| 29.7.1974 Im Keller des Bürgerhospitals in der Nibelungenallee 37 steckte ein Brandstifter eine Handvoll Holzwolle an. Damit löste er einen Großeinsatz bei Polizei und Feuerwehr aus, der in keinem Verhältnis zu der Größe des Feuers stand. Der Brandstifter war gegen 0.15 Uhr in das Krankenhaus eingedrungen. Ebenfalls durch Brandstiftung wurden drei Stunden vorher in der Günthersburgallee zwei Kraftfahrzeuge völlig zerstört, während ein Unbekannter am 30.7. in der Saalburgstraße ein dort abgestelltes Motorfad anzündete. 22.7.1974 Brandgeruch und Sirenen der Polizei und Feuerwehr schreckten zwischen 23.13 Uhr und 23.47 Uhr die Bewohner eines Teiles der Nordweststadt aus dem Schlaf. Ein Brandstifter ging um, der zunächst im Einkaufszentrum an der Thomas-Mann-Straße Feuer gelegt, später einen Zeitungsstand an der Ecke Thomas-Mann-Straße/Gerhart-Hauptmann-Ring in Brand gesteckt und schließlich den Keller des neungeschossigen Hochhauses Gerhart-Hauptmann-Ring 242-244 in Brand gesetzt hatte. Die Bewohner retteten sich und ihre Kinder, zum Teil nur notdürftig bekleidet, ins Freie. 12.7.1974 25 Bewohner des Hauses Kelsterbacher Straße 17 wurden gegen 2.30 Uhr aus dem Schlaf geschreckt und für eine Stunde evakuiert. Grund für diese Vorsorge: In der Nacbbarschaft stand eine 120 Quadratmeter große Lagerhalle eines Dachdeckergeschäftes in Flammen, und damit bestand die Gefahr, daß zehn Propangasflaschen explodierten. Die Feuerwehr verhinderte eine Katastrophe durch rechtzeitiges Kühlen der Flaschen. Kripobeamte ermittelten wegen vorsätzlicher Brandstiftung. 18.6.1974 Giftgasalarm mußte für den Bereich der Universitätskliniken Sachsenhausen wegen eines Feuers ausgelöst werden, das auf dem angrenzenden Gelände des Blutspendedienstes Hessen des Roten Kreuzes im Zentralbau der Produktionsanlagen entstanden war. Infolge der Hitze platzten verschiedene Gefäße, es bildeten sich giftige Dämpfe von Silicon, Blausäure, Nitrose und CO-Gasen. Dazu kamen Salzsäuredämpfe durch die Verbrennung von Kunststoff und eine enorme Rauchentwicklung. Die Feuerwehr setzte 80 Atemschutzgeräte ein. Wehrleuten gelang es, zahlreiche Druckgasflaschen rechtzeitig so abzukühlen, daß eine Explosion vermieden wurde. Außerdem konnten in enger Zusammenarbeit mit dem Personal der Blutspendezentrale fertiggestellte Blutkonserven ins Freie geschafft werden. 14.4.1974 Ein "kleines Feuerchen" zum Aufwärmen zündeten sich Stadtstreicher in der C-Ebene unter dem Theaterplatz an. Sie hatten es sich für die Nacht zwischen Lumpen, alten Zeitungen und Plastiktüten bequem gemacht. Das Feuerchen verursachte wiederum einen Schwelbrand im Kabelschacht der U-Bahn. Die dabei entstandenen giftigen Gase und Dämpfe zogen durch den U-Bahnschacht und drangen an die Oberfläche. Es bestand erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Passanten (Lebensgefahr sogar in den Schächten) und die eingesetzten Kräfte. Daher wurden U-Bahnhof und Fußgängerebene Theaterplatz ab 21.20 Uhr und später auch die unterirdischen Anlagen an Roßmarkt und Hauptwache für jeglichen Verkehr gesperrt. Auch die Straßen im Bereich Theaterplatz, Kaiserplatz und Roßmarkt mußten gesperrt werden. Um 22.40 Uhr war es der Feuerwehr gelungen, den Brand mit Kohlensäureschaum zu löschen. Gegen 23.30 Uhr konnten die Absperrmaßnahmen aufgehoben werden. 16.1.1974 Für die Berufsfeuerwehr mußte in der Nacht zum 17. Januar der Ausnahmezustand ausgerufen werden, nachdem die Ausläufer eines Sturmtiefs mit Spitzengeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern über das Stadtgebiet rasten und erhebliche Schäden anrichteten. Zwischen 20.45 Uhr und O.27 Uhr wurde die Feuerwehr über Notruf zu 31 Einsätzen gerufen. Der Sturm hatte Bäume geknickt, Bauzäune umgefegt, Plakatwände durch die Luft geschleudert und zahlreiche Fensterscheiben eingedrückt. Zwischenzeitlich wurden noch acht Brände gemeldet. Ein Feuer in der Limesstadt hatte einen Großeinsatz zur Folge. Sechs Personen mußten über Drehleitern gerettet werden. 11.1.1974 Wohnungsbrand in der Leerbachstraße 101. Das Feuer entstand vermutlich nach einer Explosion eines Fernsehgerätes. Die Wohnung brannte total aus, wobei eine 49jährige Frau ums Leben kam. 5.1.1974 Eine seit Tagen anhaltende Serie von Brandstiftungen in Frankfurt reißt nicht ab: Im Hause Große Friedberger Straße 10-12 ging der Dachstuhl in Flammen auf. Fast zur gleichen Zeit wurde auf dem Hof des Kaufhauses "Hertie" in der Brönnerstraße Verpackungsmaterial in Brand gesteckt. Noch während der Einsätze ging bei der Feuerwehr ein anonymer Anruf ein, in dem "neue Brände" angedroht wurden. 3.11.1973 Nur mit knapper Not sind die 48 Bewohner des Hauses Bolongarostraße 173 in Höchst nach Ausbruch eines Großfeuers einer ähnlichen Katastrophe entgangen, wie sie sich im September in der Niedenau abgespielt hat. Spärlich bekleidet retteten sich Ehepaare, Familien mit Kindern und Einzelpersonen - überwiegend Italiener, Marokkaner und Jugoslawen - ins Freie. 19 Personen, die schreiend an den Fensterkreuzen hingen oder auf dem Dach des Hauses verharrten, wurden über Drehleitern geborgen. 11.9.1973 Polizeibeamte glaubten noch an böswilligen blinden Alarm, als ein anonymer Anrufer "Feuer im Haus Niedenau 12" meldete. Die Besatzung eines Funkstreifenwagens fand keine Anzeichen von Feuer. Wenig später aber wurde dasselbe Gebäude zum Schauplatz eines Dramas: Schreiende Menschen versuchten in panischem Entsetzen, dem brennenden Inferno zu entkommen. Über Dreh- und Steckleitern wurden von der Feuerwehr zehn Jugoslawen in Sicherheit gebracht. Etwa 60 Personen befanden sich zur Brandzeit in dem Haus. Fünf Menschen starben und 23 zogen sich zum Teil lebensgefährliche Verletzungen zu. Drei Notarztwagen, zehn Rettungsfahrzeuge und der Feuerwehr-Krankenbus waren neben den Löschkräften im Einsatz, An Ort und Stelle informierten sich Oberbürgermeister Rudi Arndt, Polizeipräsident Knut Müller, dessen Stellvertreter Gerling und Stadtrat Peter Jäkel über das Ausmaß der Katastrophe, die ein relativ kleiner Brand nach Brandstiftung ausgeIöst hatte. Den gesamten Einsatz leitete Branddirektor Ernst Achilles. 1.9.1973 Ein Straßenbahnzug der Linie 7 sprang an der belebten Kreuzung Schweizer Straße/Hedderichstraße aus den Schienen und stürzte um auf den Bürgersteig vor der Freiherr-vom-Stein-Schule. Bei diesem schweren Unglück wurden drei Fahrgäste getötet und 26 Menschen zum Teil schwer verletzt. Feuerwehr, Polizei und andere Helfer mußten mit Brechstangen und Trennschleifern die Schwer- und Leichtverletzten befreien. 