Explosion in einer Lackiererei

17.01.1980 in der Gräfstrasse Durch die Explosion eines Trockenschrankes im 3.OG einer Lackiererei wurden vier Betriebsangehörige verletzt und eine nicht tragende Wand zum teilweisen Einsturz gebracht.

Unter Einsatz von 1 C-Rohr, 2 Schwerschaumrohren und 16 Pressluftatmern gelang es der Besatzung zweier Löschzüge den Folgebrand zu bekämpfen. Eine vorhandene stationäre Kohlendioxid-Löschanlage hatte ebenfalls angesprochen und trug darüber hinaus zur Eindämmung des Brandes bei. Nach Räumung des Gebäudes wurde ein Großraumentlüfter zur Belüftung eingesetzt. Der Sachschaden wurde auf ca. 500.000 DM geschätzt. Als Brandursache wurde ein defekt an einem Thermostat des Trockenschrank vermutet.

Brand einer Kartonagenfabrik in Hanau, Ruhrstraße

12.03.1980 in Hanau In den Abendstunden des 12. März kam es, vermutlich in Folge eines Maschinenschadens, zu einem Brand in einer Hanauer Kartonagenfabrik. Begünstigt durch brennend auslaufendes Heizoel und einer Dacheindeckung mit Kunststoffmaterialien breitete sich das Feuer rasant über mehrere Bauabschnitte der Fabrikations- und Lagerhalle aus und führte teilweise zum Einsturz der Decken. Aufgrund einer kritischen Löschwasserversorgung und zur Verstärkung der eigenen Einsatzkräfte forderte der Leiter der Feuerwehr Hanau einen Löschzug und zwei Großtanklöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Frankfurt an. Erst nach insgesamt 6 Stunden gelang es allen beteilig6ten Feuerwehren unter Einsatz von 7 Monitoren der Großtanklöschfahrzeuge, 6 B-Rohren, 11 C-Rohren und einem Schaumrohr den Brand zu löschen. Dabei stürzte ein Freiwilliger Feuerwehrmann aus 6 Meter Höhe ab und verletzte sich schwer. Der Einsatz der Einheiten der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main, einschließlich des zur Verpflegung der Einsatzkräfte ausgerückte Wechselaufliegers "Küche", war gegen 04.00 Uhr beendet. Der Sachschaden wurde auf ca. 10 Millionen DM geschätzt.

Brand in einer Glashütte der Silostraße im Stadtteil Höchst

19.04.1980 Durch den Bruch des Wannenbodens eines mit Gas beheizten Glasschmelzofens lief ca. 1500 Grad heiße flüssige Glasmasse in die Kellerräume der Produktionsanlagen. Das heiße Flüssigglas hatte Teile der Förder- und Betriebsanlagen entzündet. Zwei Löschzügen der Berufsfeuerwehr und einer Freiwilligen Feuerwehr gelang es unter Einsatz von insgesamt 18 C-Rohren, 1 B-Rohr und dem Wasserwerfer einer Leiterbühne das Feuer zu löschen und die heiße Glasmasse soweit abzukühlen, dass der Ausfluß gestoppt und weitere Brandgefahr beseitigt werden konnte. Der Sachschaden wurde auf ca. 3 Millionen DM geschätzt.

Straßenbahn entgleist. Eckenheimer Landstraße

28.04.1980 Durch drei auf den Schienen festgekeilten Holzklötze wurde ein Zug der U-Bahnlinie U 5 auf der oberirdischen Strecke zum Entgleisen gebracht und prallte dabei mit einem Zug der Gegenrichtung, der ebenfalls aus den Schienen gedrückt wurde, zusammen. Dabei wurden 5 Fahrgäste und die zwei Wagenführer verletzt. Mit Hilfe der hydraulischen Aufgleiseinrichtung der beiden Rüstwagen-Schiene der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main wurden die Triebwagen wieder in die Gleisspur gestellt.

