Der Insektenlehrpfad
der Feuerwehr Frankfurt am Main
Bienen und Hummeln

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Bienenhaltung

Die Honigbiene (Ein staatenbildendes Insekt, welches Völker bildet, die im Winter ca. 10 000 Bienen und im Sommer bis zu 60 000 Arbeiterinnen, ca. 500 Drohnen und eine Königin enthalten) gibt im städtischen Bereich oft Anlass zum Einsatz des Insektenberaters. Die große Anzahl dieser Hautflügler spiegelt ihre Nützlichkeit wieder, denn neben ihrem direkten Nutzen, der Produktion von Honig, ist sie durch ihre Bestäubungstätigkeit aus der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und dem Obstanbau nicht mehr wegzudenken. Hier sichert dieses emsige Insekt neben Ertragssteigerungen auch die Artenvielfalt.










Für den Städter wiederum, hat ein großer Bienenschwarm etwas bedrohliches. Die Feuerwehr muss ihn dann fachgerecht einfangen. Wild angelegte Nester werden oft bei Umbaumaßnahmen entdeckt und stören beim Weiterbauen. Die Insektenberater sind hier mit qualifizierter Hilfe oder Beratung tätig. Um ein geeignetes Trainingsobjekt für die Insektenberater vorzuhalten und daneben den Besuchern des Lehrpfades die harmlosen Bienen näher zu bringen, wurden zwei Bienenvölker als lebendes Anschauungsmodelle in den Lehrpfad integriert.










Erfolgskontrolle


Der „Feuerwehr-Imker schaut gerade seine Völker durch, indem er Wabe für Wabe entnimmt und begutachtet. Da die Bienen heute auf „Sanftmut“ gezüchtet sind, ist es auch schon mal möglich, diese Durchschau ohne Rauch und Schleier durchzuführen. Die Durchschau ist nötig, da im Mai solche Faktoren wie Schwarmfreudigkeit, Brutbild, Honigleistung uvm. genau unter die Lupe genommen werden müssen. In dieser Zeit gib es viel zu tun, sowohl für die Bienen als auch für den Imker.










Klima- und Einflugkontrolle


Die Arbeiterinnen die hier auf dem Flugbrett sitzen, regeln mit ihren Flügelschlägen (ca. 200 mal in einer Sekunde) die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Inneren ihrer Behausung. Diese Körperhaltung wird „Sterzeln“ genannt. Auf dem Brett befinden sich aber auch sogenannte Wächter. Diese Bienen begutachten jedes anfliegende Insekt genau auf Freund oder Feind, auf Kontamination durch Pflanzenschutzmittel, oder ob ein Honigdieb sich nähert. Nur wenn alle Parameter stimmen, darf das Insekt einfliegen.













Schaukasten


Ein Schwarm wurde in einem Schaukasten angesiedelt. Dort befinden sich zwei Waben hinter einer Glasscheibe. Der Vorteil liegt darin, dass die Tiere bei der Beobachtung nicht gestört werden und es somit auch nicht zu Verteidigungsattacken der emsigen Insekten kommt. Die Wachswabe hat etwa die Größe eines DIN A4 –Blattes. Sie beinhaltet ca. 4000 Kinderstuben, die aber auch zur Lagerung von Blütenpollen und Honig genutzt werden. Die stabile Sechskantstruktur ermöglicht es, bei einem Eigengewicht von 100 g, 2kg Honig aufzunehmen. Unter den Wachsdeckeln, auf der oberen Wabe, befindet sich der eingelagerter Honig. Unter den Zelldeckeln der unteren Wabe befinden sich eingesponnene Larven (Puppen).











Die Königin


Diese Königin wird gerade von einer Arbeiterin gefüttert. Der Stern auf dem Rücken dieser Chefin ist künstlich. Er wurde vom Imker aufgeklebt und macht nicht nur ein schnelleres Auffinden der Königin möglich. Durch die Farbe des Sterns wird auch ihr Schlüpfjahr angezeigt. Eine Königin wird mehrere Jahre alt. Ihre Untergebenen nur wenige Wochen. In der Zeit von Mai bis Juni verbringt solch ein Tier wahre Höchstleistungen. Sie legt in dieser Zeit bis zu 2000 Eier täglich ab.











Einblicke


Eine Wabenzelle hat einen Durchmesser von ca. 4 mm. In ihr ist eine 7 Tage alte Made zu sehen. Nach 3 Tagen schlüpft das werdende Insekt aus dem Ei. Am 9. Tag, nach dem die Bienen mit dem hier gut zu sehenden Füttern fertig sind, erhalten die Kinderstuben einen Wachsdeckel. Am 21. Tag schlüpft dann die vollentwickelte Arbeiterin aus der Zelle.
















Bienenmann


Dieses männliche Tier – eine Drohne – besitzt keinen Stachel, denn sie muss nichts und niemanden verteidigen. Ihr einziger Lebensinhalt ist die Begattung der Jungköniginnen. Diese Begattung findet außerhalb des Bienenstocks, auf den sogenannten Drohnensammelplätzen statt. Dort versammeln sich bei bestimmter Wetterlage viele Königinnen aus einem Umkreis von 10 Kilometern und tausende von Drohnen. Jede Königin wird von 8 –12 Drohnen begattet. Sie ist dann in der Lage, den Samen über mehrere Jahre, bis zu ihrem Lebensende, im Körper zu speichern. Dieser Begattungsflug ist somit eine einmalige Sache am Anfang des Lebens einer Königin.














Hummeln









Hummelkästen


Hummeln sind im Gegensatz zu Wespen weithin als harmlos bekannt.
Es kann jedoch auch bei Hummeln vorkommen, dass sie ihr Nest an einer ungünstigen Stelle bauen und dieses dann umgesiedelt werden muss. Zum Umsiedeln besitzt die Insektenberatung der Feuerwehr Frankfurt am Main 10 Hummelnistkästen aus Betonguss.










Hummelnest


Ein unbekanntes Bild:
Das Hummelnest. Da die Hummeln meist unterirdisch ihr Nest bauen, wissen viele Menschen nicht, wie ein solches Nest eigentlich aussieht. Auf diesem Bild handelt es sich um einen Teil eines Hummelnestes.














Hummelmauer


Um interessierten Besuchern einen Einblick in das Leben eines Hummelvolkes zu ermöglichen, wurde im Jahre 2002 eine Trockenmauer errichtet, in die zwei Nistkästen integriert sind. Es besteht die Möglichkeit, die Nester ungestört zu beobachten, während die Hummeln auf der abgewannten Seite durch einen Zugang ein- und ausfliegen können.








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