22.8,1973 Die sechs oberen Geschosse des zu dieser Zeit höchsten Rohbaus der Bundesrepublik (Selmi-Hochhaus am Platz der Republik, inzwischen fertiggestellt) wurden bei einem achtstündigen Großfeuer verwüstet. Der Brand löste bei der Feuerwehr höchste Alarmstufe aus. 11.8.1973 Bei einem nächtlichen Großfeuer sind das 4. und 5. Obergeschoß des Geschäftshauses Goethestraße 31 vollständig ausgebrannt. Ein Ehepaar konnte nur mit Mühe aus seinem Penthouse auf dem Flachdach des Gebäudes über ein Nachbargebäude in Sicherheit gebracht werden. Erschwert wurde die Brandbekämpfung dadurch, daß die Feuerwehr erst Mauerwerk aufbrechen mußte, um an die Flammen heranzukommen. Das Haupttreppenhaus war in Höhe des 4. Geschosses zugemauert. Die Feuerwehr setzte vier Löschzüge (unter anderem drei Großtanklöschlahrzeuge) ein, da große Gefahr bestand, daß benachbarte Häuser in Mitleidenschaft gezogen wurden. Es entstand Millionenschaden. Unmittelbar nach diesem Einsatz wurde die Feuerwehr in die Seilerstraße 33 zu einem Großbrand in einem von Türken bewohnten Haus gerufen. Bei diesem Feuer, ausgelöst durch eine Propangasexplosion, sind sieben Menschen zum Teil schwer verletzt worden. 15.7.1973 Auf der Autobahn Frankfurt-Wiesbaden geriet auf regennasser Fahrbahn ein mit sieben Personen besetztes Auto ins Schleudern und prallte mit der Heckpartie und voller Wucht gegen einen Pfeiler der Westerbachbrücke bei Rödelheim. In wenigen Minuten waren der Rettungshubschrauber, ein Notarztwagen und mehrere andere Rettungs- und Sonderfahrzeuge der Feuerwehr zur Stelle. Den Einsatzkräften bot sich ein Bild des Grauens. Bei den Insassen des Fahrzeuges handelte es sich um ein Ehepaar und dessen fünf Kinder. Nocb an der Unfallstelle verstarben die Mutter und ein Bub. Vier Stunden später erlagen zwei Mädchen in der Universitätsklinik ihren schweren Verletzungen. Der Vater und zwei weitere Kinder fanden schwerverletzt Aufnahme im Höchster Krankenhaus. 15.6.1973 Fünf nächtliche Brände hielten die Feuerwehr stundenlang in Atem. Bei zwei der Brände waren Menschenleben in höchster Gefahr: "Jetzt stecke ich die Bude in Brand!" - schrie ein Betrunkener in einem Wohnbaus in Sachsenhausen. Wenig später breitete sich Feuer im ganzen Haus aus. Während sich eine Familie noch über das Treppenhaus in Sicherheit bringen konnte, war für eine weitere Familie der Fluchtweg aus dem I. Stockwerk abgeschnitten. Daraufhin sprangen das Ehepaar und dessen vierjährige Tochter aus dem Fenster. Nur der Vater zog sich Verletzungen zu. Mutter und Tochter kamen mit dem Schrecken davon. Aus der Dachgeschoßwohnung barg die Feuerwehr den Betrunkenen. Der zweite Brand in dieser Nacht verursachte in einem Hotel auf der Zeil eine Panik. Der Feuerwehr gelang es aber, sämtliche Bewohner in Sicherheit zu bringen. Nur kurze Zeit später wütete ein Brand in dem Lagerraum einer Lebensmittelfiliale im Riederwald. Schließlich wurde die Feuerwehr noch zu einem Barackenbrand in die Strafanstalt nach Preungesheim sowie in die Friedrichstraße 35 gerufen, wo ein Wohnwagen in Flammen stand. 30.4.1973 Brandstiftung vermuteten Experten bei einem nächtlichen Großfeuer in Berkersheim, bei dem die Stallanlagen und die Scheune eines Landwirtes vernichtet wurden. Wenige Straßen vom Brandort entfernt brach in einer Scheune ein zweites Feuer aus. Durch schnelles Eingreifen der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Löschgruppen Berkersheim und Harheim konnte ein Übergreifen des Feuers auf die Nachbarhäuser verhindert werden. 25.12.1972 Eine nicht abgelöschte Kerze eines Adventskranzes führte in der Nauheimer Straße 12 im Stadtteil Bockenheim zu einem Wohnungsbrand. Feuerwehrleute fanden beim Eindringen in die Wohnung ein Ehepaar und zwei Kinder tot auf. 22.12.1972 Die Berufsfeuerwehr Franklurt entsandte das Feuerlöschoot, den Gasmeßzug, Wasserrettungszug, drei Wasserwerfer, zwei Großtanklöschfahrzeuge sowie mehrere andere Spezialfahrzeuge zu einem Schiffsunglück, das sich bei Oppenheim-Kornsand ereignete. Der Einsatz, durch Katastrophenalarm ausgelöst, dauerte bis zum 29. Dezember. Das Frankfurter Feuerlöschboot blieb bis zum Abschluß der Bergungsaröeiten (30. Dezember) an der Unglücksstelle. Eines der verunglückten Schiffe war mit 408 Tonnen Ammoniak beladen. 9.8.1972 Über die Gelenkbühne und Drehleiter wurden während eines Kellerbrandes in der Waldschmidtstraße 22 zwölf Menscben in Sicherheit gebracht. 29.7.1972 Zwei Wohnräume und eine Diele brannten total in einer Mansardenwohnung eines fünfgeschossigen Hauses in der Wielandstraße 32. Wegen der Dringlichkeit der Rettung eines Bewohners gingen die ersten Feuerwehrmänner ohne Atemschutz vor. Fünf von ihnen sowie ein Polizeibeamter erlitten Rauchvergiftungen. 13.7.1972 In der Launhardtstraße am Ostgüterbahnhof stand nach Eintreffen der Feuerwehr (zwei Minuten nach der Alarmierung) das gesamte Lager der "Dachdeckereinkauf Rhein-Main" in Flammen. Während der Brandbekämpfung zerplatzten Behälter mit Lösungsmitteln und anderen brennbaren Stoffen. Unzureichend war die Wasserversorgung auf dem Gelände. Deshalb wurde das Feuerlöschboot zur Herstellung der Wasserversorgung in das Nordbecken des Osthafens beordert. Von der Branddirektion wurde der Ausnahmezustand angeordnet. Ursache das Großbrandes war Brandstiftung. Der Täter stellte sich der Polizei. 10.7.1972 Bei einem Wohnungsbrand in Sachsenhausen, Gartenstraße 18, kam ein Kind in den Flammen um. Die Pflegeeltern mußten mit erheblichen Brandverletzungen und Schockeinwirkungen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Berufsfeuerwehr bekämpte den Brand unter schwerem Atemschutz. 28.5.1972 Erfolg hatten Wiederbelebungsversuche einer Notarztwagenbesatzung bei einem vierjährigen Mädchen. Nahe der Gutleutstraße war das Kind beim Spielen an der Kaimauer in den Main gefallen. Ein Taucher der Berufsfeuerwehr rettete in kurzer Zeit das Mädchen. 12.5.1972 Freitodabsichten hatte ein junger Mann, den Feuerwehrleute vom 22. Obergeschoß eines Hochhauses in der Fürstenbergerstraße/August-Siebert-Straße nach gutem Zureden in Sicherheit brachten. Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich dadurch schwierig, da das Neubaugebäude vom elften Stockwerk an bis zum 22. Obergeschoß nur über Gerüstleitern erreicht werden konnte. 11.5.1972 Ein Bombenanschlag auf das Hauptquartier des V. Korps der US-Army richtete großen Sachschaden an. In kurzen Abständen explodierten in der Eingangshalle zum IG-Hochhaus und im dahinter liegenden Offizierskasino drei Bomben. Dabei wurden drei Personen schwer verletzt. Von ihnen starb später ein amerikanischer Oberst im US-Hospital. 24.3.1972 In der Nähe des Mainkurkreisels bei Fechenheim kam in den Abendstunden ein PKW von der Fahrbahn ab und stürzte in den Main. Fahrzeug und Fahrer, der bei diesem Unfall getötet wurde, sind durch die Taucher der Feuerwehr geborgen worden. 