichtgerät ein.

Fahrzeuge: 4 x TROWA, 2 x LB, 2 x HLF, TLF, AWW, GMW, GSW, PKW 7, PKW 13, WL 2, WL-Schaum, WL 3, WL 7, 6 x GW

Brandursache: Brandstiftung

25 PA waren im Einsatz.

Brandschaden: ca. DM 200.000,--

Feuer im Elisabethen-Krankenhaus

Sonntag, dem 03. Mai 1981 - Ginnheimer Straße

In der chirurgischen Ambulanz eines fünfgeschossigen Krankenhausgebäudes war es aus unbekannter Ursache zu einem Brand gekommen, dessen starke Rauchentwicklung sich vom Erdgescoß über den baulich nicht abgetrennten Treppenraum in die oberen Geschosse ausbreitete. Mit zwei C-Rohren wurde der Brand vom Erdgeschoß aus bekämpft. In einem an die Ambulanz angrenzenten Abstellraum waren 15 Druckgasflaschen der Brandeinwirkung ausgesetzt. Diese Druckgasbehälter wurden gekühlt und ins Freie gebracht. Atemschutztrupps kontrollierten die oberen Geschosse des Krankenhauses. Drei Patienten aus der Intensivstation wurden von zwei Notarztwagen und einem Rettungswagen in andere Krankenhäuser verlegt. Auf die in Erwägung gezogene Räumung des Krankenhauses konnte verzichtet werden. Zu dieser Maßnahme standen der Krankenbus sowie 23 Rettungswagen und fünf Krankentransportwagen bereit.

Fahrzeuge: 5 x HLF, 4 x LB, 3 x TROWA, KDW, ASZ, KB, WL 4, WL Mulde, PKW 1 + 05

Einsaztmittel: 3 C-Rohre, 24 PA

Brandschaden: ca. 500.000,-- DM Entenspaziergang

Sonntag, dem 10. Mai 1981 - Hanauer Landstraße

Vielleicht keine Freude, aber sicher einen Gefallen bereitete die Feuerwehr einer Entenmutter und ihren Kücken. Die Entenfamilie war zum "Sonntagsspaziergang" auf einer breiten Hauptverkersstraße unterwegs. Da die Gefahr bestand, daß die Enten überfahren werden, wurden die Tiere von der Feuerwehr eingefangen und in einem Park wieder ausgesetzt.

Fahrzeuge: HLF

Brandstiftung im Geschäftshaus

Montag, dem 08. Juni 1981 - Goethestraße 31 - 33

Zum zweitenmal kam es in dem Geschäftshaus GoethestraBe durch vorsätzliche Brandstiftung zu einem größeren Schadenfeuer. Die Berufsfeuerwehr löste 3. Alarm aus, um mit ausreichendem Personal und Gerät den Brand bekämpfen zu können. Während der Vorbereitung des Löschangriffes durch die ersten Einheiten erfolgte ein Feuerübersprung im 1. Obergeschoß. Über eine Leiterbühne wurde eine männliche Person aus dem Dacbgeschoß gerettet. Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr im umfassenden Angriff insgesamt sechs C-Rohre über die Treppenräume und drei Leiterbühnen ein. Nach sechs Stunden war der Einsatz der Feuerwehr beendet. Brandschutztechnische Mängel der Liegenschaft waren aufgrund von Widersprüchen der Eigentümer zum Zeitpunkt des Brandes nicht behoben und haben zur Brandausbreitung beigetragen.

Brandschaden: DM: 1 Million Salpetersäure ausgelaufen

Explosion

Donnerstag, dem, 09. Juli 1981 - Lixfelder Straße 2l a

Beim Verlegen von Teppichboden im Keller eines Einfamilienhauses konnte sicb ein explosives Lösungsmittel/Luftgemisch bilden. Vermutlich durch die Zündflamme eines Heißwasserboilers kam es zu einer Raumexplosion, wobei der mit der Verlegearbeiten beschäftigte Handwerker schwer brandverletzt wurde. Der Kellerraum brannte aus. Ein Nachbar der zu Hilfe kommen wollte und der Unfallverletzte wurde von der Feuerwehr aus dem Keller gerettet und notfallmedizinsch versorgt. Der Rettungshubschrauber transportierte den Handwerker in eine Klinik für Brandverletzte.

Fahrzeuge: 2 x HLF, 2 x LB, PKW 1 und 11, AWW

Einsatzmittel: 1 C-Rohr, 4 PA

Schadenssumme: ca. 50.000,-- DM

Brand im SPD-Haus

Dienstag, dem 01. September 1981

Durch einen Brandanschlag wurde der große Sitzungssaal im Hause der Sozialdemokratischen Partei stark zerstört. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehreinheiten brannte der auf Betonstützpfeilern an ein Bürogebäude angegliederter freitragender Sitzungssaalbau in ganzer Ausdehnung. Der Brand drohte auf das Bürogebäude überzugreifen. Durch Abriegelung konnte dies verhindert werden. Über Leiterbühnen und im Innenangriff nahm die Feuerwehr ein B-Rohr und vier C-Rohre zur Brandbekämpfung vor.

Fahrzeuge: 2 x HLF, 2 x TROWA, 2 x LB, AWW, PKW

Einsatzmittel: 1 B-Rohr, 4 C-Rohre, 2 PA

Schadenssumme: ca. 300.000,-- DM

Ursache: Umgang mit offenem Feuer, vermutlich Brandanschlag

Frau im Main

Freitag, dem 30. Oktober 1981 - Main, Höhe Westhafen

Eine als Wasserleiche gemeldete leblose weibliche Person wurde von der Besatzung des Wasserrettungszuges und des Rettungsschnellbootes aus dem Main gerettet und dem Notarztwagen übergeben. Nach erfolgreichen Wiederbelebungsversuche übernahm der Notarztwagen den Transport ins Krankenhaus.

Fahrzeuge: TW, BW, PKW 17, HLF, RSB, FLB

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