Brand eines Möbellagers in der Borsigallee 24

02.05.1980 Zu einem der längsten Brandeinsätze der letzten Jahre wurde die Feuerwehr Frankfurt am Main am 02.Mai 1980 gegen 18.30 Uhr gerufen. Aus ungeklärter Ursache breitete sich von einer mit Gerümpel vollgestellten Laderampe ein Brand in das Innere eines dreigeschossigen Möbellagers (22x61m) aus. Innerhalb kurzer Zeit waren 4 Löschzüge der Berufsfeuerwehr, 1 Freiwillige Feuerwehr und mehrere Sonderfahrzeuge insbesondere 5 Großtanklöschfahrzeuge an der Einsatzstelle. Bedingt durch die großen Mengen eingelagerter Möbelstücke, Teppichwaren und Kartonagen sowie der zur Wärmedämmung verwendeten Polystyrol-Hartschaumplatten kam es zu einer außergewöhnlichen Verqualmung des Gebäudeinnern und zur nicht unwesentlichen Behinderung des öffentlichen Straßenverkehrs, auch in weiterer Umgebung des Brandobjektes. Die fehlenden Wärme- und Rauchabzugsanlagen machten zu Beginn des Einsatzes einen umfassenden Innenangriff unmöglich. An verschiedenen Stellen des Gebäudes mussten erst Mauerdurchbrüche geschaffen, Fassadenverkleidungen beseitigt und verschlossenen Tore mit Schneidgeräten geöffnet werden. Nachdem im weiteren Brandfortschritt auch Einsturzgefahr bestand, musste auf den Innenangriff ganz verzichtet und auf den Außenangriff übergegangen werden. Da die Leistung des öffentlichen Wassernetzes nicht ausreichte, wurde auf die Großtanklöschfahrzeuge zurückgegriffen und gleichzeitig von vier Freiwilligen Feuerwehren, ausgehend vom Feuerlöschboot, eine 4 Kilometer lange Doppel-B-Schlauchleitung vom Main bis zur Einsatzstelle verlegt. Zwischenzeitlich breitete sich der Brand durch die offene Innentreppe auch in das obere Geschoß aus. Die Wärmeeinwirkung durch den Wärmestau führte zum Freilegen der Stahlarmierung der tragenden Deckenelemente, was schließlich den Einsturz von Gebäudeteilen zur Folge hatte. Mit insgesamt 3 B-Rohren, 8 C-Rohren sowie 5 Wasserwerfer konnte der Brand bekämpft und ein Ausbreiten auf direkte benachbarte Gebäude verhindert werden. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerte bis zum übernächsten Tag, den 4. Mai 1980 Der Sachschaden wurde auf 8 Millionen DM geschätzt. Die Brandursache wurde nicht ermittelt.

Radfahrer im Stadtteil Hausen vom Blitz erschlagen,

17.50 Am Niddatal

27.Mai.1980 Schwerste Verbrennungen konnte die Besatzung eines Notarztwagens der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main bei einem Radfahrer feststellen. Zwei junge Leute hatten beobachtet, wie während eines schweren Gewitters ein Blitz auf den Radfahrer niederging und der Mann zu Boden stürzte. Der Radfahrer verstarb trotz "Erster-Hilfe-Versuche" der beiden Beobachter im Notarztwagen auf dem Transport ins Krankenhaus.

U-Bahnzug im Tunnel entgleist (Theaterplatz-Hauptwache)

11.Juni 1980 Durch möglicherweise zu forsches Fahren war ein auf Probefahrt befindlicher U-Bahn-Triebwagen im Tunnelbereich zwischen Theaterplatz und Hauptwache entgleist. Der Rüstwagen-Schiene der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main befuhren von der oberirdischen Einfahrrampe am Dornbusch den U-Bahn-Tunnel und gleisten den Probewagen mit Hilfe der hydraulischen Aufgleiseinrichtung wieder auf.

Wohnungsbrand durch eine Papierschwalbe

29.Juli 1980 Ein 14-jähriger Junge hatte vom Balkon im 2.Obergeschoß eine brennende Papierschwalbe fliegen lassen, die durch ein offen stehendes Fenster in eine Wohnung im ersten Obergeschoß flog und dort die Wohnungseinrichtung in Brand setzte. Die mit 2 Löschzügen anrückende Berufsfeuerwehr konnte das Feuer über eine Leiterbühne mit 2 C-Rohren löschen. Ein in der brennenden Wohnung anwesender Hund wurde gerettet. Es entstand ein Sachschaden von ca. 20.000 DM.

Brand eines Möbelhauses Große Friedberger Str. 24-26

09.September 1980 Zu einem zweiten Großbrand eines Möbelhauses wurde die Feuerwehr Frankfurt am Main in den frühen Morgenstunden des 9. September 1980 gerufen. Um 4.12 Uhr wurde das Feuer, relativ unscheinbar, als "verdächtiger Rauch" gemeldet. Bei dem Brandobjekt handelte es sich um ein ehemaliges Kino, das u.a. durch Einziehen von Zwischendecken in Höhe der früheren Sitzränge eine Nutzungsänderung zum Möbelausstellungs- und Verkaufshaus erfahren hatte. Bedingt durch seine frühere Nutzung als Lichtspieltheater waren wenige Fenster vorhanden, davon waren noch einige mit Holzplatten verschlossen und von außen nicht sichtbar. An der Südseite des Gebäudes befanden sich in fünf Geschossen Wohn- und Büroräume. Die ersten eintreffenden Einheiten fanden an der südöstlichen Seite eine starke Rauchentwicklung im 3. Obergeschoß vor, wodurch mehrere Personen im 4.Obergeschoß und dem Dachgeschoß gefährdet waren. Verstärkt durch nachrückende Kräfte gelang es der Feuerwehr sieben Personen über drei Leiterbühnen zu retten, wobei sich ein Feuerwehrbeamter Verletzungen zuzog. Erst nachdem Fensterverschalungen durchgebrannt waren, gelang es in dem weitläufigen, verwinkelten und total verqualmten Gebäudekomplex den Brandherd näher zu lokalisieren und im umfassenden Angriff über Leiterbühnen und die Freitreppe des Gebäudes das Feuer einzudämmen und zu löschen. Insgesamt waren 4 Löschzüge, der Atem- und Strahlenschutzzug sowie mehrere Sonderfahrzeuge eingesetzt. Bei den Ausräumungsarbeiten musste die Feuerwehr feststellen, dass zum Teil vorhandene automatisch schließende feuerbeständige Brandschutztüren nicht geschlossen hatten und somit wesentlich zur ungehinderten Brandausbreitung beitrugen. Gleichzeitig haben die verbrennenden Kunststoffe der eingelagerten Polstermöbel zu einer intensiven Rauchentwicklung geführt, was das Auffinden des Brandherdes wesentlich verzögert hatte. Der Sachschaden wurde auf ca. 2 Millionen Mark geschätzt. Als Brandursache ermittelte die Polizei vorsätzliche Brandstiftung nach einem Einbruch.