19.3.1972 In Panik sprang nach Ausbruch eines Brandes im viergeschossigen Altbau in der Sömmerringstraße 23 ein spanischer Staatsangehöriger zwei Stockwerke tief auf die Straße. Schwerverletzt wurde der Spanier vom Notarztwagen in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb er. Zwei auf das Dach eines Nachbarhauses geflüchtete Personen brachten Feuerwehrleute in Sicherheit. 12.2.1972 Einbrecher verursachten einen Brand in einer Drogerie in Heddernheim, Hadrianstraße. Vorsorglich ließ die Feuerwehr bis zum Abschluß der Löscharbeiten das Haus von Personen räumen. 2.2.1972 Im Frankfurter Hauptbahnhof fiel bei Verladearbeiten ein Paket mit radioaktiven Stoffen zwischen die Bahngleise. Das Paket, dessen äußere Verpackung beschädigt war, wurde von der Feuerwehr geborgen und zu einem radiochemischen Labor gebracht. 15.1.1972 In der Salzschlirfer Straße 19 im Stadtteil Fechenheim, brannte die Lagerhalle einer Speditionsfirma in voller Ausdehnung. Berufs- und Freiwillige Feuerwehr bekämpften das Feuer im massierten Einsatz, was die Auslösung des Ausnahmezustandes erforderte. Es entstand ein Millionenschaden. 5.1.1972 Hochhausbrand in der Bleichstraße 68, entstanden durch Schweißarbeiten im zweiten Obergeschoß. Drei Personen wurden über das Treppenhaus in Sicherheit gebracht. Der Brand verursachte einen Schaden von mehreren hunderttausend Mark. 20.7.1971 Sieben Tote- darunter vier Kinder im Alter von ein bis zwölf Jahren - und vier teilweise zu Schrott ausgeglühte Tankscbiffe sind die Schreckensbilanz eines nächtlichen Großfeuers im Tankerhafen der Caltex-Raffinerie Raunheim. Fünf weitere Tankschifte konnten mit eigener Kraft das Hafenbecken verlassen und sich in Sicherheit bringen. Zum Katastrophenort eilten die Löschboote der Farbwerke Hoechst und der Branddirektion Frankfurt, die außerdem mehrere Löschzüge, Wasserkanonen, Großtanklöschfahrzeuge, Spezialwagen sowie die Tauchergruppe dorthin entsandte. 18.7.1971 Das Leben von rund 30 Personen war bedroht, als in der Nacht (O.25 Uhr) in einem zweigeschossigen Altbau, Hanauer Landstraße 7, ein Kellerbrand ausbrach. Dichter Rauch verwehrte den Angehörigen mehrerer italienischer und türkischer Familien den Fluchtweg durch das Treppenhaus. Feuerwehrmänner evakuierten die Bewohner mit Sprungtuch, Drehleiter und Gelenkbühne. Bei der dramatischen Rettung mit dem Sprungtuch erlitt ein italienisches Ehepaar schwere Verletzungen. Vier weitere Personen mußten wegen Hautabschürfungen und leichter Rauchvergiftung in Krankenhäusern ambulant behandelt werden. 23.4.1971 Frankfurts Feuerwehrleute erlebten eine Nacht voller Gefahren. Dramatik und Hektik wie selten zuvor. Sie standen vor einer Zerreißprobe ihrer physischen und psychischen Leistungsfähigkeit: Um 19.05 Uhr brach auf einem rund 800 Quadratmeter großen Lagerplatz der Firma Auto-Sturm in der Darmstädter Landstraße ein Großfeuer aus. Alle verfügbaren Kräfte und technischen Hilfsmittel sowie Rettungs- und Notarztwagen wurden zum Sachsenhäuser Berg dirigiert, die Freiwilligen Wehren aus Oberrad und Niederrad mit eingesetzt. Die Branddirektion ordnete Ausnahmezustand an. Damit gingen alle dienstfreien Beamten und die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren in Befeitschaft. Noch brannte der Lagerplatz in voller Ausdehnung, als um 21.04 ein Brand in der Mainzer Landstraße gemeldet wurde, der einen 50 m langen Garagentrakt erfaßt hatte. Kräfte der Bereitschaft und die Griesheimer Freiwillige Feuerwehr gingen dieses Feuer an. Zum nächsten Einsatz mußte die Feuerwehr in die Stegstraße: Verkehrsunfall, zwei Menschen in einem Fahrzeug eingeklemmt. Wenig später ziehen Feuerwehrleute unter der Alten Brücke einen Mann unter einer Baggerschaufel hervor. Um 23.54 raste ein Löschzug in die Hanauer Landstraße. Dort hatten auf dem Gelände der Firma Messer glimmende, mit Öl getränkte Lumpen dichte Rauchschwaden verurursacht. 15 Minuten nach Mltternacht mußten wegen eines Großbrandes auf dem Neu-Isenburger Industriegelände zwei Großlöschfahrzeuge von der Darmstädter Landstraße zur Unterstützung der Neu-Isenburger Feuerwehr abgezogen werden. Damit nicht genug: Gegen 2.10 Uhr raste ein mit 5000 Litern Heizöl beladener Tankzug in der Homburger Landstraße gegen das Haus Nummer 208 und beschädigte es so stark, daß es von der Feuerwehr abgestützt werden mußte. Vier Stunden war hier die Feuerwehr im Einsatz. Sie richtete unter anderem noch den umgestürzten Tanklastzug auf, aus dem ein Teil des Öls in die Kanalisation eingedrungen war. 28.2.1971 Ein Großbrand Im Stadtteil Unterliederbach forderte zwei Tote und acht Schwerverletzte. In einem zweistöckigen Haus in der Königsteiner Straße 102 brach während der frühen Morgenstunden ein Feuer aus, das sich schnell ausbreitete. Zahlreiche Hausbewohner versuchten, mit einem Sprung vom Dach oder aus dem Fenster sich zu retten, da es durch das in Flammen stehende Treppenhaus kein Entkommen mehr gab. Den Feuerwehrleuten, die einige Bewohner in Sicherheit brachten, bot sich bei ihrer Ankunft ein Bild des Grauens. 6.2.1971 Nur zwei Stunden nachdem durch eine Bonner Spezialfirma auf dem Löschboot der Frankfurter Feuerwehr ein Notarztraum eingerichtet worden war, wurde der erste Patient - ein Reisegast eines Passagierschiffes - versorgt und auf schnellstem Wege in ein Krankenhaus gebracht. Bei dem Patienten stellte man einen Magendurchöruch fest. 26.1.1971 Erster größerer Einsatz des Feuerlöschbootes der Branddirektion bei einem Großfeuer in Mainz-Kostheim. 31.12.1970 In einer Trinkhalle in der Wittelsbacherallee explodierte ein Feuerwerkskörper. Dadurch wurden andere Knallkörper in Brand gesetzt und bei dem entstehenden "Feuerwerk" ein Mann verletzt. Die Feuerwehr setzte hinter die unliebsame Knallerei den Schlußpunkt. Das traditionelle Silvesteressen mußte in dieser Nacht wegen einer Vielzahl solcher Einsätze ausfallen. 22.11.1970 Aus Oberursel im Taunus wurde die Frankfurter Berufsfeuerwehr gerufen, um dort ein eingebrochenes Pferd an einer Baustelle der Ruhrgasleitung zu bergen. Mittels eines Hebegeschirrs und Kranwagen befreiten die Feuerwehrmänner das Pferd aus seiner Notlage. Es steckte tief im Schlamm. 9.8.1970 Aus Lebensgefahr rettete die Berufsfeuerwehr einen 65jährigen Mann aus Frankfurt, der wegen eines Leidens dringend der Behandlung in einer Kölner Spezialklinik bedurfte. Als die Branddirektion davon Kenntnis erhielt, setzte sie sich sofort mit dem Heeresfliegerbataillon in Niedermendig in Verbindung. Von dort flog unverzüglich ein Hubschrauber - trotz schwieriger Wetterbedingungen - nach Frankfurt, der den Kranken nach Köln brachte. Unterwegs wurde der Mann von Sanitätern der Feuerwehr und von einem Arzt betreut. 9.7.1970 Die als "Kommune Sachsenlager" bezeichnete Wohnung des deutsch-französischen früheren Studentenführers Daniel Cohn-Bendit wurde durch ein Feuer schwer beschädigt. Zwei Züge der Berufsfeuerwehr verhinderten eine Ausdehnung des Feuers, das sie in kurzer Zeit unter Kontrolle brachten und löschten. 26.6.1970 Um einen "Ingenieur Hartmann" und zwei Bauarbeiter zu retten, die angeblich auf der S-Bahn-Baustelle im Frankfurter Hauptbahnhof verschüttet worden sein sollten, rückte die Feuerwehr mit verschiedenen Spezialfahrzeugen, darunter ein Krankenwagen und ein Operationsbus, aus. Das Ganze stellte sich als "böswilliger Unfug" heraus. 18.6.1970 Ausnahmezustand löste ein schwerer Gewitterregen aus. Bei 220 Schadensfällen wurde die Feuerwehr zu Hilfe gerufen. 10.5.1970 Fast eine Stunde Jagd auf einen kleinen Affen machten Feuerwehrleute im Gebiet der Frauenlobstraße zwischen Ginnheimer Landstraße und Miquelallee - ohne Ertolg. Der kleine Ausreißer fand offensichtlich Gefallen daran, die Feuerwehrmänner zu narren. 29.3.1970 Die Ausbreitung des Feuers auf andere Geschosse verhinderte die Feuerwehr bei einem Großbrand im Hause Mainzer Landstraße 147. In Flammen stand ein Schuhlager. Nach Abschluß der Brandbekämpfung, die sich teilweise recht schwierig gestaltete, hatten die Feuerwehrleute noch 23 Stunden zu tun, um den Brandschutt aus dem dritten Obergeschoß in den Hof zu werfen und Sekundärbrände abzulöschen. 11.1.1970 Mit Booten und Tauchern suchte die Feuerwehr in einem nächtlichen Einsatz an der Alten Brücke vergebens nach einem Auto und Insassen. Ein Auto hatte ein Loch in das Brückengeländer gerissen, der Fahrer beging Unfallflucht, wurde aber wenig später gestellt. Darüber hatte man die Feuerwehr nicht rechtzeitig informiert. Anzunehmen war jedenfalls ein folgenschweres Unglück, das die Branddirektion veranlaßte, unverzüglich die Suche aufzunehmen. 23.12.1969 Umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen trafen Schutzpolizeieinheiten und Feuerwehr am Ostgüterbahnhof, als von der Einsatzstelle der Bundesbahn der Notruf "Munitionswaggon in Flammen!" erfolgt war. Die Feuerwehr rückte mit 35 Fahrzeugen und über 100 Mann aus. Zum Glück befand sich in dem Waggon jedoch kein Sprengstoff: Der Wagen war lediglich mit entsprechenden Schildern gekennzeichnet. Die Feuerwehr brachte den Brand mit Pulver- und Wasserlöschern rasch unter Kontrolle. 4.11.1969 Im Frankfurter Ostpark hatte sich in etwa 15 Metern Höhe eine Wildente in einer zwischen zwei Bäumen gespannten Drachenschnur verfangen. Feuerwehrleute bargen das verängstigte, aber unverletzt gebliebene Tier über eine Drehleiter und setzten es in den Weiher. 1.9.1969 Insgesamt 150 Bewohner des Häuserblocks an der Ecke Keplerstraße/Eckenheimer Landstraße erlebten eine gefährliche Nacht. In einem Lagerschuppen im Hof des Hauses Keplerstraße 12 war ein Feuer ausgebrochen, das sich schnell ausbreitete. 30 Butangasflaschen drohten zu explodieren. Durch das Eingreifen der Feuerwehr wurde diese Gefahr in knapp einer Stunde gebannt. 7.7.1969 Sturmböen bis zu Windstärke 10 entwurzelten Bäume, rissen Antennen von den Dächern, fegten Bauzäune um und hoben im Ostpark sogar ein Catcherzelt aus den Angeln. 16.6.1969 Unter der Motorhaube seines Autos glaubte ein Mann in Bockenheim "merkwürgige Geräusche" vernommen zu haben. Auf der Feuerwache in der Schwälmer Straße bat er die Beamten, doch einmal nachzusehen. Fahrer und Feuerwehrleute trauten ihren Augen nicht, als sie unter der Motorhaube einen kleinen schwarzen Kater sitzen sahen. Gleich wurde der Beschluß gefaßt, das niedliche Tier als Maskottchen zu behalten. Daß es auf den Namen "Florian" getauft wurde, versteht sich tast von selbst. 13.6.1969 Ein schweres Gewitter hielt die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Wehren mehrere Stunden in Atem. Zu fahren waren über 100 Einsätze. Die Nordweststadt wurde von dem Unwetter am schlimmsten betroffen. 2.6.1969 Wasser zu bekämpfen hatte die Berufsfeuerwehr, als am Rande der Nordweststadt ein Wasserrohrbruch erhebliche Schäden verursachte. Auf mehr als 100 Metern Länge war die Rudolf-Hilferding-Straße durch Austreten von rund 10.000 Kubikmetern Wasser überschwemmt. Zehn Keller benachbarter Häuser mußten leergepumpt werden. 19.3.1969 Zu einem ungewöhnlichen Einsatz kam es unter entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen auf dem US-Gelände am IG-Hochhaus. Dort brannte die Feuerwehr auf Anforderung des zuständigen US-Generals Boyle eine Ruine ab, die bei einem Großbrand im November 1968 übriggeblieben war. Frankfurts Feuerwehr verband den nicht alltäglichen Einsatz mit einer Großübung. 5.3.1969 Eine riesige Öllache auf der Nidda in Höhe der Praunheimer Brücke löste bei der Berufsfeuerwehr Ölalarm aus. Das Öl kam aus einem Regenwasserkanal und stammte vermutlich aus einem undichten Heizöltank. Fast acht Stunden war die Feuerwehr mit Spezialgeräten im Einsatz. 8.1.1969 Ein geradezug unglaublicher Zufall verhinderte eine Katastrophe, deren Ausmaß kaum abzusehen gewesen wäre: Unter ohrenbetäubendem Krachen stürzte in den Vormittagsstunden in der Lange Straße ein zum Abbruch bestimmtes Haus zusammen. Die Vorderfront der Hausruine kippte auf die Fahrbahn, riß Gerüst und Bauzaun mit. Wie ein Wunder kamen vier Bauarbeiter unverletzt davon. Zum Zeitpunkt des Einsturzes befanden sich weder Fußgänger auf dem Bürgersteig, noch fuhren Autos oder Straßenbahnen vorbei. Der Schienenstrang führt nur wenige Meter an der Häuserfront vorbei. Stundenlang war die Feuerwehr mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt. 17.12.1968 Nur dem Zeitpunkt des Ereignisses war es zu danken, daß bei der Explosion in einer Acetylenentwickleranlage in der Hanauer Landstraße 326 keine Personen zu Schaden kamen. Mehrere Millionen Mark Schäden verursachte diese Explosion, die auch einen Brand auslöste. 14.12.1968 Einem Großfeuer im Schlacht- und Viehhof am Deutschherrnufer fielen eine Lagerhalle für Futter- und Streumittel zum Opfer. Bedienstete des Schlacht- und Viehhofes und Feuerwehrleute brachten Vieh und wertvolle Maschinen in Sicherheit. Eine einsturzgefährdete Giebelwand des Stallgebäudes mußte eingerissen werden. 13.11.1968 Mit Unterstützung durch die Berufsfeuerwehr sind bei einem Großbrand im US-Hauptquartier in der Lübecker Straße ein großer Teil der Einrichtungen sowie wichtige Akten gerettet worden. Bei dem Lösch- und Bergungseinsatz wurden fünf Feuerwehrleute und acht US-Soldaten verletzt. Zur Sicherstellung des Brandschutzes im Stadtgebiet mußten die Freiwilligen Wehren und die Berufsfeuerwehr Offenbach mit herangezogen werden. Auf über zwei Millionen Mark bezifferten die Amerikaner den Brandschaden. 