Brand im Straßenbahnbetriebshof Nassauer Straße

28.September 1980 Die Stadtwerke - Verkehr -meldeten der Feuerwehr Frankfurt einen ausgedehnten Brand auf dem Gleisfreigelände des Betriebsbahnhofes Frankfurt - Heddernheim. Beim Eintreffen des ersten Löschzuges brannten bereits fünf abgestellte Triebwagen der U-Bahn, was den Zugführer veranlasste "Zweiten Alarm" auszulösen. Zusammen mit den nachrückenden Einheiten verhinderte der erste Zug das Ausbreiten des Brandes auf weitere U-Bahn-Triebwagen. Sieben U-Bahn-Wagen wurden, da die Fahrzeuge nur 1,2 m voneinander entfernt standen, durch Brandeinwirkung beschädigt. Mit Hilfe der Fahrzeuge des Eingleiszuges der Berufsfeuerwehr wurden die zerstörten U-Bahnwagen aus dem Betriebshof geschleppt. Der Sachschaden wurde auf 12 Millionen DM geschätzt. Als Brandursache konnte vorsätzliche Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden.

Tödlicher Stromunfall Am Römerhof / Schmidtstraße

04.Oktober 1980 19:36 Uhr Auf Grund der Meldung "Brennt Tankwagen" rückten 2 Löschzüge, sowie der Ölalarmzug (RW-Öl und GTLF 24) zur angegebenen Einsatzstelle aus. Bei Eintreffen konnte dort kein brennender Tankwagen festgestellt werden. Beim Erkunden der näheren Umgebung fanden die Einsatzkräfte eine leblose Person mit brennenden Kleidungsstücken auf einem DB-Kesselwagen liegend vor. Über Funk wurde das Abschalten der 15 000 Volt Bundesbahnoberleitung verlangt. Der Kesselwagen war mit Flugbenzin beladen.

Um eine nicht auszuschließende folgenschwere Katastrophe durch Explosion des Tankinhaltes zu verhindern und das Leben des Verunfallten möglicherweise noch zu retten, bestieg ein Feuerwehrbeamter den Kesselwagen und löschte die brennende Kleidung der dort liegenden Person ab. Danach begann der Beamte mit dem Versuch, die Person vom Tankwagen zu bergen. Dabei musste der Feuerwehrmann in den Spannungsbereich der Oberleitung gekommen sein und erlitt tödliche Verletzungen. Der Stromüberschlag stellte sich den Einsatzkräften der Feuerwehr als vermeintliche Explosion das, deshalb versuchte ein zweiter Feuerwehrbeamte seinem Kollegen zu Hilfe zu kommen. Dabei kam auch es in den Spannungsbereich. Der NAW-Arzt konnte bei allen drei Personen nur noch den Tod feststellen.

Lagerhallenbrand in der Kurmainzerstraße 111- 156

12.Dezember 1980 In einer Lagerhalle, 30 x 20 m, in Stahlbetonskelettbauweise brannte Verpackungsmaterial für Molkereiprodukte. 2/3 des eingelagerten Gutes hatte bei Ankunft des ersten Löschzuges bereits Feuer gefangen, ein Teil der Lichtkuppeln und eine seitliche Fensterreihe waren durchgebrannt. Im umfassenden Außenangriff und zum Teil im Innenangriff wurden 1 B-Rohr und 6-C-Rohre sowie 6 Wenderohre von Drehleitern zur Brandbekämpfung eingesetzt. Die Beamten des Atem- und Strahlenschutzzuges konnten teilweise hohe Konzentrationen giftiger Gase im Inneren der Halle messen. Es waren 29 Preßluftatmer in Gebrauch. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis in die Morgenstunden des nächsten Tages hin. Der Sachschaden wurde auf 2 Millionen DM geschätzt. Eine Brandstiftung konnte nie ausgeschlossen werden.

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