23.10.1968 Die Explosion in einem Badezimmer in Heddernheim, Hessestraße 25, beschäftigte die Spezialisten der Feuerwehr und der Stadtwerke fast zehn Stunden. Flüssigkeitsgas war in das Wasserrohrnetz gelangt. Lautsprecherwagen der Polizei und der Feuerwehr sowie der Hessische Rundfunk gaben Warnmeldungen. Der unmittelbar betroffene Wohnblock mußte vorübergehend geräumt werden. 22.8.1968 Rasche Hilfe leistete die Feuerwehr Frankfurt, als auf der Autobahn nach Würzburg die Kühlanlage eines mit 15 Tonnen Frischfleisch beladenen Thermolastzuges ausfiel. Dem Kühlaggregat wurde vom Rüstwagen der Feuerwehr Strom zugeführt. Danach konnte der Lastzug seine Fahrt fortsetzen. 2./3.6.1968 In die Millionen gingen die Schäden bei zwei durch Brandstiftung verursachten Bränden im Kaufhaus Schneider und im Kaufhof. Vier verdächtige Personen wurden zwei Tage später festgenommen. Zwei von ihnen (ein Mann und eine Frau) gestanden die Tat im Kaufhaus Schneider. 8.5.1968 Schwer verletzt wurden zwei in einer Butanabfüllstation in der Moselstraße 8 beschäftigte Arbeiter bei einer Explosion. Nach der ersten Versorgung wartete die Besatzung eines Krankenwagens das Eintretten des Notarztwagens ab. Darüber waren mehrere Passanten so empört, daß sie versuchten, gegen die Krankenwagen-Besatzung tätlich vorzugehen. 1.5.1968 Wegen Zahlungsunfähigkeit versuchte in der Niddastraße ein Hotelgast über das Dach des Hauses zu entfliehen, Dabei stürzte er kopfüber etwa 20 Meter tief in einen Schornstein. Von Feuerwehrleuten wurde der Mann, der sich erhebliche Verletzungen zugezogen hatte, gerettet. 27.4.1968 Bei der Auffahrt zur Friedensbrücke schleuderte ein Tanklastzug und stürzte über die Böschung auf das Gelände der Hafenbahn. Der Fahrer (eingeklemmt) wurde von der Feuerwehr geborgen und von der Besatzung eines Rettungswagens versorgt. 3000 Liter Benzin waren ins Erdreich eingedrungen. 20.000 Liter Kraftstoff pumpten Feuerwehrleute um, ehe das verunglückte Fahrzeug gehoben und abgeschleppt wurde. 18.4.1968 Gemeinsam mit den Freiwilligen Wehren Weißkirchen, Stierstadt, Oberursel, Bommersheim, Königstein und Bad Homburg bekämpte die Berufsfeuerwehr Frankfurt einen Großbrand in Weißkirchen/Taunus. Das Feuer entstand in einem Fabrikations- und Abfüllbetrieb zur Speiseölherstellung. Es entstand ein Millionenschaden. 8.3.1968 Bei einem Zusammenstoß eines Personenzuges und eines Nahverkehrszuges der Bundesbahn bei Mörfelden wurden zwei Menschen getötet und 60 Personen (meistens Schüler) letzt. Die Branddirektion beorderte Notarztwagen, Unfallrettungswagen, zwei Rüstwagen und einen Löschzug an die Unglücksstätte. Die Bergung der Verletzten erfolgte durch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Mörfelden, Werkfeuerwehr Opel-Rüsselsheim und des DRK. 19.2.1968 Fahrer und Beifahrer eines Thermolastzuges wurden bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn Frankfurt - Kassel eingeklemmt und schwer verletzt. Notarztwagen, Rüst- und Kranwagen der Berufsfeuerwehr waren mehrere Stunden im Einsatz. Aus einem der verunglückten Lastzüge fiel ein Teil der Ladung (Schweinehälften) auf die Fahrbahn. 7.1.1968 Fahrlässigkeit war die Ursache eines Großbrandes in einem Verwaltungsgebäude des Rhein-Main-Flughafens. Berufsfeuerwehr und Flughafenwehr retteten unter anderem zahlreiche Einrichtungsgegenstände und Büromaschinen. 17.12.1967 Acht Reifen eines mit 40.000 Litern Treibstoff beladenen US-Tankzuges brannten auf der Autobahn (Stadtgebiet). Durch rasches Eingreifen der Berufsfeuerwehr wurde größeres Unheil vermieden. 11.12.1967 Zur Sicherung ihres Fluchtweges setzten mit Maschinenpistolen bewaffnete Räuber nach einem Überfall in einem Frankfurter Parkhaus (dabei erbeuteten sie rund 300.000 Mark) einen vorher gestohlenen Kombiwagen in Brand. Unter schwerem Atemschutz wurde nach eventuell eingeschlossenen Personen in dem völlig verqualmten Parkhaus gesucht, das Feuer gelöscht. 13.11.1967 Öleinsatz der Berufsfeuerwehr nach einer mißglückten Landung einer Verkehrsmaschine vom Typ Caravelle auf dem Rhein-Main-Flughafen. Die Maschine rollte etwa 800 Meter über die Landebahn hinaus. Dabei wurden die linke Tragfläche aufgerissen, Krafstoffleitungen und -behälter beschädigt. Passagiere und Besatzung konnten sich selbst retten. 21.10.1967 Fünf Beamte der Frankfurter Berufsfeuerwehr betreuten während eines Hubschrauberfluges nach Fürstenfeldbruck einen in der Dekompressionskammer (1966 für den Wasserrettungszug beschafft) liegenden Sporttaucher. Dieser war beim Austauchen aus 70 Metern Tiefe im Pulvermaar in der Eifel verunglückt. Der Einsatz der Dekompressionskammer rettete dem Sporttaucher das Leben. 9.9.1967 Einem Großeinsatz zur Beseitigung ölverseuchten Erdreichs am Rande des Rhein-Main-Flughafens, ging eine Beinahe-Katastrophe voraus. Während des Startes einer mit 126 Personen besetzten Boeing 707 zerbarst der Kompressor eines Triebwerkes und beschädigte die Kraftstoffleitungen. An den heißen Triebwerken entzündete sich das auslaufende Kerosin. Sofort breitete sich das Feuer auf die gesamte rechte Tragfläche aus. Das Feuer löschten die deutschen und amerikanischen Flughafenfeuerwehren, während die Berufsfeuerwehr Frankfurt Maßnahmen zur Beseitigung des ausgelautenen Treibstoffes traf. Sämtliche Passagiere wurden in Sicherheit gebracht, 18 von ihnen zogen sich Verletzungen zu. 23.8.1967 Beim Brand in einer behelfsmäßig eingerichteten Kraftfahrzeugwerkstatt gegenüber der Feuerwache 1 kam erstmals die Gelenkbühne zum Einsatz. 3.8.1967 Brennende Teile der Dachkonstruktion einer Halle der Firma Rhenus am Frankfurter Flußhafen (Totalbrand) führten zur Zersetzung von rund 10.000 Tonnen Blau- und Grünkorn. Die Branddirektion gab Gesamtalarm. Alle Großtanklöschfahrzeuge sowie zahlreiche Sonder- und Reservefahrzeuge wurden zur Einsatzstelle beordert. Vom Wasser her griff das Feuerlöschboot der Farbwerke Hoechst in die Brandbekämpfung mit ein. Inzwischen besetzten 18 Freiwillige Feuerwehren die Feuerwachen. Auf rund sieben Millionen Mark wurde der Brandschaden geschätzt. 28.7.1967 Einsatz nach einem Straßenbahnzusammenstoß auf der Breitenbachbrücke. 16 verletzte Fahrgäste wurden von der Besatzung des Notarztwagens versorgt und in zwei in der Nähe gelegene Krankenhäuser gebracht. 27.7.1967 Feuerwehrleute befreiten aus einem Aufzug in der Börsenstraße 1 einen eingeklemmten Spengler. Sie fanden ihn schwer verletzt und bewußtlos vor. 18.5.1967 Ernstfallmäßig wurde bei einem Ölunfall im Flörsheimer Mainhafen die von der Frankfurter Berufsfeuerwehr entwickelte Schlängelanlage erstmals eingesetzt. Aus einem Tankschiff waren rund 5000 Liter Heizöl in das Hafenbecken ausgelauten. Der "Frankfurter Schlängel" besteht aus Feuerlöschschläuchen, die mit Preßluft gefüllt werden. Zusätzlich sind an den Schläuchen Kunststoffschürzen - am unteren Rand mit Bleigewichten beschwert - angebracht. 10.5.1967 Einer der beiden letzten in Frankfurt nistenden Störche stürzte in einen 20 Meter hohen Fabrikschornstein in Bonames. Das Tier wurde von einer Gruppe des Löschzuges 4 geborgen. Ein Tierarzt stellte nur geringfügige Verletzungen fest. 23.3.1967 In voller Ausdehnung brannte ein eingeschossiges Gebäude auf dem Militärflughafen Rhein-Main-Air-Base. Die amerikanische Flughafenfeuerwehr, die Feuerwehr Rhein-Main, die Freiwillige Feuerwehr Zeppelinheim sowie die Frankfurter Berufsfeuerwehr bekämpften gemeinsam den Brand, der einen Sachschaden von über drei Millionen Mark verursachte. 17.3.1967 Kein Brandschaden entstand nach einer Explosion in der Firma Cassalla, Hanauer Landstraße. So beschränkte sich der Einsatz der Berufsfeuerwehr auf den Transport von zwölf verletzten Arbeitern. Einige erlitten schwere Verletzungen. 8.3.1967 Die Berufsfeuerwehren Frankfurt und Wiesbaden sowie sieben Freiwillige Wehren aus dem Taunusgebiet bekämpften einen Großbrand im Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Kronberger Schloß. Frankfurter Feuerwehrmänner beteiligten sich auch an der Bergung wertvoller Kunstgegenstände. 7.3.1967 Ein ausgedehnter Dachstuhlbrand bedrohte die 187 Bewohner eines Frankfurter Alten- und Pflegeheimes. Alle verfügbaren Kräfte zog die Feuerwehr zur Rettung der zum Teil bettlägerigen und gehunfähigen Heimbewohner heran. Die drohende Katastrophe konnte verhindert werden. Hervorragende Dienste leistete beim Aufladen des Brandschuttes der Radschürfkübellader der Berufsfeuerwehr. 24.1.1967 Selbstmordabsichten hatte ein Mann, der in der Holzlachstraße in Höchst auf den Gittermast einer Hochspannungsleitung (100.000 Volt) kletterte. Zwei Feuerwehrleuten gelang die Rettung des Mannes, nachdem seine Frau und eines seiner Kinder an die Einsatzstelle geholt wurden. 21.1.1967 In der Nähe des Rhein-Main-Flughafens stürzte ein viermotoriges Flugzeug (Typ DC 4) der britischen Chartergesellschaft Air Ferry (im Auftrag der Lufthansa mit einer Frachtladung von Manchester nach Frankfurt unterwegs) vor der Landung in den Stadtwald. Die Maschine riß eine Schneise von rund 150 Metern Länge in den Wald und wurde vollständig zertrümmert. Beide Besatzungsmitglieder fanden den Tod. Die Berufsfeuerwehr, neben der Flughafenfeuerwehr im Einsatz, löschte mehrere Folgebrände. 24.12.1966 Nitrose-Gase zogen in einer dichten Wolke nach einer intensiven Zersetzung von 7000 Tonnen Volldünger in einer großen Lagerhalle der Farbwerke Hoechst über den nördlichen Teil von Höchst und Unterliederbach in Richtung Taunus. Nicht auszuschließen war die Evakuierung der Bevölkerung in den gefährdeten Gebieten, die schließlich vermieden werden konnte. Im Einsatz waren zahlreiche Kräfte der Berufsfeuerwehr, der Werkfeuerwehr und der Freiwilligen Werkfeuerwehr. Es entstand ein Millionenschaden. 17.11.1966 Auf der eingleisigen Bahnstrecke Frankfurt-Königstein stießen ein mit rund 350 Personen besetzter Zug der Königsteiner Kleinbahn AG und ein Triebwagen der gleichen Gesellschaft zusammen. Der Zusammenprall war derart heftig, daß sich die Dampflokomotive etwa 30 Meter in den Leichtstahl-Triebwagenzug bohrte. Außerdem wurden mehrere Wagen des Personenzuges ineinandergeschoben. Die Frankfurter Branddirektion ordnete den Ausnahmezustand an und verständigte die US-Feuerwehr sowie die Berufsfeuerwehr Offenbach von dem Unglück. An den Bergungsarbeiten beteiligten sich Hilfsund Sanitätsmannschaften der umliegenden Gemeinden des Main-Taunus-Kreises sowie Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren. Geborgen wurden sieben Tote und 80 Verletzte. In vielen Fällen waren die Opfer eingeklemmt. 3.8.1966 Ein Großbrand vernichtete im Hinterhof der Liegenschaft Sandweg 129 eine Autoreparaturwerkstatt. In einem in Frankfurt entwickelten Flaschentransportbehälter wurde eine Acetylengasflasche zum Main geschafft und dort zur weiteren Kühlung ins Wasser gelegt. 5.5.1966 Akute Explosionsgefahr bestand im Frankfurter Ölhafen an der Dieselstraße. Dort war das mit rund 500.000 Liter Superkraftstoff beladene Motorschiff "Rheintank 1O" leck geschlagen. Nach neun Stunden Feuerwehreinsatz war die Gefahr gebannt. 14.3.1966 In der Zeppelinallee übergoß ein 26 Jahre alter Schornsteinfegermeister seine Kleider mit Benzin und zündete sie anschließend an. Einsatzkräfte der Feuerwehr erstickten die Flammen der Bekleidung bei dieser Selbstverbrennung. Der Mann erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verbrennungen. Nicht alltäglich war auch ein tödlicher Unfall im Postamt 502 am Frankfurter Berg. Dort blieb ein Einbrecher im Entlüftungsschacht hängen und erstickte. Kräfte der Feuerwache 2 bargen den Toten. 11.2.1966 Bei einem Straßenbahnzusammenstoß in der Mainzer Landstraße/Jägerallee wurden 32 Personen verletzt. Die meisten Fahrgäste erlitten leichte Verletzungen, vier von ihnen kamen ins Krankenhaus. Vom Kranwagen der Feuerwehr und dem Rüstwagen 2 wurde der stark beschädigte Straßenbahnzug abgeschleppt. 3.2.1966 Ein ungewöhnlicher Einsatz für die Männer der Feuerwache 1: Im Privatzoo des Dr. Georg von Opel (Kronberg) war ein 70 Zentner schwerer Elefantenbulle zusammengebrochen. Mit Hilfe von Holzbalken, mehreren Seilwinden und Flaschenzügen gelang es, den Elefanten wieder auf die Füße zu stellen. 30.1.1966 Beim Start zum Direktflug nach New York geriet eine Maschine vom Typ Boeing 707 # der amerikanischen Luftverkehrsgesellschaft TWA auf dem Rhein-Main-Flughafen etwa 250 Meter über die Startbahn hinaus und blieb manövrierunfähig im regendurchweichten Wiesengelände liegen. Von der Flughafenfeuerwehr wurde Verstärkung durch die städt. Berufsfeuerwehr angefordert. Personen kamen - mit Ausnahme einer Stewardeß - nicht zu Schaden. An Bord der Maschine befanden sich 23 Menschen. Über eine von der Feuerwehr gebaute, provisorische Stahlblechstraße konnte die verunglückte Maschine nach etwa 14 stündiger Arbeit zur betonierten Startbahn gezogen werden. Bei dem Einsatz bewährte sich der Abschleppwagen der Branddirektion, ein ehemaliges US-Army-Fahrzeug. 18.1.1966 Ein Rohrbruch verursachte in der Raffinerie der Firma Caltex bei Raunheim am Main (vier Kilometer westlich der Frankfurter Stadtgrenze) eine Explosion, bei der fünf Menschen getötet und 83 verletzt wurden. Nach der Explosion, die Schäden noch im Umkreis von 1500 Metern hervorrief, brannte vor allem ausströmendes Methan, 90 Beamte der Frankfurter Berufsfeuerwehr und 26 Fahrzeuge waren 48 Stunden im Einsatz. Die Schadenshöhe bezifferten Fachleute auf rund 25 Millionen Mark. 13.12.1965 Nach der Bergung eines umgestürzten Lastzuges in der Straße "Morgenzeile" (Goldstein) wurde der 29jährige Brandmeister Gerhard Röhrig während des Einsatzes von einem unter Alkoholeinfluß stehenden Busfahrer, der die Einsatzstelle passieren wollte, erfaßt und tödlich verletzt. 27.9.1965 Noch während der Vorreitungen zur Brandbekämpfung in der Mainzer Landstraße 168 ereignete sich in einem dortigen Lagerhaus eine heftige Explosion. Hierbei wurden drei Feuerwehrleute und ein Zivilist getötet. 24 Feuerwehrleute sowie drei Reporter zum Teil schwer verletzt. Der Einsatzleiter löste Katastrophenalarm aus. Bei dem Brandobjekt handelte es sich um ein umfangreiches Filmlager mit erheblichen Beständen an Nitrofilmmaterial. Schwer in Mitleidenschaft wurden auch Nachbargebäude gezogen. Zwei Drehleitern der Feuerwehr sind zerstört und ein Tanklöschfahrzeug beschädigt worden. Im Zuge der Abbrucharbeiten wurden noch acht Tonnen Nitrofilmmaterial sichergestellt. 29.6.1965 Etwa drei Kilometer vom Frankfurter Kreuz entfernt wurde die Feuerwehr nach einem schweren Verkehrsunfall (ein vollbesetzter Omnibus prallte auf einen mit Munition beladenen US-LKW) zur Hilfeleistung gerufen. Von Beamten eines Löschzuges wurden zwei eingeklemmte Personen befreit. Der Unfall, bei dem Brand- und Explosionsgefahr bestand, forderte einen Toten und 34 Verletzte. 10.6.1965 Dramatische Rettungsaktion der Feuerwehr-Tauchergruppe am Luderbach in der Höhe Mörfelder Landstraße. Beim Spielen war ein Kind in den Luderbach getallen und in den Tunnel unterhalb der Straße abgetrieben worden. Unversehrt aber völlig erschöpft wurde das Kind von zwei Tauchern gerettet. 29.4.1965 Ein Brand in einem Wohnund Geschäftshaus auf der Zeil erforderte den Einsatz von sieben Stunden. Über Leitern rettete die Feuerwehr sechs Personen, von denen vier Rauchvergiftungen erlitten hatten. 12.11.1964 "Ölalarm" in einem Werk der Elektroindustrie in der Hanauer Landstraße. 60 Tonnen Heizöl waren in das Abwasser-Kanalnetz und in Kabelschächte des Werkes gelaufen. Über zehn Stunden dauerte der Einsatz der Feuerwehr. 27.7.1964 Großflächenbrand auf dem Rennbahngelände in Niederrad. Ein Übergreifen des Brandes auf die Stallungen wurde verhindert. 29.11.1963 Schweres Straßenbahnunglück am Oberen Kalbacher Weg bei Bonames. Eine Straßenbahnschaffnerin sowie zwei Fahrgäste waren eingeklemmt und wurden von der Feuerwehr befreit. Im Unfallkrankenhaus erlagen sie später ihren erheblichen Verletzungen. 9.9.1963 Mit Hilfe der Feuerwehr wurden bei einem Brand im Hofgut "Goldstein" 1 Bulle, 5 Kälber, 30 Kühe und rund 35O Schweine in Sicherheit gebracht. 8.9.1963 Großbrand in der Sendehalle der Deutschen Nachrichten Aktiengesellschaft (DENA) am Helligenstock, Es entstand ein Millionenschaden. 18.5.1963 Bei einem Brand in einer altdeutschen Gaststätte konnte in der Großen Bockenheimer Straße 19 eines der wenigen von Kriegseinwirkung verschonten alten Frankfurter Patrizierhäuser vor der Vernichtung bewahrt werden. Aus dem Dachgeschoß wurde ein älterer Mann über die Drehleiter gerettet. 18.12.1962 Großfeuer und Explosion in einem Schreinereibetrieb, Rat-Beil-Str, 37. Vier Feuerwehrleute wurden verletzt. 3.12.1962 Totalbrand eines Wohn- und Stallgebäudes in der Straße "Am Dachsberg". 7.11.1962 Straßenbahn-Auffahrunfall in der Mainzer Landstraße (Höhe Haus 529). Zwei eingeklemmte und verletzte Fahrgäste wurden von Feuerwehrbeamten geborgen. 6.9.1962 Schadenfeuer im Werk Griesheim der Farbwerke Hoechst. Es brannte ein Hallenkomplex von rund 3.000 Quadratmetern, in dem unter anderem große Mengen Säure gelagert waren. 6.1962 Schadenfeuer in der Großbaufirma E.F. Ambrosius & Sohn, In der Au 4-12, und in den angrenzenden Fabrikationsräumen der Metallwarenfabrik RADA. Es entstand ein Millionenschaden. 28.1.1962 Großbrand in der Feinstrumpffabrik "Elizabeth" im Röderbergweg 29. 18.1.1962 Auf dem Gelände der VDM-Heddernheim brannten eine 3.000 Quadratmeter große Lagerhalle für Kunststoff-Fertigteile und Unterkunftsräume. 4.10.1961 Schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn Frankfurt-Würzburg bei km 173,6: Aufprall eines Lastzuges auf einen mit US-Soldaten besetzten Omnibus. Zwei US-Soldaten wurden getötet, 20 Soldaten sowie die beiden Fahrer zum Teil erheblich verletzt. Bei den Bergungsarbeiten waren ein Löschzug, zwei Rüstwagen, ein Drehkran (15 Tonnen) sowie ein Lichtmast der Feuerwehr eingesetzt. Einen schnellen Abtransport der Verletzten garantierte der Einsatz des Kranken-Omnibusses. Außerdem eilten zwei Krankenwagen zur Unfallstelle. 31.7.1961 Im Zweigbetrieb der VDO-Tachometerwerke, An der Sandelmühle, brannten eine Fabrikationshalle und ein angebauter Maschinenraum in gesamter Ausdehnung. Der Einsatz dauerte aber fünf Stunden. Es entstand ein Millionenschaden. Zwei Feuerwehrmänner erlitten Verletzungen. 24.5.1961 Rettung eines dreijährigen Jungen aus einem Bohrloch (30 Zentimeter Durchmesser und fünf Meter tief). Das Kind wurde nach sieben Stunden unter großen Schwierigkeiten unverletzt gerettet. 2.3.1961 Dreizehnstündiger Einsatz beim Großbrand am "Monte Scherbelino" (städtischer Müllabladeplatz). 2.3.1961 Selbstzersetzung von eingelagertem Kunstdünger in einem Doppelsilo der Farbwerke Hoechst. Rotbraune Wolken aus Gasen und Dämpfen gefährdeten die Umgebung. Der Einsatz - teilweise unter schwerem Atemschutz - dauerte 10 Stunden. Sieben Beamte der Berufsfeuerwehr erlitten Verätzungen, drei weitere Beamte leichtere Verletzungen. 15.2.1961 Schadenfeuer in der Falkstraße 108. Gerettet wurden eine Frau mit 6 Kindern aus dem Dachgeschoß. Ein Feuerwehrmann erlitt eine Rauchvergiftung. 4.12.1960 Sturmböen von 80 bis 100 km/h brachten in der Stadt Schornsteine zum Einsturz, beschädigten Dächer und Bauten, entwurzelten Bäume und schleuderten Bauzäune und Gerüste auf Fahrbahn und Gehwege. Zur Behebung der Schäden waren 73 Einsätze erforderlich. 27.8.1960 Unwetter über Frankfurt löste 83 Feuerwehreinsätze aus. Beseitigung von 55 Wasserschäden und 20 entwurzelten Bäumen. Außerdem gab es 8 andere Hilfeleistungen. 29.9.1959 Großbrand in einer Lagerhalle, Franziusstraße 24. Entzündet hatten sich 2.000 Tonnen Briketts. Der Feuerwehreinsatz dauerte 4 Tage. 12.9.1959 Ausgedehnter Waldbrand im Frankfurter Stadtwald zwischen Unterschweinstiege und den "Tausendjährigen Eichen" in Schwanheim. Etwa 5,5 ha Kiefern- und Rotbuchenschonungen sowie 40jährige Kiefernbestände mit Buchenunterbau wurden eingeäschert. "Ausnahmezustand" war angeordnet. An der Brandbekämpfung (4 Tage mit Nachlöscharbeiten) beteiligten sich neben der Berufsfeuerwehr die Freiwilligen Feuerwehren Oberrad, Griesheim, Nied sowie die Feuerwehren des zivilen und militärischen Flughafens, Züge der Farbwerke Hoechst, die Freiwillige Feuerwehr Kelsterbach, die Polizei mit einem Wasserwerfer, amerikanische Militäreinheiten, Waldarbeiter und Zivilpersonen. Sechs weitere Freiwillige Feuerwehren besetzten die Feuerwachen 2, 3 und 5. 16.1.1959 Großbrand in der "Cubana-Bar", Westendstraße 9. Die gesamte Einrichtung und ein Teil des Treppenhauses wurden vernichtet. Vier Hausbewohner und ein Feuerwehrmann erlitten Verletzungen. 3.11.1958 Explosion in einem Wohnhaus in der Waldschulstraße 126. Eine lebensmüde Hausangestellte hatte sich gasvergiftet. Wiederbelebungsversuche verliefen ohne Erfolg. 24.5.1958 Treibstoffbrand im Osthafenbecken. Übergriff auf einen Tanker mit 600 t Flugzeugbenzin konnte verhindert werden. 10.12.1957 Löschhilfe bei einem Fabrikbrand in Kriftel im Taunus. Fünf Freiwillige Feuerwehren, die Werkfeuerwehr der Farbwerke Hoechst und die Frankfurter Berufsfeuerwehr im Einsatz. 18.6.1957 Lagerbrand im Speiseöl-Großvertrieb Becht in Heddernheim. Neben der Berufsfeuerwehr wurde die Freiwillige Feuerwehr Heddernheim alarmiert. 13.6.1957 Großbrand auf dem Lagerplatz der Firma Holz-Fiedler in der Mainzer Landstraße 395. Etwa 1.000 Kubikmeter Nutzholz, zwei Lagerhallen, die Hälfte der im Freien gestapelten Nutzholzbestände sowie vier Krattfahrzeuge fielen den Flammen zum Opfer. Acht Feuerwehrleute und ein Zivilist zogen sich zum Teil erhebliche Verletzungen zu. 3.9.1956 Wohnhausbrand in der Waidmannstraße 15 nach Brandstiftung. Bei Aufräumungsarbeiten fanden Feuerwehrleute eine bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leiche, das Opfer einer vorausgegangenen Bluttat. 13.6.1956 Auf dem Bahnübergang Woogstraße in Ginnheim erfaßte ein Personenzug einen Volkswagen, Fahrer und Beifahrerin wurden schwerverletzt geborgen. 7.12.1955 Einsturz eines fünfgeschossigen Wohnhauses nach Leuchtgasexplosion in der Kölner Straße 14. Das Ausmaß der Katastrophe erforderte die Alarmierung aller dienstfreien Beamten der Feuerwehr, der Polizei, der Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerke, der Bauaufsichtsbehörde und die Hilfe amerikanischer Pioniere. 27 Tote und sieben zum Teil schwerverletzte Bewohner wurden geborgen. Der Einsatz dauerte insgesamt 59 Stunden. 1.7.1955 Totalbrand einer Reithalle in der Tiroler Straße. Fünf Pferde kamen in den Flammen um. 24.12.1954 Gasexplosion in der Niedwiesenstraße. Auf einer Länge von 10 Metern stürzte der mittlere Teil eines Wohnblocks ein. Aus den Trümmern rettete die Feuerwehr einen Mann und eine Frau. Beide wurden mit sieben weiteren Verletzten in ein Krankenhaus gebracht. 23.12.1954 Ein über Stunden tobende Sturm über Frankfurt forderte drei Tote und mehrere Verletzte. "Ausnahmezustand" und "Gesamtalarm" (Über den Rundfunk wurden die dienstfreien Beamten alarmiert) dauerten acht Stunden. 2.10.1954 Explosion in einem Drogeriekeller in der Robert-Mayer-Straße 41. Vier schwerverletzte Personen wurden gerettet. 4.2.1954 Bei einem Brand im Wohnhaus Eschersheimer Landstraße/Ecke Gervinusstraße wurden zwei Frauen mit einem Sprungtuch, eine Frau mit einem Kleinkind über die Drehleiter gerettet. 1.2.1954 Löschhilfe beim Großbrand in der Bonnemühle-Cellulosefabrik in Okriftel. 14.1.1954 Knallgasexplosion in einer Fabrikhalle der Vereinigten Deutschen Metallwerke AG in Heddernheim. Geborgen wurden zwei Tote und zehn Schwerverletzte. 14.10.1953 Absturz eines belgischen Verkehrsflugzeuges westlich des Rhein-Main-Flughafens. 41 Tote waren zu beklagen. Deutsche und amerikanische Flugplatzfeuerwehr und die Berufsfeuerwehr Frankfurt verhinderten eine Ausbreitung des Brandes im Hochwald bei Kelsterbach. 13.12.1952 Sechs Stunden Ausnahmezustand der Feuerwehr nach orkanartigem Sturm über Frankfurt, 41 Hilfeleistungen. 10.12.1952 Benzinexplosion in der Goldsteinstraße 151. Einsturz eines Werksgebäudes der Firma Röver. Zwei Werksangehörige erlitten Verletzungen. 22.3.1952 Absturz eines Passagierflugzeuges der Niederländischen Luftfahrtgesellschaft KLM an der Gehspitz in den Stadtwald. Das Flugzeug hatte 48 Personen an Bord. Der Feuerwehr gelang die Rettung von 5 schwerverletzten Passagieren. 10.11.1951 Großfeuer nach Explosion in einem Wohnhaus in der Raimundstraße 141. Drei Tote waren zu beklagen. Eine Bewohnerin wurde verletzt geborgen. 14.8.1950 Scheunenbrand in der Wagengasse 7 in Unterliederbach. Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude wurden mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren Unterliederbach und Höchst gerettet. 6.5.1950 Dachstuhlbrand in der Westerbachstraße 1. 03.05.1949 Nach der Explosion eines Bombenblindgängers entstand ein grösserer Waldbrand zwischen Gehspitz und Mitteldick. Von den Flammen wurden 25 ha Hochwald und Schonung erfaßt. Die Explosionen weiterer Blindgänger und herumliegender Infantriemunition erschwerten die Löscharbeiten. 01.03.1949 Sämtliche Kräfte der Berufsfeuerwehr (auch die dienstfreien Beamten) und der Freiwilligen Feuerwehren Höchst, Griesheim, Oberrad und Fechenheim im Einsatz nach einer Sturmkatastrophe in Frankfurt. 7 Tote wurden geborgen und 38 Menschen (darunter 13 Verletzte) gerettet. 19.05.1948 Löschhilfe beim Großbrand in der Urbansmühle in Hattersheim. 05.05.1948 Großfeuer in den Farbwerken Hoechst. Es brannten ein Naphtalinlager und das Verarbeitungsgebäude (rund 1.200 Quadratmeter) in ganzer Ausdehnung. 12.08.1947 In der Nähe des Ostgüterbahnhofes brannten drei mit Benzin gefüllte Eisenbahn-Kesselwagen (etwa 150.000 Liter) und weitere 14 mit Holz, Kohlen, Stückgut und Bohnen beladene Waggons. 07.07.1947 In der Nähe des Rhein-Main-Flughafens brannten 5,2 ha Heide, rund 5 ha 8-10jährige Kiefernbestände sowie 2,5 ha Bodenwuchs in einem Eichenwäldchen. Brandbekämpfung durch die Löschzüge der Wachen Sachsenhausen, Heinrichstraße und Schwälmer Straße mit Unterstützung der amerikanischen Feuerwehr sowie US-Einheiten. 14.08.1946 Zwei Lagerhallen in der Justinuskirchstraße 7 in Höchst brannten in voller Ausdehnung. Gelagert waren Waschmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel, Papierballen und 1.200 Liter leicht brennbare Flüssigkeiten. 01.03.1946 Im Reuterweg brannten nach einem Unfall ein Straßenbahnzug und ein amerikanischer Leichtkraftwagen. Ein US-Soldat (eingeklemmt) verbrannte im Fahrzeug. 17.12.1946 Gebäudebrand in der Kaiserstraße 70. Vernichtet wurden ein großes Schreib- und Zeichenwarenlager sowie Wohnräume und ein umfangreiches Teppichlager. Eine Frau kam in den Flammen um. |
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